Mittwoch, 21. Februar 2018


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Was bedeuten die Lebensentwürfe junger Mediziner für die Versorgung von morgen?

Berlin, (lifePR) - Der Hartmannbund widmet sich auf seiner diesjährigen Hauptversammlung in Potsdam der Zukunft des Arztberufes und den Erwartungen angehender Ärztinnen und Ärzte. Unter dem Motto "Neue Wege: Die Lebensentwürfe junger Mediziner und was sie für die Versorgung bedeuten" treffen am 26. Oktober Gesundheitsminister Daniel Bahr und weitere namhafte Diskutanten der Gesundheitspolitik aufeinander. In Workshops zu den Themen "Arbeitsbedingungen am Krankenhaus", "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" und "Landärztemangel" sollen Grundsteine für die Entwicklung von Zukunftskonzepten des Hartmannbundes gelegt werden.

"Die jungen Ärztinnen und Ärzte sind unsere Zukunft. Wer die Vorstellungen dieser jungen Menschen nicht zur Kenntnis nimmt, kann seine Gesundheitspolitik ad acta legen. Wir werden die entscheidenden Themen anpacken und wollen Plattform sein für Wünsche, Anregungen und Konzepte der künftigen Medizinergeneration", sagte der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt. Mit dieser thematischen Schwerpunktsetzung bleibt der Hartmannbund seinem über das Jahr entwickelten "roten Faden" treu. Denn maßgebliche Grundlage für Diskussionen und Arbeitsgruppen sind die Ergebnisse zweier großer Umfragen des Verbandes unter seinen Medizinstudierenden und - gerade erst abgeschlossen - seinen Assistenzärzten. Beide Umfragen machen vor allem deutlich: Die Ärztinnen und Ärzte der neuen Generation haben auf den Arztberuf eine neue und andere Perspektive.

"Die Ärztegeneration von morgen will ihre eigenen Wege gehen und individuell Schwerpunkte setzen. Vor allem will sie offenbar entschlossener als die Generationen zuvor ihre berufliche Tätigkeit und ein ausgefülltes Privatleben miteinander vereinbaren", sagte Reinhardt. Die sogenannte Work-Life-Balance sei schon lange kein leeres Schlagwort mehr, sondern gelebte Realität - mit all ihren Folgen für die Berufs- und Arbeitswelt. Vor allem für die medizinische Versorgung stelle dies eine außerordentliche Herausforderung dar, der sich die Politik, die Arbeitgeber und die Ärzteschaft dringend stellen müssten.

Flexible Arbeitsplatzmodelle, planbare Arbeitseinsätze, die korrekte und vollständige Erfassung von Arbeitszeiten, aber auch ein anderer, nicht minder hoher Anspruch an Qualität und Angebot des Lebensumfeldes -die Antworten der jungen Mediziner zeigen, dass dies nur Aspekte sind, die beispielhaft für die sich verändernden Bedürfnisse stehen. Vor diesem Wertewandel die Augen zu verschließen, hieße die Abwanderung junger Mediziner in andere Berufszweige, in denen sie diese Bedingungen besser erfüllt sehen, tatenlos hinzunehmen, so Reinhardt. "Nur wenn es gelingt, tradierte Strukturen und Berufsbilder in Übereinstimmung mit der in weiten Teilen veränderten Erwartungshaltung der potenziellen und dringend benötigten Mediziner von morgen in Einklang zu bringen, werden wir noch eine ausreichende Zahl junger Frauen und Männer für den kurativen Dienst an ihren Mitmenschen gewinnen", zeigte sich der Hartmannbund-Vorsitzende überzeugt. Gelinge dies nicht, sei die medizinische Versorgung dauerhaft gefährdet.

Diese Gefahr sieht Hartmannbund-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Volker Harth auch durch das Ergebnis der Umfrage unter den Assistenzärzten belegt. "Wir fühlen uns bestätigt, dass bei den jungen Kolleginnen und Kollegen an den Kliniken in Teilen erhebliche Unzufriedenheit herrscht", sagte Harth. Wie bereits in der Studierendenumfrage zeige sich, dass die Arbeitsbedingungen an den Krankenhäusern, die fehlende Vereinbarkeit von Familie und Beruf und auch Mängel bei der Weiterbildung den jungen Ärztinnen und Ärzten unter den Nägeln brennen.

Wie genau sich die Nachwuchsmediziner ihren Arbeitsplatz der Zukunft vorstellen, hat der Ausschuss der Medizinstudierenden des Hartmannbundes in einem Positionspapier erarbeitet. Dieses finden Sie ebenso auf der Homepage des Hartmannbundes wie das komplette Programm der Hauptversammlung sowie die Ergebnisse der Hartmannbund-Umfrage unter den Assistenzärzten.

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