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Haus der Kulturen der Welt

Feministische Vorstellungswelten im Dokumentar- und Kunstfilm der 1970er bis 1990er Jahre

(lifePR) (Berlin, )
 

No Master Territories
Feminist Worldmaking and the Moving Image
Ausstellung, Kino, Buch, Podcast 
Laufzeit: 19. Juni – 28. August 2022
Kuratorinnen: Erika Balsom und Hila Peleg
Presserundgang: 18. Juni 2022, 16 Uhr
individuelle Vorbesichtigungstermine können vereinbart werden
Eröffnung: 18. Juni 2022
Anmeldung via presse@hkw.de

Am 18. Juni eröffnet die Ausstellung No Master Territories: Feminist Worldmaking and the Moving Image im Haus der Kulturen der Welt. Anhand von über 80 Filmen und Videos untersucht sie, wie Künstler*innen und Filmemacher*innen das Bewegtbild als Inspirationsquelle für feministische Vorstellungswelten erschlossen haben. Die Ausstellung konzentriert sich in globaler Perspektive auf die prägende Zeit der 1970er bis 1990er Jahre und eröffnet einen umfassenden Blick auf die unterschätzten Begegnungen zwischen Feminismus und Film.

Einerseits ist der Feminismus heute längst im Mainstream angekommen. Andererseits muss er gegen ein neoliberales Idealbild des erfolgreichen Individuums verteidigt werden. Im Feld der zeitgenössischen Kunst haben sich hybride Formen zwischen Dokumentar- und Kunstfilm weitgehend etabliert. In diesen Zusammenhängen wirft die Ausstellung No Master Territories einen strategischen Blick in die Vergangenheit: Sie schaut auf die prägende Phase der 1970er bis 90er Jahre – um wegbereitende Arbeiten zu würdigen, aber auch um Antworten auf die Dringlichkeiten der Gegenwart zu finden.

Feminist Worldmaking and the Moving Image
MIT Press 
Herausgeberinnen: Erika Balsom und Hila Peleg
ISBN: 978-0-262-54452-8
Auf Englisch
Preis: 34 €
Erscheint im Juni 2022

Das Buch öffnet intersektionale, intergenerationale und internationale Perspektiven auf nicht-fiktionale Film- und Videoarbeiten von und über Frauen. Die Beiträge untersuchen Beispiele von aktivistischen Dokumentarfilmen bis hin zu Avantgarde-Experimenten aus den 1970er bis 1990er Jahren. Sie loten aus, inwiefern das Bewegtbild ein wesentlicher Bestandteil des feministischen Kampfes war – ein Mittel, um die Welt nicht allein abzubilden, sondern vielmehr neu zu gestalten. Die Beitragenden berufen sich auf Schlüsselfiguren des dekolonialen Filmemachens wie Trinh T. Minh-ha und Sarah Maldoror und erörtern, wie sich die Konflikte und Allianzen von Feminismus und antiimperialistischem Kampf in den Ausdrucksformen des Kinos äußerten. Dabei reflektieren und diskutieren sie Ästhetiken des Realismus, das Erzählen in der ersten Person, die Figur der Großmutter und die Frage, wie eine feministische Filmgeschichte aussehen könnte.
 
Mit Beiträgen von Helena Amiradżibi, Erika Balsom/Hila Peleg, Madeleine Bernstorff, Teresa Castro, Ayanna Dozier, Counter-Encounters (Onyeka Igwe/Laura Huertas Millán/Rachael Rakes), Forugh Farrokhzad, Safi Faye, Devika Girish, Elena Gorfinkel, Haneda Sumiko, Shai Heredia, Juliet Jacques, Sarah Keller, Julia Lesage, Beatrice Loayza, Françoise Maupin, Janaína Oliveira, Lakshmi Padmanabhan, Yasmina Price, Elizabeth Ramírez-Soto, Pooja Rangan, Lis Rhodes, Sara Saljoughi, Rasha Salti, Isabel Seguí, Chick Strand, Monika Talarczyk, Trinh T. Minh-ha, Françoise Vergès, Claudia von Alemann, Mitsuyo Wada-Marciano, Shilyh Warren, Giovanna Zapperi
 
Grafikdesign: Mevis & van Deursen  ­ ­­Informationen zum Besuch ­­­Aktuelle Öffnungszeiten: Täglich außer Di, 12–20h

Im gesamten HKW gilt die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske (ohne Ventil). Bitte informieren Sie sich vor dem Besuch über die tagesaktuellen Corona-Regelungen auf der jeweiligen Veranstaltungsseite.

Aktuelle Informationen für Besucher*innen unter hkw.de/besuch
 
No Master Territories versammelt die vielfältigen Praxen des Dokumentarischen und des Kunstfilms für einen intersektionalen Blick auf die oft unterschätzten Genealogien des feministischen Films und Videos. 
Das Projekt entfaltet sich über die Ausstellungshalle und das Kino des HKW und umfasst eine Ausstellung, ein sich wöchentlich wiederholendes Filmprogramm und Sondervorführungen. Quer durch globale und polyzentrische Geografien fragt die facettenreiche Präsentation, wie 
Künstler*innen und Filmemacher*innen die Verschränkung von Gender und Macht erkundet haben. Dabei legt sie Kontaktzonen frei, in denen Feminismus auf andere Gerechtigkeitskämpfe trifft.

Künstler*innen: Peggy Ahwesh, Chantal Akerman, Claudia von Alemann, Helena Amiradżibi, Michal Aviad, Marjorie Beaucage, Berwick Street Collective, Camille Billops/James Hatch, Susana Blaustein Muñoz, Tabea Blumenschein, Lizzie Borden, Dionne Brand/Ginny Stikeman, Byun Young-joo, Gloria Camiruaga, Anna Carini/Rony Daopulo/Paola De Martis/Loredana Dordi/Maria Grazia Belmonti/Annabella Miscuglio/Loredana Rotondo, Ann Carney/Barbara Phillips, Chaski Group, Sheba Chhachhi, Essie Coffey, Maricarmen de Lara, Gardi Deppe/Barbara Kasper/Brigitte Krause/Ingrid Oppermann/Tamara Wyss, Maya Deren, Deepa Dhanraj, Assia Djebar, Katherine Dunham, JoAnn Elam, Safi Faye, Frauenfilmgruppe München, Sara Gómez, Krystyna Gryczełowska, Gwendolyn, Barbara Hammer, Han Ok-hee, Haneda Sumiko, Idemitsu Mako, Mirha-Soleil Ross/Mark Karbusicky, Kate Millett/Sophie Keir, Mona Hatoum, Zora Neale Hurston, Ana Victoria Jiménez, Tina Keane, Olga Khodataeva/Nikolai Khodataev, Ketty La Rocca, Sandra Lahire, Maria Lassnig, Robin Laurie/Margot Nash, Angelika Levi, Mirentxu Loyarte, Nalini Malani, Sarah Maldoror, Marilú Mallet, Cecilia Mangini, Barbara McCullough, Annabella Miscuglio, Helke Misselwitz, Tracey Moffatt, Kitico Moreno, Mira Nair, Gunvor Nelson/Dorothy Wiley, Ulrike Ottinger, Paper Tiger TV, Letícia Parente, Alice Ann Parker (Severson), Pratibha Parmar, Qiu Miaojin, Lis Rhodes, Jocelyne Saab, Claudia Schillinger, Gundula Schulze Eldowy, Esfir Shub, Delphine Seyrig, Cauleen Smith, Penelope Spheeris, Chick Strand, Khady Sylla, Leslie Thornton, Abisag Tüllmann, Trinh T. Minh-ha, Agnès Varda, Vidéa, Drahomíra Vihanová, Joyce Wieland
 
Ausstellungsarchitektur: Kooperative für Darstellungspolitik 
Grafikdesign: Mevis & van Deursen
 
No Master Territories zeigt Arbeiten in den Ausstellungsräumen und in einem Kinoprogramm, das sich während der Laufzeit wöchentlich wiederholt. Screenings in Anwesenheit von Regisseur*innen und weiteren Beitragenden ergänzen die Ausstellung ebenso wie ein Podcast und ein Online-Cinema.
 
Die Ausstellung wird 2023 im Museum of Modern Art in Warschau gezeigt.
 
Mehr Informationen: hkw.de/NoMaster
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