35.000 neue Wohnungen möglich

Haus & Grund zur Nachverdichtung von Kleinsiedlungen

(lifePR) ( Kiel, )
Der angespannte Wohnungsmarkt in Ballungsräumen bestimmt zur Zeit die politischen Debatten. Bauen, bauen, bauen schlagen Experten vor, um das Angebot an Wohnraum zu erhöhen. Bauland ist allerdings in den nachgefragten Regionen knapp und teuer. Gleichzeitig wird nur über Mietwohnungsbau diskutiert. Dabei beträgt die Eigentumsquote in Deutschland lediglich 45,5 Prozent, in Schleswig-Holstein laut Statistischem Bundesamt 51,5 Prozent.

Vor diesem Hintergrund erklärte Alexander Blažek, Vorstandsvorsitzender des Grundeigentümerverbands Haus & Grund Schleswig-Holstein, vor der heutigen Landespressekonferenz wörtlich:

„35.000 Immobilien lassen sich in Schleswig-Holstein für den Traum der eigenen vier Wände realisieren. Dafür müssen die Kleinsiedlungen nachverdichtet werden. Die Grundstücke in diesen Quartieren bieten erhebliches Potenzial. Die Preise sind moderat, weil die Immobilien zumeist in die Jahre gekommen sind. Haus & Grund gibt ein Gutachten in Auftrag, die Siedlungshäuschen zeitgemäß weiterzuentwickeln. Die Grundstücke sind groß genug, um eine zweite Baureihe zu realisieren. Um den Flächenverbrauch gering zu halten, bieten sich dafür Reihenhäuser oder zumindest Doppelhäuser an. Aus dem Verkaufserlös für den hinteren Grundstücksteil können die Bauherrn den Gebäudebestand modernisieren. Das ist für junge Familien attraktiv, die sich sonst kein Eigenheim leisten können. Dabei ist die eigene Immobilie die beste Altersversorgung. In den eigenen vier Wänden muss niemand Sorge haben, dass die Rente für die Miete nicht ausreicht.“

In Schleswig-Holstein gebe es laut Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (Kiel) zahlreiche Kleinsiedlungen mit einem Bestand von ca. 70.000 Immobilien. Neumünster sei zum Beispiel die „Siedlungshauptstadt“ Deutschlands, aber auch in den Großstädte Kiel und Lübeck gebe es zahlreiche Siedlungen wie zum Beispiel Kiel-Oppendorf oder Tannenberg sowie Lübeck Karlshof oder Israelsdorf. Die zumeist sehr großen Grundstücke, die früher der Selbstversorgung gedient hätten, seien mit sogenannten Typenhäusern bebaut. Diese hätte seinerzeit die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen geplant. Nach Aussage der Sachverständigen ließen sich diese Immobilien weiterentwickeln.

„Das Land muss jungen Familien mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung unter die Arme greifen, um die Eigentumsbildung zu ermöglichen. Die Kommunen müssen in die Hände spucken und zügig Bebauungspläne für diese Kleinsiedlungen erstellen oder weiterentwickeln, damit die zweite Baureihe realisiert werden kann. Dafür kann das aktuelle Programm des Innenministeriums „Neue Perspektive Wohnen“ genutzt werden, das 10 Millionen Euro zur Verfügung stelle,“ forderte der Verbandschef.

„Das Motto muss lauten PIMBY (Please in my backyard) statt NIMBY (Not in my backyard)!“ Das sagte Blažek im Hinblick auf die Herausforderung der Nachverdichtung. Nicht jeder Nachbar würde sich über Nachverdichtung freuen. Hier müsse die Kommunalpolitik Rückgrat zeigen. Einfamilienhausgebiete auf der grünen Wiese auszuweisen könne jeder. Das sei aber nicht nachhaltig. Haus & Grund schlage mit der Nachverdichtung von Kleinsiedelungen einen städtebaulich hochwertigen und nachhaltigen Plan vor. Vorhandene Infrastruktur würde genutzt und bestehende Immobilien nicht einfach abgerissen, sondern zeitgemäß weiterentwickelt.
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