Montag, 29. Mai 2017


  • Pressemitteilung BoxID 549196

Wald leidet unter Trockenheit

Waldbrandgefahr war lange nicht so hoch wie jetzt

(lifePR) (Friedrichsdorf/Taunus, ) Der Hessische Waldbesitzerverband warnt wegen der hohen Temperaturen und der anhaltenden Trockenheit vor erhöhter Waldbrandgefahr. "Auf dem Waldboden liegen trockenes Laub und Nadelstreu und an den Weg- und Waldrändern steht häufig trockenes Gras, das sich sehr schnell entzünden kann", sagt Verbandsgeschäftsführer Christian Raupach. Autofahrer sollten auf keinen Fall Zigarettenkippen aus dem Fenster werfen. Eine Gefahr geht auch vom heißen Auspuff der Autos aus. Parken Sie ihr Auto so, dass der Auspuff nicht mit trockenem Gras in Berührung kommt. Offenes Feuer und Rauchen sind im Wald verboten. Grillen ist ausschließlich in den dafür zugelassenen Grillhütten erlaubt. Heiße Asche oder glühende Holzkohle müssen nach dem Grillen zuverlässig gelöscht werden.

Die Waldbrandstatistik zeigt, dass in Deutschland jedes Jahr zwischen 400 und 900 Waldbrände entstehen, die meisten in Brandenburg und Niedersachsen. Aber auch in den hessischen Wäldern brennt es jedes Jahr zwischen 25 und 50 Mal. Im Jahr 2015 hat es in Hessens Wäldern infolge der anhaltenden Trockenheit schon weitaus häufiger gebrannt. Oft lässt sich die Brandursache im Nachhinein nicht ermitteln. In etwa einem Viertel der Fälle entsteht das Feuer durch Fahrlässigkeit. In Deutschland gehen durch Waldbrände jedes Jahr zwischen 120 und 500 Hektar Wald verloren.

Trockenheit setzt den Waldbäumen zu

In den oberen Bodenschichten ist nur noch eine Restfeuchte vorhanden und die Bäume leiden allmählich unter Wasserstress. Nadelbäume, insbesondere die Fichte, werden jetzt zur idealen Brutstätte für rindenbrütende Borkenkäfer. Förster und Waldeigentümer kontrollieren jetzt ihre Nadelwälder, um von Borkenkäfern befallene Bäume schnellstmöglich zu entfernen, damit die Brut nicht ausfliegen und weitere Nadelbäume befallen kann. Bei Laubbäumen wie Buche und Eiche zeigen sich die Auswirkungen der Trockenheit oft erst in den Jahren nach einer Trockenperiode. Vor allem Eichen transportieren nur in den äußeren Jahrringen Wasser. Wenn in einem Trockenjahr nur ein sehr schmaler Jahrring nachwächst, kann dieser im Folgejahr auch nur wenig Wasser aus den Wurzeln in die Baumkrone transportieren. Die Baumkrone bildet weniger und kleinere Blätter und sieht schütter aus. Es dauert einige Jahre, bis sich die Bäume wieder erholen.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

„BienABest“: Wildbienen im Fokus

, Natur & Garten, Bundesamt für Naturschutz

Mehr als die Hälfte der 561 Wildbienenarten stehen in Deutschland bereits auf der Roten Liste. Das Projekt „BienABest“ soll helfen, dem Bienensterben...

Internetportal des Bundes zum Wolf in Deutschland geht online

, Natur & Garten, Bundesamt für Naturschutz

Wie viele Wölfe gibt es in Deutschland? Und wie sieht die aktuelle Verbreitung aus? Die Nachfrage nach aktuellen bundesweiten Informationen zur...

Paul Cibis und Andreas Kern begeistern mit ihrem "Piano-Battle" die Gartenschau-Besucher

, Natur & Garten, Stadt Bad Herrenalb

Einen mitreißenden Konzert-Abend bescherten die Pianisten Paul Cibis und Andreas Kern am Samstagabend mit ihrem „Piano-Battle“ den Besuchern...

Disclaimer