Mittwoch, 29. März 2017


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Neuausrichtung des Zukunftspakts "Hessische Landwirtschaft"

Grundlage hessischer Agrarpolitik der Zukunft für und mit der Landwirtschaft

(lifePR) (Wiesbaden, ) "Die Landwirtschaft ist im Wandel und ändert sich in ihrer Struktur. Der 'Zukunftspakt Hessische Landwirtschaft' greift diese Änderungen auf und bildet eine wichtige Grundlage zur Neuausrichtung der zukünftigen hessischen Agrarpolitik für und mit unseren Bäuerinnen und Bauern", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier heute anlässlich der Unterzeichnung in Wiesbaden.

Im neuen Zukunftspakt haben sich 27 hessische Verbände, Organisationen und Institutionen aus dem Landwirtschaftsbereich mit der Landesregierung auf gemeinsame Positionen in der Agrarpolitik verständigt. "Schon die Tatsache, dass so viele verschiedene Akteure sich an einen Tisch gesetzt haben um zusammen über die Ausrichtung der Landwirtschaft von Morgen zu diskutieren, ist ein sehr großer Erfolg und ein Novum", betonte Landwirtschafsministerin Hinz. Unter den 27 Verbänden befinden sich sowohl Vertreter der konventionellen und ökologischen Landwirtschaft unter anderem aber auch Vertreter aus dem Gartenbau. Denn neben den traditionellen Formen der landwirtschaftlichen Lebensmittelproduktion spielen auch andere Bereiche eine zunehmend bedeutende wirtschaftliche Rolle in Hessen.

"In dem Pakt kommt zum Ausdruck, dass wir in Hessen die familiengeprägte, bäuerliche Landwirtschaft stärken und vor allem auf die große gesellschaftliche Aufgabe der Landwirtschaft eingehen wollen", ergänzte Ministerpräsident Bouffier. Der Pakt stellt auch sicher, welche Bedeutung der Stärkung von lokalen Wertschöpfungsketten zufällt. Die landwirtschaftlichen Erzeuger und Verarbeiter sollen zukünftig mehr von einer regionalen Vermarktung in Hessen profitieren. Dafür setzt sich die Landesregierung mit dem sogenannten Ökoaktionsplan ein.

Außerdem bekennt sich die Landwirtschaft als Ganzes zu ihrer Verantwortung, dem drastischen Verlust der biologischen Vielfalt im ländlichen Raum Einhalt zu gebieten. Im Pakt werden auch Themen rund um das Tierwohl behandelt. Alle Seiten erneuerten ihre Bekenntnisse zu tiergerechter Nutztierhaltung und Nachhaltigkeit, die Stärkung des ökologischen Landbaus sowie der freiwillige Verzicht auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Hessen. "Die Landespolitik unterstützt diese Ansinnen der Landwirtschaft tatkräftig. So haben wir bereits den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen auf landeseigenen Flächen untersagt. Im Frühjahr wurde außerdem der "Runde Tisch Tierwohl" ins Leben gerufen", verdeutlichte Ministerin Hinz. Das gemeinsame Ziel der Teilnehmer dieses Gremiums ist es, die Haltungsbedingungen der landwirtschaftlichen Nutztiere spürbar zu verbessern.

Als größte Vereinigung der hessischen Landwirte hat auch der Hessische Bauernverband den Zukunftspakt unterzeichnet. Dessen Präsident Friedhelm Schneider betonte die vielen positiven Aspekte die in dem Papier vereinbart wurden. "Der Hessische Bauernverband begrüßt den Zukunftspakt Hessische Landwirtschaft, der von vielen Organisationen unterstützt wird. Der Pakt hat in vielen Bereichen eine große Bedeutung für die hessische Landwirtschaft. Das Leitbild des bäuerlichen Familienbetriebes ist hier besonders hervorzuheben. Wichtige Punkte sind unter anderem die 1:1-Umsetzung der EU-Vorgaben sowie die Grundsatzvereinbarungen zur Flächeninanspruchnahme, zur Förderung und zur Aus- und Weiterbildung", sagte Schneider.

Der Sprecher der Vereinigung Ökologischer Landbau in Hessen Hans-Jürgen Müller zeigte sich über die Erneuerung des Zukunftpaktes Landwirtschaft sehr erfreut. "Die Hessischen Ökoanbauverbände begrüßen, dass der erneuerte Zukunftspakt nunmehr auf eine breitere Basis gestellt ist und damit auch den neuen gesellschaftlichen Anforderungen an eine zukunftsgerichtete Agrarpolitik Rechnung trägt. Dazu gehört insbesondere, dass der Ökolandbau mit seinen besonderen Leistungen für Umwelt, Klima-und Naturschutz jetzt die notwendige Anerkennung erfährt", sagte Müller nach der Unterzeichnung am Montag in Wiesbaden.

Bouffier und Hinz zeigten sich zuversichtlich, dass mit der Unterzeichnung des Zukunftspaktes der begonnene Prozess einer verbandsübergreifenden Verständigung in Verbindung mit der konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Regierung und den Vertretern der hessischen Bäuerinnen und Bauern auch zukünftig fortsetzen werde.

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