Sonntag, 26. Februar 2017


  • Pressemitteilung BoxID 134303

IHK Nord fordert Senkung der Lotsabgaben

Die IHK Nord fordert eine Senkung der Lotsabgaben durch den Bund, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Seehäfen vor allem im Vergleich zu den Westhäfen zu sichern

(lifePR) (Bremen, ) Die deutschen Seehäfen sind von elementarer Bedeutung für die deutsche Wirtschaft. Mehr als die Hälfte des interkontinentalen deutschen Außenhandels wird über die deutschen Seehäfen abgewickelt, gleichzeitig importiert Deutschland einen Großteil seines Energie- und Rohstoffbedarfs über diese Häfen. Den deutschen Seehäfen kommt damit eine Schlüsselfunktion für die gesamte deutsche Wirtschaft zu. "Zur Sicherstellung der zukünftigen Attraktivität der deutschen Seehäfen ist neben einem bedarfsgerechten Ausbau der Infrastruktur im Zu- und Ablaufverkehr auch für wettbewerbsfähige Kosten für die Schifffahrt Sorge zu tragen", so IHK-Nord Präsident Uwe Möser.

Die gesamten Hafenanlaufkosten eines Schiffes spielen bei der Hafenauswahl und Hafenanlaufstrategie der Reeder eine bedeutende Rolle. Die Hafenanlaufkosten werden zum einen durch die Preisgestaltung privater Hafendienstleistungsunternehmen (z.B. Schlepper-, Festmacher- oder Umschlagbetriebe), zum anderen durch öffentlich-rechtliche Entgelte wie Hafengebühren, Lotsgelder und Lotsabgaben bestimmt. Dabei werden die Hafengebühren von den Hafenverwaltungen auf kommunaler und Landes-Ebene geregelt. Der Bund hat über die Lotsabgabe die Möglichkeit, Einfluss auf die Höhe der gesamten Lotskosten auszuüben. Im Gegensatz zum so genannten Lotsgeld, das Schiffe für die Leistungen der Seelotsen zu entrichten haben, ist die Lotsabgabe ein öffentliches Entgelt an den Bund, mit dem die Kosten für die Bereitstellung der Lotseinrichtungen gedeckt werden sollen.

Gemäß § 45 Absatz 3 Seelotsgesetz sind die Lotsabgaben so zu bemessen, dass ihr Aufkommen höchstens die öffentlichen Ausgaben für Zwecke des Seelotswesens deckt - dabei ist das öffentliche Interesse an der Förderung des Verkehrs zu berücksichtigen. Da derzeit verstärkt Liniendienste und damit Umschlagvolumen von den deutschen Seehäfen in Richtung Westhäfen - insbesondere nach Rotterdam - verlagert werden, besteht aus Sicht der IHK Nord dringender Handlungsbedarf. Diese Entwicklung ist auch auf die dort mit Hilfe von Subventionen durch den niederländischen Staat abgesenkten Lotskosten zurückzuführen.

Die IHK Nord ist ein Zusammenschluss 13 norddeutscher Industrie- und Handelskammern aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Sie vertritt mehr als 600.000 Unternehmen in Norddeutschland und stützt sich auf rund 20.000 ehrenamtlich engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer. Arbeitsschwerpunkte sind die Hafenwirtschaft, die maritime Technologie, die Verkehrsinfrastruktur, die Tourismuswirtschaft und die Industrie.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

www.moluna.de –Trendthema Puzzle als eigene Kategorie!

, Freizeit & Hobby, Moluna GmbH

Der große Hit auf der Nürnberger Spielwarenmesse 2017 hat viele Besucher überrascht: Ein Trend in diesem Jahr – PUZZLEN! Was kurz nach unseren...

10. Oster-Tanzgala - Weltklasse Tanzsport am 15. April 2017 in Bad Harzburg

, Freizeit & Hobby, Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe der Stadt Bad Harzburg GmbH

Tanzsport in Bad Harzburg hat beim Casino-Tanzclub Rot-Gold e.V. seit 50 Jahren Tradition. So veranstaltet der Verein bereits seit mehr als 48...

Besucherrekord in den Bensheimer Bädern

, Freizeit & Hobby, GGEW, Gruppen-Gas- und Elektrizitätswerk Bergstraße Aktiengesellschaft

2016 war ein erfolgreiches Jahr für die Bensheimer Bäder, die von der GGEW AG betrieben werden. Das Basinus-Bad kann einen Besucherrekord vermelden....

Disclaimer