Maskenpflicht aufheben - Widersprüche beseitigen!

DEHOGA fordert dringende Lockerungen vor den Sommerferien

(lifePR) ( Wiesbaden, )
Angesichts der günstigen Entwicklung des Infektionsgeschehens in Hessen fordert der DEHOGA Hessen den dringenden Abbau unnötiger, aber aus Sicht des Gastgewerbes äußerst belastender Restriktionen. Trotz der im Ländervergleich weit vorangeschrittenen Lockerungen der geltenden Corona-Bekämpfungs-Verordnung in Hessen, leidet die Branche weiter massiv unter wirtschaftlichen Einbußen.

„Von Normalität kann überhaupt keine Rede sein!“, sagt Gerald Kink, Präsident des DEHOGA Hessen in Wiesbaden. Die hessischen Unternehmen in Hotellerie und Gastronomie verzeichnen weiter dramatische Umsatzeinbußen von über 73 Prozent seit dem 1. März 2020. Die Clubs, Discotheken und Tanzbetriebe liegen bei Null Euro Umsatz. Sie sind weiterhin per Verordnung geschlossen. „Die Überbrückungshilfen des Bundes kommen für viele dieser Betriebe zu spät und werden nicht ausreichen, um ein Clubsterben im Land zu verhindern. Wir laufen sehenden Auges Gefahr, ganze Kulturlandschaften untergehen zu lassen.“ Der gewählte Vertreter der ganzen hessischen Branche des Gastgewerbes fordert in diesem Zusammenhang schnelles Handeln. Es gehe um Existenzen, Arbeitsplätze und ein über Jahre und Jahrzehnte gewachsenes Kulturgut sowie echte Lebensqualität in Hessen.

Dass dies für die Menschen in unserem Land unverzichtbar ist, zeigen die „Ausweichbewegungen“ zu ausschweifenden Partys im öffentlichen Raum. Kink: „Tanzen im Club ist nicht erlaubt, aber auf den Straßen und Plätzen kümmert sich niemand mehr um Abstand oder Mundschutz. Es wird gefeiert und getanzt. Die Menschen suchen die Begegnung. Und genau dafür sind wird da. Nur dürfen wir nicht, obwohl wir professionell in der Lage sind, echte Schutzkonzepte zu gewährleisten.“ 

Es gehe jetzt dringend um die Auflösung eklatant sichtbarer Widersprüche. Die Restaurantbetreiber, die die strengen Auflagen penibel einhielten, keine Diskussion mit den Gästen scheuten und den Gesundheitsschutz sehr ernst nähmen, fühlten sich mehr und mehr wie die ‚Dummen‘. Denn andernorts müssten sie erleben, wie wenig sich um Abstandsgebote, Datenerfassung & Co. bemüht wird. „Das wird langsam zur Farce!“, so Gerald Kink in aller Deutlichkeit.

Die Branche habe extreme wirtschaftliche Einbußen in Kauf genommen, um die Gesundheit aller zu schützen. So hat sich das Infektionsgeschehen in Hessen entsprechend gut entwickelt (Stand: 29.06.2020 gerade einmal eine gemeldete Neuinfektion). Vor diesem Hintergrund mahnt der DEHOGA Hessen-Präsident vor allem noch vor einer sommerbedingten Pausierung dringend Anpassungen zugunsten von Betrieben und Mitarbeiter*innen an.

Angesichts der Gesamtumstände führe vor allem die Maskenpflicht, ganz besonders im Außenbereich der Gastronomie, bereits zu einer Stigmatisierung der  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Service.  „Die Maskenpflicht ist zudem bei sommerlichen Temperaturen eine Qual. Jeder, der das nicht ernst nimmt, möge draußen seine Gäste über mehrere Stunden bewirten und dabei dauerhaft eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Dann wissen Sie, dass das hier alles, aber kein Spaß mehr ist!“, so Kink.

„Wir unterstützen und befürworten weiterhin die Umsicht der Politik, den Gesundheitsschutz bei allen Planungen und Einschätzungen an oberste Stelle zu setzen“, so Kink. Gleichwohl fordert der Branchenverband die hessische Landesregierung auf, aufgrund der aktuellen Zahlen zum Infektionsgeschehen in Hessen über folgende Lockerungen kurzfristig noch vor der Sommerpause zu beraten und fordert:

1. die Aufhebung der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in gastgewerblichen Betrieben.

2. die Aufhebung der 5-/10-Qudratmeterregel bei Veranstaltungen

3. klare Zulässigkeit geschlossener Gesellschaften im Gastgewerbe ohne Abstandsregelungen

Gerald Kink: „Wir werden als Gastgeber unserer Verantwortung gerecht und riskieren nichts, was Neuinfektionen begünstigt und eine Verbreitung des Virus unterschätzt.

Daher empfehlen wir unseren Mitgliedern und deren Mitarbeitern unbedingt auch die Verwendung der Corona-Warn-App“.
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