Samstag, 27. Mai 2017


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Am Anfang war Ada. Frauen in der Computergeschichte

Sonderausstellung im Heinz Nixdorf MuseumsForum

(lifePR) (Paderborn, ) Die Geschichte des Computers begann mit einer Frau. Bereits 100 Jahre vor seiner Erfindung verfasste Ada Lovelace das erste Programm. Die Tochter des romantischen Dichters Lord Byron wurde vor 200 Jahren am 10. Dezember 1815 in London geboren. Ihr Leben und Werk bilden den Mittelpunkt der Ausstellung "Am Anfang war Ada. Frauen in der Computergeschichte", die vom 2. September 2015 bis zum 10. Juli 2016 im Paderborner Heinz Nixdorf MuseumsForum zu sehen ist.

Die Ausstellung beschränkt sich jedoch nicht auf Ada Lovelace, sondern präsentiert weitere Pionierinnen, die seit den 1940er Jahren bis heute die Entwicklung der Informationstechnik wesentlich vorangebracht haben.

Die Besucher erleben auf 700 Quadratmetern in spannenden Inszenierungen, unter welchen Bedingungen Ada Lovelace und ihre Nachfolgerinnen ihre Leistungen vollbrachten. Mit ihrem Kampf gegen Konventionen, ihren wegweisenden Überlegungen zur Programmierung und den visionären Ideen einer universell einsetzbaren Rechenmaschine steht Ada Lovelace heute stellvertretend für viele Frauen, denen eine gleichwertige Anerkennung bisher versagt blieb.

Seit den ersten Computern, die in den 1940er Jahren in Europa und den USA gebaut wurden, waren Frauen maßgeblich an deren Entwicklung beteiligt. Eine Abteilung der Ausstellung befasst sich mit den Computern im Zweiten Weltkrieg. Drei Pionierinnen der Software ist eine weitere Abteilung gewidmet. Grace Hopper ist sicher die bekannteste und legendärste Frau aus der Frühzeit des Computers. Sie war nicht nur erste Admiralin der US-Navy, sondern hat sich vor allem als Entwicklerin des ersten Compilers einen Namen gemacht. Mary Allen Wilkes gilt als erste Nutzerin eines Personal-Heimcomputers. Beim heutigen Computer ist die grafische Benutzeroberfläche selbstverständlich, zu der Adele Goldberg im Xerox-PARC wesentliches beigetragen hat.

Drei weitere Frauen stehen für die globalen und digitalen Fortschritte der letzten Jahrzehnte. Christiane Floyd war 1978 die erste Informatik-Professorin in Deutschland an der TU Berlin. Nadia Magnenat-Thalmann war eine der ersten, die Mitte der 1980er Jahre für einen computeranimierten Film "virtuelle Menschen" in Gestalt von Marilyn Monroe und Humphrey Bogart entwickelte. Die aktuelle Generation repräsentiert die MIT-Absolventin Limor Fried, die vor allem in der aktuellen Maker- und Open-Source-Szene aktiv ist und 2011 als einflussreichste Frau in der Technologiebranche ausgezeichnet wurde.

Die Lebensgeschichten sind in die gesellschaftlichen und sozialhistorischen Hintergründe eingeordnet, sodass die Ausstellung auch einen wesentlichen Einblick in das Frauenbild und den Wertewandel der letzten anderthalb Jahrhunderte bietet. Zahlreiche Inhalte werden durch Ausprobieren und moderne Medienstationen vermittelt. So gibt es ein "Hands-On" zur Funktion des ersten elektronischen Computers und anderer technischer Entwicklungen.

Mehr Informationen auf www.hnf.de/adalovelace

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