Jahresbilanz 2018 im Hainich

Das Jubiläumsjahr "20 Jahre Nationalpark" war bestimmend

(lifePR) ( Bad Langensalza, )
2018 stand ganz im Zeichen des Jubiläums „20 Jahre Nationalpark Hainich“. Schon Ende 2017 startete eine Werbekampagne, deren Elemente im Laufes dieses Jahres immer wieder zum Einsatz kamen: Werbung in ICE-Zügen, auf dem Bahnhof Erfurt, auf Bussen, auf einer Sonderbriefmarke, im Veranstaltungsprogramm „Mitmachen“, auf eigenen Postkarten, Werbebannern und vielem mehr. Anlässlich des Jubiläums wurde auch ein großformatiger Kalender für 2018 mit beeindruckenden Waldbildern erstellt.

Zielsetzung war es, 2018 nicht nur eine große Veranstaltung durchzuführen, sondern entsprechend der Vielfalt im Nationalpark an verschiedenen Orten unterschiedliche Gruppen anzusprechen. Den Auftakt bildete im Januar der Jahresempfang des Unstrut-Hainich-Kreises, wo Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund vor prächtiger Kulisse – der Hainichwald als Fotowand mit blühendem Bärlauch – Hauptrednerin war. Ein Fotowettbewerb wurde gestartet. Im März wurde in Anwesenheit des Fotografen Thomas Stephan im Nationalparkzentrum an der Thiemsburg die Ausstellung „Ein Wald im Wandel“ mit seinen Bildern eröffnet. Die Ausstellung und ein dazugehöriges Buch zeigen 20 Jahre Wildnis-Entwicklung auf ausgewählten Flächen. Ende März stellte Andreas Kieling, Botschafter für den Nationalpark Hainich, vor rund 500 Gästen seinen Film „Wälder, Wildnis, wilde Tiere“ vor. Von Mitte Mai an war der Hainich für einige Wochen in der Vertretung des Freistaates Thüringen in Berlin präsent.

Ein besonderer Höhepunkt war die Festveranstaltung Ende Mai im Kaisersaal in Erfurt, wo vor mehr als 200 Gästen u.a. Ministerpräsident Bodo Ramelow die beeindruckende Entwicklung des Nationalparks für Mensch und Natur würdigte. Im Juni war dann auf dem Gelände der Jugendherberge Urwald-Life-Camp auf dem Harsberg das Nationalparkfest mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm. Im September standen die Kinder im Mittelpunkt: Rund 2.500 Besucher konnten beim Kinderfest im Wildkatzendorf Hütscheroda gezählt werden. Ebenfalls an Kinder richtete sich der Aufruf zu einem Malwettbewerb: Unter der Überschrift „Mein schönstes Urwaldbild“ wurden 364 Bilder eingereicht, die derzeit noch in einer Sonderausstellung im Nationalparkzentrum zu sehen sind. Den Abschluss der großen Veranstaltungen bildete das Nationalparkforum in Bad Langensalza im November, wo die ökonomischen Auswirkungen des Nationalparks auf die Region vorgestellt wurden.

Daneben fanden noch viele kleinere Veranstaltungen extra zum Jubiläum statt, so z.B. einmal im Monat ein Spaziergang am Sonntagnachmittag mit Nationalparkleiter Manfred Großmann: „Ich bin sehr zufrieden mit diesem Jahr. So viele Glückwünsche, Lob und Anerkennung von vielen Menschen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und es gab noch zwei andere wichtige Ereignisse 2018, die für die Wildnisentwicklung von besonderer Bedeutung sind: Im Januar hat ein Luchs im Nationalpark seine Spuren hinterlassen und konnte sogar fotografiert werden, und der Sturm „Friederike“ hat wenige Tage später auf manchen Flächen ebenfalls seine wilden Spuren hinterlassen.“

Einige Zahlen:


Besucherzahlen gesamt: 330.000 (2017: 345.000)
Besucher am Baumkronenpfad: 165.000 (2017: 167.600)
Besucher Wildkatzendorf: 29.500 (2017: 28.700)
Führungen, Vorträge, Eröffnungen, Festveranstaltungen mit insgesamt 16.000 Teilnehmern und Besuchern, davon allein 5.000 Schüler bei Führungen
000 Fans auf der Facebook-Fanpage zum Jahresende 2018


Weitere wichtige Ereignisse 2018 waren:


Im Mai wurde eine umfangreiche landeskundliche Darstellung der Hainichregion als Buch präsentiert
Die Ausstellung an der Thiemsburg wurde umfassend zum Thema „UNESCO-Welterbe Buchenwälder“ ergänzt.
Aus Nationalparken in der Ukraine und Albanien mit Buchenurwäldern konnten Mitarbeiter hier im Hainich begrüßt werden
Im Herbst fand in Kammerforst ein großes Treffen von Forschungsmitarbeitern aus allen deutschen Nationalparken statt


2019 gilt es, weiter an der Qualität des Nationalparks zu arbeiten, Bestehendes zu bewahren, weiterzuentwickeln und behutsam Neues hinzuzufügen. An geplanten neuen Projekten sind zu nennen:


Im Brunstal wird im April der neue „Pfad der Begegnung“ vorgestellt
An der Thiemsburg wird ein neuer barrierefreier Weg entstehen
Ebenfalls an der Thiemsburg wird eine neue Spielewelt „Im Reich des Fagati“ entwickelt (hierzu hatte kürzlich Wirtschaftsminister Tiefensee der Stadt Bad Langensalza 720.000 Euro Fördermittel überreicht)
Im Wildkatzendorf Hütscheroda soll eine größere Katze präsentiert werden, nämlich der Luchs, sowohl in der Ausstellung in der Wildkatzenscheune als auch als lebendes Exemplar in einem neuen Gehege direkt neben den Wildkatzen


Auch naturschutzfachlich ist Interessantes zu erwarten:


Ende 2019 wird das Forschungsprojekt „Wildschwein“ abgeschlossen und soll Aufschluss über die Interaktionen zwischen Nationalpark und Umfeld geben
Weiter in Bearbeitung ist der neue Nationalparkplan. Im Vorgriff darauf werden in diesen Tagen auf einigen Flächen Büsche und Sträucher entfernt, um die Beweidung auf 10 % der Nationalparkfläche zu sichern. Damit soll der Beitrag des Nationalparks zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 gesichert werden
Die 3. Waldinventur, d.h. eine Erfassung von Bäumen und Strukturen alle 10 Jahre, beginnt und wird Aufschluss darüber geben, wie weit der Hainich auf seinem Weg zum „Urwald mitten in Deutschland“ vorangeschritten ist


Noch eine gute Nachricht zum Schluss: Ab Anfang Juni soll eine neue Buslinie zwischen Eisenach und Bad Langensalza Wildkatzendorf und Baumkronenpfad besser erreichbar machen. Das ist sowohl für die Besucher als auch Anwohner eine deutliche Verbesserung des ÖPNV.
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