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Pressemitteilung BoxID: 671229 (Hatje Cantz Verlag GmbH)
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Porträts der großen Meister im Fokus

»Selfies« von gestern bis heute

(lifePR) (Ostfildern, ) Das Bedürfnis nach Selbstdarstellung und -repräsentation ist keine Erfindung unserer Zeit: Schon in der Porträtmalerei des 18. und 19. Jahrhunderts war die Idealisierung in Bildern eine Selbstverständlichkeit. Die Publikation »Die Augen die Bilder« regt einen epochenübergreifenden Dialog an und vergleicht Porträts des französischen Impressionismus mit Malereien bis in die Gegenwart.

Der Katalog Die Augen der Bilder flankiert die gleichnamige Ausstellung im Museum Langmatt und stellt impressionistische Sammlungswerke zeitgenössischen Positionen gegenüber. Die Betrachtung bezieht sowohl einzelne Arbeiten aus dem Rokoko und Realismus sowie Porträts des 20. Jahrhunderts in die Gegenüberstellung ein. Um eine Vergleichbarkeit zwischen den Jahrhunderten zu ermöglichen, liegt der Schwerpunkt auf dem Medium der Malerei. Auch wenn sich hinsichtlich Stil und Technik seit dem französischen Impressionismus Grundsätzliches verändert hat, haben Themen wie Bewegung, Licht oder Flüchtigkeit bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren.

Im Dialog der Epochen zeigt sich allerdings ein grundsätzlicher Unterschied zwischen der Idealisierung von einst und Porträts von heute: In den historischen Werken spielt der Wunsch nach Repräsentation und Idealisierung eine zentrale Rolle. Auch wenn der historische Kontext der ausgestellten Porträts unterschiedlich ist, geht es zumeist darum, die Dargestellten »ins rechte Licht zu rücken«. Die gesellschaftliche Realität äußert sich aus gegenwärtiger Sicht nur sehr subtil. Die Arbeiten zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, längst befreit vom engen Korsett des Auftraggebers, fühlen hingegen der Gesellschaft den Puls: So sind soziale Verwerfungen wie Einsamkeit, existenzielle Zerrüttung oder Gewalt den Gesichtern eingeschrieben. In einer globalen Welt stellen sich Fragen nach Identität und Zugehörigkeit, nach Herkunft und Heimat. Für die Kunstschaffenden heute zeigt sich das 20. Jahrhundert gleichermaßen als Hypothek und Herausforderung. Unschuld und Unbefangenheit blieben auf der Strecke. Umso interessanter ist die Frage, wie zeitgenössische Kunstschaffende mit diesen Umständen umgehen und uns eine neue, erweiterte Sicht auf die alte Gattung des Porträts erlauben.

Der Katalog Die Augen der Bilder wählt einen ungewöhnlichen Vermittlungsansatz: In fiktiven Dialogen, Monologen und Gedichten kommen die Dargestellten und ihr Umfeld selbst zu Wort. Sie verwickeln uns ins Gespräch und verleiten zum Nachdenken. Ein Text von Isabel Zürcher lässt außerdem die digitale Realität des Porträts in den sozialen Medien aufscheinen. Jede Minute millionenfach über den Globus verschickt, hat das (fotografische) Porträt eine neue, manchmal erschreckende Dimension von Präsenz und Bedeutung erhalten, ohne die der Blick auf die Porträtmalerei kaum mehr möglich erscheint.

Mit Werken von: Michaël Borremans (* 1963), Maya Bringolf (* 1969), Marlene Dumas (* 1953), Klodin Erb (* 1963), Alexandra Meyer (* 1984), Uwe Wittwer (* 1954) und Luc Tuymans (* 1958) sowie Jean-Honoré Fragonard (1732 - 1806), Camille Corot (1796 - 1875), Gustave Courbet (1819 - 1877), Camille Pissarro (1830 - 1903), Edgar Degas (1834 - 1917), Mary Cassatt (1844 - 1926) sowie eine 10 Bilder umfassende Porträtgruppe von Pierre-Auguste Renoir (1841 - 1919).

Die Ausstellung Die Augen der Bilder läuft vom 17.9.-10.12.2017 im Museum Langmatt in Baden.

DIE AUGEN DER BILDER
PORTRÄTS VON FRAGONARD BIS DUMAS

Texte von Markus Stegmann, Isabel Zürcher
Deutsch, Englisch
2017. 128 Seiten, 45 Abb.
Leinen
20,00 x 23,00 cm
ISBN 978-3-7757-4334-1

35,00 EUR

 

Hatje Cantz Verlag GmbH

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