Samstag, 18. November 2017


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Reinhardt stellt Gesetzlichen Krankenkassen kritisches Jahreszeugnis aus

Gesundheitspolitisches Klima belastet

Berlin, (lifePR) - Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, hat den Gesetzlichen Krankenkassen für 2012 ein kritisches Jahreszeugnis ausgestellt. "Die Kassen haben das politische Klima im Gesundheitswesen mutwillig in Frage gestellt und stark belastet. Sie haben immer häufiger die reine Kostenbegrenzung über die Frage der Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten gestellt und dabei keine Gelegenheit ausgelassen, die Ärzteschaft zu diskreditieren", sagte Reinhardt. Dass die Barmer am Ende des Jahres noch einmal eine Studie präsentierte, die den sich längst abzeichnenden Ärztemangel ausdrücklich bestreite, passe bestens ins Bild der über das Jahr verteilten Nadelstiche gegen die Sicherung der medizinischen Versorgung durch qualifizierte Ärztinnen und Ärzte in Krankenhäusern und Praxen. Am Ende solle damit der Boden für den Weg in eine Medizin bereitet werden, die - nicht zuletzt durch den Einsatz nichtärztlichen Personals ­- immer stärker auf Kostendämpfung setze, statt auf bestmögliche Versorgung.

Die wiederholte, kühl kalkulierte Leugnung des unverkennbaren Fakts des Ärztemangels belege die langfristige Strategie der Kassen: "Versorgung soll künftig in immer größerem Umfang von Nicht-Ärzten geleistet werden. Erst wird der Ärztemangel klein geredet, später wird die Unterversorgung beklagt und dann werden kurzfristig greifende Billiglösungen präsentiert - zu Lasten einer qualitativ hochwertigen Versorgung", zeigte sich Reinhardt überzeugt. Mit ihrer beharrlichen Weigerung, Ärztemangel als Fakt anzuerkennen, entzögen sich die Kassen ganz bewusst ihrer Verantwortung, durch die Schaffung besserer Rahmenbedingungen wieder mehr junge Mediziner für den Arztberuf und die kurative Tätigkeit zu gewinnen. Dabei seien Initiativen, den Arztberuf für junge Menschen wieder attraktiver zu machen, im Sinne einer qualifizierten Patientenversorgung notwendiger denn je. Dies, so Reinhardt, hätten in den vergangenen Monaten gerade auch die vom Hartmannbund durchgeführten Umfragen unter seinen Medizinstudierenden und Assistenzärzten nachdrücklich belegt. Reinhardt: "Stattdessen rechnen die Kassen lieber die Versorgung schön oder wiederholen auf der Grundlage fragwürdiger Erhebungen ihre Vorwürfe einer mangelnden Arbeitsmoral bei Ärztinnen und Ärzten". Damit bewegten sie sich immer häufiger am Rande der sozialen Verantwortungslosigkeit.

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