Öffentliche Wohnungsunternehmen unsinnig

Haus & Grund zum Thema: Zu wenig günstiger Wohnraum

(lifePR) ( Kiel, )
„Kommunale oder landeseigene Wohnungsbaugesellschaften können in Ballungszentren auch kein Bauland herbeizaubern. Diese Forderung ist Augenwischerei und damit unsinnig!“ So kommentierte Alexander Blažek, Verbandsvorsitzender von Haus & Grund Schleswig-Holstein die heute veröffentlichte Forderung des Sozialverbands und des Mieterbunds mit öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften ein Regulierungselement für sozialen Wohnungsbau zu schaffen in scharfem Ton. Das Modell sei überkommen und schon in der Vergangenheit gescheitert. Die Politik sei zu wetterwendisch, um Immobilien zu bewirtschaften. Das müsse nachhaltig und nicht nach Kassenlage erfolgen. Bei der ehemaligen Kieler Wohnungsbau Gesellschaft KWG habe die Stadt nicht ausreichend in Instandsetzung investiert. Als die Bestände heruntergewirtschaftet worden waren, fehlte das Geld für die Sanierung und der Verkauf wäre die Folge gewesen. Schleswig-Holstein habe seinerzeit die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft verscherbelt, um mit diesem Tafelsilber den maroden Haushalt zu sanieren.

„Es ist schon ein Treppenwitz der Geschichte, wenn dieselbe Partei, die in beiden geschilderten Fällen die Verantwortung trug, jetzt wieder öffentliche Wohnungsunternehmen fordert,“ sagte der Verbandschef weiter.

„Preisgünstiger Wohnraum steht im ländlichen Raum mehr als genug zur Verfügung“, berichtete Blažek. Digitalisierung und Ausbau der Infrastruktur seien die Schlüsselbegriffe, um diesen Teil Schleswig-Holsteins attraktiver zu machen. In Ballungszentren konkurriere der soziale Wohnungsbau mit frei finanzierten Bauvorhaben und treibe die Baulandpreise weiter in die Höhe. Aufwendige Eigentumswohnungen seien hier keineswegs das Problem. Wichtig sei, dass überhaupt Wohnungen gebaut würden. Aufgrund des wissenschaftlich belegten Sickereffekts kämen auch teure Eigentumswohnungen den Haushalten mit kleinem Geldbeutel zu Gute, da durch Umzüge andere Wohnungen frei würden.

„Der soziale Wohnungsbau allein ist kein geeigneter Problemlöser. Vielmehr müssen wir den Menschen zu den eigenen vier Wänden verhelfen,“ forderte Blažek. Das Problem der hohen Fehlbelegung bei den Sozialwohnungen sei ungelöst. Das Eigenheim sei hingegen die beste Altersversorgung. Eine „Eigenheimzulage Schleswig-Holstein“ könne Familien mit geringeren Einkommen helfen, Eigentum zu bilden. Schließlich könne eine Erhöhung des Wohngelds Haushalten in Regionen mit höheren Mieten schnell und zielgerichtet helfen.
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