Jahresbericht 2016 der Handelskammer: Wirtschaft im Land Bremen auf gutem Kurs / Mittelstand weiter fit machen für Digitalisierung

(lifePR) ( Bremen, )
Unter dem Motto "Menschen, Märkte, Missionen" hat die Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven ihren Bericht für das Jahr 2016 vorgestellt. Demnach ist die Wirtschaft im Land Bremen auf einem guten Kurs. Die Wirtschaftsleistung ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr mit rund 2,5 Prozent erneut deutlich gestiegen und liegt über dem Bundesdurchschnitt von 1,9 Prozent. Dies hat sich positiv auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg um 2,5 Prozent auf 319.000. Dies ist im Vergleich zum Bund (2,0 Prozent) ein  überdurchschnittliches Beschäftigungswachstum.

Harald Emigholz, Präses der Handelskammer Bremen, erklärte bei der Vorstellung des Jahresberichts, die Unternehmen in Bremen und Bremerhaven würden zunehmend die Veränderungen durch die Digitalisierung spüren. "Digitale Transformationsprozesse erfassen besonders die Industrie", so Emigholz. "Bremen hat neben den großindustriellen Produzenten einen soliden, inhabergeführten industriellen Mittelstand. Dieser muss sich jetzt fit machen für die Anforderungen der Wirtschaft 4.0."

Auch in anderen Branchen – vom Einzelhandel bis zur Logistik – werden sich Geschäftsprozesse grundlegend verändern. „Wir wollen die Digitalisierung der Wirtschaft im Land Bremen weiter voranbringen“, kündigte Emigholz an. Die Handelskammer werde 2017 Beratungs- und Informationsangebote für Unternehmen organisieren und sich an einer bundesweiten Kampagne beteiligen, die digitale Vorreiter verschiedener Branchen sichtbar machen will.

Im Zusammenhang mit der positiven wirtschaftlichen Entwicklung des Landes Bremen erläuterte Dr. Matthias Fonger, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Bremen, mögliche Konjunkturrisiken: "Die Verunsicherung über den künftigen Kurs der USA belastet viele Unternehmen. Auch in Europa gewinnen freihandelskritische Stimmungen an Boden. Insbesondere die exportorientierte Bremer Wirtschaft profitiert aber von offenen Märkten, besonders dank ihrer gut ausgebildeten Fachkräfte und ihres Internationalisierungskurses. Dafür müssen wir weiter eintreten."

Insgesamt rechnet die Handelskammer mit einem fortlaufenden Wachstum der bremischen Wirtschaft im Jahr 2017. Dabei wird die Konjunktur weiterhin durch eine starke Binnennachfrage in Deutschland gestützt. "Allerdings erwarten wir auch, dass das Wirtschaftswachstum 2017 etwas geringer als im abgelaufenen Jahr ausfällt", sagte Dr. Fonger.

Präses Emigholz betonte, das Land Bremen müsse seine Stärke als Automobilstandort noch besser nutzen: "Wir profitieren von der Kompetenz der Metropolregion Nordwest im Cluster Automotive. Bremen könnte sich besonders im Zukunftsfeld E-Mobility positionieren. Hier gibt es die allerbesten Voraussetzungen für ein digitales Testfeld für automatisiertes und vernetztes Fahren."

Neben der Digitalisierung stehen bei der Handelskammer weitere Themen für das Jahr 2017 auf der Agenda. So tritt sie für eine zügige Umsetzung des Bundesverkehrswegeplans in Bremen und Bremerhaven ein. "Um Küsten und Häfen besser anzubinden ist der zügige Bau der Küstenautobahn A 20 ein zentrales Infrastrukturprojekt", betonte Präses Emigholz. "Daneben ist der zeitnahe Ringschluss um Bremen, die A 281, dringlich. Der Bau des Offshore Terminals Bremerhaven bleibt ein wichtiger Baustein für die wirtschaftliche Entwicklung Bremerhavens und eine notwendige Investition in das Gelingen der Energiewende."

Damit Jugendliche der allgemeinbildenden Schulen besser den Übergang in das Berufsleben schaffen, soll der Pakt für Ausbildung neu ausgerichtet werden. Weiterhin setzt sich die Kammer dafür ein, Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeit zu integrieren. Hauptgeschäftsführer Dr. Fonger sagte: "In der bremischen Wirtschaft gibt es eine große Bereitschaft, Geflüchtete betrieblich zu integrieren." Nach einer Umfrage der Kammer beschäftigen fast ein Drittel der Unternehmen schon jetzt Flüchtlinge oder planen, dies in den nächsten zwei Jahren zu tun. Das Projekt "Willkommenslotsen" in der Handelskammer unterstützt Unternehmen in allen praktischen Fragen zur Beschäftigung Geflüchteter.

Außerdem will sich die Handelskammer dafür stark machen, die Attraktivität der Innenstädte in Bremen und Bremerhaven zu steigern. Auswirkungen auf das Land Bremen, die sich durch Veränderungen in Europa ergeben, will sie kritisch begleiten. Wie Bremen von nationalen und internationalen Megatrends profitieren kann, soll im Laufe des Jahres im Rahmen der Initiative "Perspektive Bremen-Bremerhaven 2030" vorgestellt werden.
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