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Pressemitteilung BoxID: 441771 (Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.)
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Reinhardt warnt vor weiterer Spaltung der Ärzteschaft

(lifePR) (Berlin, ) Vor dem Hintergrund der von der KBV angedrohten Außerkraftsetzung des neuen Hausarzt-EBM zum 1. Januar, sollten die geforderten Nachbesserungen von den Kassen nicht erfüllt werden, warnt der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, vor Schnellschüssen. "Die Entscheidung der KBV-Vertreterversammlung halten wir für außerordentlich problematisch gegenüber den Ärzten, die gerade erst mit dem zum 1. Oktober geänderten EBM klar kommen müssen." Eine solch abrupte Kehrtwende werde zu einer großen Verunsicherung bei den Ärzten führen. "Wenn sich die Selbstverwaltung beweisen will, darf dies am Ende nicht auf dem Rücken der betroffenen (Haus-)Ärzte ausgetragen werden", sagte Reinhardt und fordert die KBV auf, unverzüglich Gespräche mit den Kassen aufzunehmen und weitere öffentliche Debatten zu vermeiden, "da ansonsten der Selbstdemontage der Selbstverwaltung Vorschub geleistet wird". Parallel dazu seien KBV und KVen gefordert, die mögliche technische und informelle Umsetzung des Beschlusses vorzubereiten und entsprechend zu kommunizieren.

Vor dem Hintergrund der Diskussion in der KBV-Vertreterversammlung warnte Reinhardt außerdem vor einer Spaltung des KV-Systems. Bei allem Anspruch, die haus- und fachärztlichen Honorare getrennt weiterzuentwickeln, dürfe dies nicht zu einer weiteren Spaltung der Ärzteschaft und letztlich auch der Versorgung führen. Hier seien Augenmaß und die nötige Portion Kompromissbereitschaft gefordert, wenn sich die Ärzteschaft nicht selbst paralysieren wolle. Auch im Sinne der Patientinnen und Patienten müsse Versorgung weiterhin ein geschlossener und ganzheitlicher Prozess von hausärztlicher und fachärztlicher Ebene bleiben.