Montag, 18. Juni 2018


Ehrenprofessur für den Osnabrücker Hochschul-Professor

Prof. Dr.-Ing. Jörg Hoffmann wird erster Ehrenprofessor der 150 Jahre alten Staatlichen Universität für Maschinenbau Moskau

Osnabrück, (lifePR) - Ein Osnabrücker steht im Mittelpunkt einer internationalen Konferenz in Moskau: Vor rund 500 Wissenschaftlern aus Osteuropa, Spanien, Lateinamerika und Deutschland wurde Dr.-Ing. Jörg Hoffmann, Professor der Hochschule Osnabrück, zum Ehrenprofessor der traditionsreichen Staatlichen Universität für Maschinenbau Moskau ernannt. Die Ehrung in der Uni-Aula war einer der Höhepunkte einer wissenschaftlichen Tagung, an der über Tausend Forscher und Studierende der Ingenieurwissenschaften und Informatik ihre Neuentwicklungen präsentiert haben.

Ende April 2013 wurde der Professor der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI) der Hochschule Osnabrück durch das Bildungs- und Wissenschaftsministerium der Russischen Föderation als Ehrenprofessor (Prof. h.c.) an die Staatliche Universität für Maschinenbau Moskau berufen. Es ist die bisher einzige Ehrenprofessur seit der Gründung der Universität vor etwa 150 Jahren.

Entsprechend gerührt zeigte sich Prof. Prof. h.c. Dr.-Ing. Hoffmann jetzt bei der Überreichung der Ernennungsurkunde und des dazugehörigen Talars in der Moskauer Universität. In einer kurzen Ansprache dankte er in russischer Sprache den Anwesenden für die hohe Auszeichnung und versprach, auch in Zukunft - gemeinsam mit seinen Osnabrücker und Moskauer Kollegen - zum Wohle der Wissenschaft und der Völkerverständigung tätig zu sein.

Die Kooperation zwischen der Fakultät IuI und der Moskauer Universität besteht seit 2007. Sie wurde gemeinsam von Prof. Hoffmann und seinem IuI-Kollegen Prof. Dr.-Ing. Viktor Prediger initiiert und ausgebaut.

Seither haben zahlreiche Studierende der Elektrotechnik und des Maschinenbaus aus Osnabrück ihre Abschlussarbeiten in Moskau geschrieben. Gemeinsame Abschlussprüfungen fanden sowohl in der russischen Hauptstadt als auch in Osnabrück statt. Aus der fachlichen Zusammenarbeit entstanden zahlreiche gemeinsame Publikationen, die in Fachzeitschriften erschienen sind und auf internationalen Konferenzen vorgetragen wurden.

Mehrfach konnten gemeinsam Stipendien von der in London ansässigen internationalen Automobilvereinigung (FISITA) eingeworben werden, um Promovenden aus Moskau eine fachliche Tätigkeit in Laboren der Fakultät IuI zu ermöglichen. Im Rahmen der Zusammenarbeit entstanden zudem drei Lehrhefte, an denen Prof. Hoffmann als Mitautor beteiligt ist: "Die Bedeutung der Messtechnik", "Standardisierung" und "Zertifizierung". Herausgegeben wurden sie vom russischen Bildungs- und Wissenschaftsministerium.

Ein weiterer Baustein der Kooperation sind gegenseitige Fachexkursionen. "Sie ermöglichen den deutschen und russischen Studierenden einen guten Einblick in das Bildungssystem und in die Berufsperspektiven im Gastland", erklärt Prof. Hoffmann. So haben 17 Studierende aus Moskau im Oktober 2012 neben den Laboren seiner Fakultät auch sechs große und mittelständische Unternehmen der Region Osnabrück-Emsland besichtigt. Aber auch die Fahrten nach Moskau sind bei den Osnabrücker Studierenden sehr beliebt: "Für unsere nächste Exkursion, die im kommenden September stattfindet, haben wir mehr als 60 Bewerbungen auf 18 Plätze bekommen", sagt Prof. Hoffmann. Möglich seien diese Exkursionen in eine der teuersten Städte der Welt vor allem, weil die russische Partnerhochschule ihre deutschen Gäste kostenlos in Wohnheimen unterbringt.

Nicht nur Moskau steht im Fokus des Interesses des neuernannten Ehrenprofessors: Als Beauftragter der Fakultät IuI für Internationales pflegt er weitere intensive fachliche und persönliche Kontakte zu Universitäten in China, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Indonesien, Japan, Malaysia und Schweden.

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