Die Filmuni beim Filmfestival Max Ophüls Preis - sieben Filmuni-Produktionen laufen allein im Wettbewerb

(lifePR) ( Potsdam, )
Seit über 40 Jahren ist das Filmfestival Max Ophüls das Forum für die Entdeckung junger Talente im deutschsprachigen Film. Daher freuen wir uns besonders, dass es auch 2020 wieder zahlreiche Filme aus den Reihen der Filmuni in die Auswahl geschafft haben. Heute wurde das Programm in den Wettbewerben Spielfilm, Dokumentarfilm, Mittellanger Film und Kurzfilm von Festivalleiterin und Filmuni-Alumna Svenja Böttger und dem künstlerischen Leiter Oliver Baumgarten vorgestellt.

Im Wettbewerb Kurzfilm gehen gleich fünf Produktionen der Filmuni in das Rennen um die begehrten Preise: In dem Master-Abschlussfilm „Havarie Petite“ lädt Unternehmer Arnold Lammertz zu einem pompösen Fest auf dem Wannsee. Was mag der Anlass sein? Während die fünfjährige Malou Kreuzer eigentlich nur auf die Toilette möchte, verfolgen ihre Eltern und alle anderen Erwachsenen auf der MS Europa ihre ganz eigene Agenda. „Der Quell” erzählt von der jungen Krankenschwester Alma, die im Lebensbornheim „Kurmark“ arbeitet. Ihren kleinen Sohn, den sie dort entbunden hat, gibt sie zur Adoption frei. Doch es will ihr nicht gelingen, den Schmerz über den Verlust im Alltag zu verdrängen. Zugleich Täterin und Opfer zu sein, lässt sie in einem Moment der Katharsis zusammenbrechen. Chinas Ein-Kind-Politik hat einen gewaltigen Männer-Überschuss produziert. Nicht selten werden junge Vietnamesinnen in die Ehe verkauft, um die Schuldenlast ihrer Familien zu lindern. So geht es auch der 17-jährigen Nghi in „Trading Happiness“, der in Koproduktion mit der vietnamesischen Firma „Ever Rolling Films" entstanden ist. Als sie den fremden chinesischen Bräutigam zum ersten Mal sieht, überkommt sie ein ungutes Gefühl. Und dann verschwindet die Braut kurz nach der Trauung und stellt ihre Mutter vor die Entscheidung, was sie bereit ist, für das Glück ihrer Familie herzugeben. "Ich bin wohl nicht auf Sicht gefahren", sagte der Kapitän, während im Hintergrund das Schiff versank. Im gleichnamigen Kurzfilm haben die schlafwandlerischen Protagonist*innen schwer an ihren Entscheidungen zu tragen. Per Handschlag wird erst ein Neuanfang und schließlich so etwas wie ein Ende besiegelt. Ungeplant schwanger – was nun? Das ist das Thema des Kurzfilms „Schweben“. Während ihr Freund sich auf den Nachwuchs freut, wachsen in Marie die Zweifel. Noch wenige Tage bleiben ihr für eine Entscheidung, aber wo findet sie Antworten?

Im Wettbewerb Mittellanger Film stellt sich „Das Wie Ist Das Was“ der Konkurrenz. Oteam lebt in einer Welt ohne Appetit und Lust, in der Sex zur Fortpflanzung nicht mehr notwendig ist. Doch er tickt anders. Oteam sieht nicht nur Farben, wenn er Obst berührt, sondern liebt es, die in seinem Wohnzimmer angebrachten Wartebänke abzustauben. Wenn doch eh alles keinen Sinn hat, kann man das Warten auch kultivieren. Doch warten worauf? Als er eines Tages die aufregende Cherry kennenlernt, passiert etwas mit ihm, womit er nicht umgehen kann.

„Silvia Is My Name“ läuft im Dokumentarfilm-Wettbewerb. Es ist das Porträt einer jungen Massai-Frau, die sich in ihrem Stamm für Frauenrechte einsetzt. Zwischen Tradition und Moderne muss sie sich und ihre Arbeit ständig selbst hinterfragen.

Im Gastprogramm „filmreif! - Bundesfestival junger Film“ dürfen sich die Gäste auf „Domashnee Video” freuen. Die MOP Shortlist zeigt “Kantentanz“ und „Das Mensch“, ein rbb movie.

Wir drücken unseren Studierenden die Daumen und gratulieren unserem ehemaligen Professor Rosa von Praunheim zum Ehrenpreis 2020 für seine Verdienste um den jungen deutschsprachigen Film.
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