Neue Publikation des Grimme-Instituts: "Schriftenreihe zur Digitalen Gesellschaft NRW"

Erster Band der neuen Reihe widmet sich den Onlinern unter den Älteren

(lifePR) ( Marl, )
Nachdem sich die "Schriftenreihe Medienkompetenz NRW" in sieben Jahren und 14 Bänden so unterschiedlichen Bereichen wie nachhaltiger Mediennutzung, politischer Teilhabe, Verbraucherschutz im Netz und Informationskompetenz gewidmet hat, startet im Jahr 2013 die neue "Schriftenreihe zur Digitalen Gesellschaft NRW", die aktuelle Entwicklungen und Phänomene einer immer digitaler werdenden Gesellschaft erläutern und kommentieren wird.

Gefördert wird auch die neue Schriftenreihe von der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein- Westfalen, Dr. Angelica Schwall-Düren. "Bereits mit den 14 Bänden der 'Medienkompetenz'-Reihe entstanden Artikel zu einer Reihe spannender Aspekte der Mediennutzung, die wissenschaftliche Ansätze mit praktischer Umsetzung verknüpften. Die Veröffentlichungen der neuen Reihe zur Digitalen Gesellschaft NRW werden diese bewährte Praxis fortsetzen, verstehen sich selbst jedoch als Beitrag zum Diskurs über all die Entwicklungen, die in einer zunehmend medial vermittelten und auch medial (mit-)gestalteten Öffentlichkeit zu beobachten sind."

Den Auftakt zur neuen Reihe macht der Band "Senioren im Web 2.0 - Beiträge zu Nutzung und Nutzen von Social Media im Alter". Er beleuchtet, auf welche Weise Ältere mit Internet und Social Media aktiv werden: Die Zahl der Onliner über 60 wächst von Jahr zu Jahr, dennoch, so die Herausgeber des Bandes, Cathrin Bengesser und Thomas Tekster: "Ein Internetanschluss macht noch keinen Onliner".

Die Beiträge von Autoren wie unter anderen Elvira Schmidt (Wikimedia), Prof. Heinz Moser (PH Zürich), Kristin Narr (ikosom Berlin) und Katja Herrmanny (Universität Duisburg-Essen) zeichnen ein differenziertes Bild der älteren Onliner und veranschaulichen deren Nutzung des Web 2.0. Wissenschaft und Praxis zeigen, welche Anwendungsmöglichkeiten die "sozialen Medien" im Alter haben, wie Senioren und Seniorinnen an sie herangeführt werden können und wie Teilhabe im Netz hilft, Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen. Beispiele hierfür: Sich online mit Freunden vernetzen, neue Kontakte in Communitys knüpfen und Freizeittipps austauschen, Wissen in Wikis sammeln oder sich die Familie übers Internet zum gemeinsamen Fernsehabend ins Wohnzimmer holen.

"Um wirklich Teil der digitalen Gesellschaft zu werden, müssen Seniorinnen und Senioren auch Anschluss an die Communitys und sozialen Netzwerke finden, die die Lebenswelt der jüngeren Generationen bereits entscheidend prägen", erklärt Cathrin Bengesser. Über das Web 2.0 lässt sich nicht nur mit Freunden und Familie kommunizieren, es bietet älteren Menschen auch die Möglichkeit, ihre Erfahrungen weiterzugeben und ihren sozialen Nahraum aktiv mitzugestalten. "Web 2.0 ist keine Frage des Alters, sondern eine Frage der Neugier und der persönlichen Ziele", so sieht Thomas Tekster das Potenzial für gesellschaftliches Engagement, das in der Nutzung von Social Media durch Ältere steckt.

Der Beitrag von Guido Brombach (Titel: "Spielerische Heranführung älterer Menschen an soziale Netzwerke") ist als Leseprobe auf der Verlagsseite zum Buch verfügbar:
http://kopaed.de/dateien/Leseprobe_Beitrag_Brombach.pdf.

"Das Netz", so Grimme-Direktor Uwe Kammann, "ist ganz wesentlich durch eine Entgrenzung und eine Auflösung bisheriger Kommunikationsstrukturen und früherer Hierarchien gekennzeichnet. Dies gilt natürlich auch für die Nutzergruppen. Insofern ist es nur natürlich und ausgesprochen positiv, dass auch ältere Menschen mehr und mehr in die Netzaktivitäten eingebunden sind und sich selbst mehr und mehr einbringen."

Die "Schriftenreihe Digitale Gesellschaft NRW" wird unterstützt von der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Angelica Schwall-Düren. Das Grimme-Institut ist mit der Projektleitung betraut.
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