Freitag, 22. Juni 2018


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Regressflut bei den Hausärzten Nordrheins

Forderungen im Widerspruch zum Praxisalltag

Köln, (lifePR) -  „Viele Kolleginnen und Kollegen sehen sich dieser Tage wieder einmal mit Zahlungsforderungen auf Antrag der Kassen in vierstelligen Euro Höhe konfrontiert.“ Der Vorsitzende des Hausärzteverbandes Nordrhein, Dr. Dirk Mecking, kritisiert scharf das Vorgehen der Krankenkassen und deren aktuelle Honorarrückforderungen. Stein des Anstoßes für die Regressverfahren ist wieder einmal eine nicht umfassende Vorschrift, diesmal der sogenannte Sprechstundenbedarf.

Die Kosten sind ausschließlich zugunsten der Behandlung von Schwerkranken entstanden. „Liegegeschwüre und offene Beine müssen regelmäßig mit Wundverbandsstoffen versorgt werden“, erläutert Dr. Mecking. Die Beschaffung der Wundverbandsstoffe soll auf den Namen des Patienten erfolgen. „Was geschieht aber im Alltag, wenn die meist alten Patienten in die Praxis kommen“? fragt Dr. Mecking. „Sie werden versorgt mit eben diesen Wundverbänden aus dem vorhandenen Sprechstundenbedarf der Praxen.“ Wie sonst üblich, haben die betroffenen Hausärzte den Bestand wieder aufgefüllt und werden nun für nicht vertragskonformes Verhalten bestraft.

"Von unseren sonst konstruktiven Vertragspartnern Krankenkassen, die auf eine gute Versorgung der Versicherten achten sollen, hätte man bei Feststellung des „Fehlverhaltens“ in mehreren tausend Praxen den Antrag auf Überarbeitung und Modernisierung der Sprechstundenbedarfsverordnung erwartet“, kritisiert Dr. Mecking. „Stattdessen liegen nun unnötig Regresse auf den Schreibtischen der Hausärzte, ohne dass ein finanzieller Schaden für die Versichertengemeinschaft entstanden ist“. 

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