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Pressemitteilung BoxID: 384046 (HG Baunach GmbH & Co. KG)
  • HG Baunach GmbH & Co. KG
  • Rheinstraße 7
  • 41836 Hückelhoven
  • https://www.baunach.net
  • Ansprechpartner
  • Bernd Genath
  • +49 (211) 61858-38

Latentwärme heizt die Büros

Die Chemoplast N.V. schaute genauer auf die Heizölrechnung

(lifePR) (Hückelhoven, ) Würden die deutschen und europäischen Produktionsbetriebe konsequent ihre Energieversorgung modernisieren, sich quasi die Chemoplast N.V. in der belgischen Provinz Limburg zum Vorbild nehmen, könnten Deutschland und die EU locker alle Kyotoziele erreichen. Weshalb?

Heizungstechnisch betrachtet dürften viele Industriewerke ein brach liegendes Feld sein. Deren Klimaschutz-Potenzial sieht so aus: Jede 100 Liter eingespartes Heizöl entlasten die Atmosphäre um rund 250 kg Kohlendioxid.

Ein deutscher Unternehmer mit einem Betrieb für Reinigungsmittel im belgischen Limburg entdeckte vor fünf Jahren an der niedrigeren Brennstoffrechnung nach Renovierung seines Kölner Wohnhauses, was er in Flandern vermutlich von Jahr zu Jahr verschenkte. Die beheizte Produktionsfläche im Werk umfasst 6.000 m2, zum Teil aus Explosionsschutz-Gründen zwangsbelüftet. In Ex-Bereichen dürfen nur ex-taugliche Geräte installiert sein. Heizungsseitig boten sich damals wie heute Warmluftgebläse an. Deren Wasser/Luft-Wärmetauscher beschickte der alte Ölkessel von 1,4 MW über eine Ringleitung.

"Zum zusätzlichen ölbefeuerten Dampferzeuger fanden wir nichts in den Unterlagen. Der lieferte nach einigem Nachrechnen und Nachdenken 400 kW. Vom Warmwasserbedarf für die Produktion hieß es immer nur, 'Wir brauchen riesige Mengen'. Was das konkret hieß, blieb schwammig", schaut Fabrikant Werner Sauer zurück. Auf Empfehlung seines Planers ließ er als allererstes Betriebsstunden- und Impulszähler am Dampferzeuger und am Heizkessel installieren. Die Ist-Analyse bestätigte nicht nur die (vermutete) Überdimensionierung des Altkessels, sie sprengte alle Vorstellung. Selbst im dicksten Winter machte der lange Pausen und wenn er lief, dann zwischen einer und maximal zehn Minuten. Trotzdem duschte das Personal an den Arbeitsplätzen regelrecht in Warmluft.

700 statt 1.400 kW

Anstelle der ineffizienten Ölheizwertfeuerung beliefert seit etwa zwei Jahren eine 700 kW

Ölbrennwertanlage (Viessmann Vitoplex 200) die Heizwasser-Abnehmer. Das Brauchwarmwasser stellt ein relativ bescheidener 1.000-Liter-Speicher mit einem separaten Öl-Brennwertkessel von jetzt nur noch rund 20 kW (Vaillant) zur Verfügung. Und das gusseiserne 400-kW-Damfkessel-Ungetüm, das die Chemikalien-Mischbehälter temperierte, wich einem Heizöl befeuerten Dampferzeuger nach energiesparendem Durchlauferhitzer-Prinzip (Typ Clayton, 100 kW).

Doch nicht nur die sanierte effizientere Versorgungstechnik führte zu spürbar reduzierten Ölkosten. Auch eine intelligente Umgestaltung der Hydraulik trug und trägt zur Entlastung dieses Ausgabepostens bei. So intelligent umgestaltet, dass den Bürotrakt der Chemoplast N.V. heute von der Bilanz her ausschließlich die Kondensationsgewinne der Ölbrennwertanlage heizen. Der Verwaltungstrakt ist am Gesamtwärmebedarf des Chemiebetriebs mit 15 Prozent beteiligt. Darüber hinaus konnten noch an anderer Stelle Verluste abgebaut werden. Gelungen ist dieser "Ertrag" durch ein Hintereinanderschalten der zwei Heizkreise:

Ein Teil des Rücklaufs von 45 bis 50 °C der Heizlüfter, deren Wasser/Luft-Wärmetauscher der Kessel mit 85 °C (Hochtemperatur) anfährt, mündet als Vorlauf in den Radiatorkreis ein (Niedertemperatur). Dessen Rücklauf beträgt im Mittel der Heizperiode 33 bis 35 °C. Damit liegt er genügend tief, um einen Großteil des Wärmeinhalts aus den Rauchgasen auszukondensieren. Wegen des Abgas-Taupunkts von Heizöl um etwa 50 °C täte sich beim direkten Anschluss des Lüfterkreises an den Latentwärmetauscher nichts in Richtung Kondensation.

Das zentrale Element des Schaltschemas sind die beiden speziellen Mehrwegemischer vom Typ "Rendemix" der HG Baunach, Hückelhoven. Sie ermöglichen diese Hydraulik und den Latentwärmegewinn. Ihre ausgeklügelte Mischtechnik mit integrierten Ausgleichsstrecken stimmt die unterschiedlichen Temperatur- und Volumensebenen exakt auf den Bedarf der Wärmenutzer ab. Die Armaturengruppe spaltet den Rücklauf in zwei Teilströme und lenkt den 50-grädigen Überschuss zum Ölkessel und den relativ kalten Radiatorrücklauf zum Kondensations-Wärmetauscher.

Die Planung geht von insgesamt mindestens 20 Prozent Heizöleinsparungen aus.

www.baunach.net