Samstag, 25. Februar 2017


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Zwei AOK-Broschüren für Frauen mit Brustkrebs - ein HELIOS-Spezialist stand Pate

Wertvolle Entscheidungshilfen für Patientinnen mit Brustkrebs

(lifePR) (Berlin/Buch, ) Der AOK-Bundesverband hat zwei Informationsbroschüren als Entscheidungshilfe für Patientinnen mit Brustkrebs erstellt, die über die deutschen Brustkrebszentren verteilt werden. Grundlage dieser Broschüren sind die Ergebnisse des Modellprojektes "Der Patient als Partner im medizinischen Gesundheitsprozess." Das Projekt, das vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung mit einer Millionen Euro gefördert worden ist, wurde von Prof. Michael Untch, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des HELIOS Klinikums Berlin-Buch, geleitet.

Die beiden 36-seitigen Broschüren sollen Frauen mit Brustkrebs die Entscheidungsfindung bei wichtigen und sehr schwierigen Fragen erleichtern. Denn die Diagnose Brustkrebs stellt für die Patientin eine Extremsituation dar, die sie in der Regel unvorbereitet trifft. Meist geraten die Betroffenen in eine schwere psychische, soziale und emotionale Krise. Gleichzeitig müssen sie eine Flut von Informationen verarbeiten und existentielle Entscheidungen treffen.

Die Broschüre "Brusterhaltende Therapie oder Brustentfernung" richtet sich an Frauen, die vor einem operativen Eingriff stehen und zusammen mit ihrem Operateur eine sehr schwierige Entscheidung - die Brust erhalten oder Entfernen - treffen müssen. Schließlich bedeutet die Entfernung der Brust eine Verletzung der Weiblichkeit. Das zweite Heft "Brustentfernung - was kommt danach?" informiert die Betroffenen über die verschiedenen Möglichkeiten des Aufbaus einer neuen Brust durch Eigengewebe oder Implantate (Silikon-Gel, Kochsalzlösung). Eine mit Eigengewebe neu geschaffene Brust kommt der "natürlichen" Brust am nächsten, ein Nachteil ist der größere operative Eingriff. Der Brustaufbau mit Implantaten ist chirurgisch meist einfacher. Die Nachteile: Die Strahlentherapie und die Mammografie im Rahmen der Nachsorge sind dann nicht mehr möglich. Auch müssen Implantate regelmäßig vom Arzt kontrolliert und nach zehn Jahren ausgetauscht werden.

Prof. Michael Untch begrüßt ausdrücklich die beiden Broschüren. "Die Einbeziehung der Patientin und ihres Partners ist für die Therapieentscheidung ganz wichtig", meint der Bucher Gynäkologe. Das paternalistische Prinzip - Arzt bestimmt, Patientin stimmt zu - sei nicht mehr zeitgemäß. Bei Frauen mit Brustkrebs legt der Bucher Frauenarzt großen Wert auf die Erhaltung der weiblichen Brust. "In 70 bis 80 Prozent kann die Brust erhalten werden", so der Gynäkologe. Die Therapie müsse mit dem Patienten aber gründlich besprochen werden. Untch: "Die beiden Broschüren enthalten wertvolle Entscheidungshilfen."

Die Broschüren könnten abgerufen werden unter:

<http://www.aok.de/bundesweit/gesundheit/brustkrebs-entscheidungshilfe-brusterhaltung-brustentfernung-28566.php>

<http://www.aok.de/bundesweit/gesundheit/brustkrebs-entscheidungshilfe-brustentfernung-28575.php>

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