Montag, 23. April 2018


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Informationskompetenz im Kindes- und Jugendalter

Neuer Band der Schriftenreihe Medienkompetenz des Landes NRW veröffentlicht

Marl, (lifePR) - Das Thema "Informationskompetenz im Kindes- und Jugendalter" steht im Mittelpunkt des heute erschienenen 14. Bandes der Schriftenreihe Medienkompetenz des Landes NRW. Die Beiträge präsentieren neuste Forschungsergebnisse und zeigen: Die Art der Nutzung digitaler Medien von Kindern und Jugendlichen ist von zentraler Bedeutung.

Die Schriftenreihe Medienkompetenz des Landes NRW dient der ausführlichen Auseinandersetzung mit aktuellen Themen der digitalen Gesellschaft aus Expertensicht. Nachdem im September 2012 mit dem 13. Band der Schriftenreihe, "E-Partizipation als Herausforderung" die verschiedenen Formen mediengestützter Teilhabe in den Mittelpunkt gestellt wurden, widmet sich der neue Band nun Fragen der Erfassung und Förderung von Informationskompetenz durch pädagogischdidaktische Maßnahmen in Schulen und Bibliotheken, aber auch durch die technische Gestaltung von Suchhilfen.

"Mit beiden Bänden wird das Portfolio an qualifizierten Beiträgen zur Medienkompetenz vergrößert", so Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen. "Wir freuen uns, dass wir die Publikation unterstützen können, die theoretische Einsichten wie auch praxisorientiertes Handlungswissen vermittelt."

Zehn Beiträge widmen sich im neuen Band zur Informationskompetenz den verschiedenen Aspekte des Themas. Dr. Harald Gapski und Thomas Tekster (beide Grimme-Institut) geben in ihrer Einleitung eine Übersicht zum aktuellen Forschungsstand. Thomas Rathgeb (Landesanstalt für Kommunikation, Baden-Württemberg) relativiert in seinem Beitrag das Stereotyp der "Google-Generation" und zeigt, dass Kinder und Jugendliche im Alltag nicht zwangsläufig immer das Internet als erste Informationsquelle heranziehen. Die Soziologen Christine Feil, Christoph Gieger und Alexander Grobbin (Deutsches Jugendinstitut, München) präsentieren erste Ergebnisse ihrer empirischen Studie "Informationsverhalten von Kindern im Internet". Dabei zeigen sie, auf welche Weise Kinder-Suchmaschinen von diesen genutzt werden.

Yvonne Kammerer und Maja Bohnacker (Leibnitz-Institut für Wissensmedien, Tübingen) diskutieren Lösungsansätze, wie Kinder erfolgreicher im Internet recherchieren können. Dabei gehen sie konkret auf die besondere Bedeutung von elektronischen Suchhilfen ein. Matthias Ballod, Professor für Fachdidaktik an der Martin-Luther- Universität (Halle-Wittenberg), legt den Fokus auf den Einsatz von Google im Unterricht und argumentiert, dass Schülerinnen und Schüler durch den Auf- und Ausbau von Methoden- und Sprachkompetenz ihre Recherchefähigkeiten erheblich verbessern können.

Marco Fileccia (Elsa-Brändström-Gymnasium, Oberhausen) definiert Informationskompetenz für den schulischen Einsatz und gibt Lehrerinnen und Lehrern anhand konkreter Beispiele einen Leitfaden an die Hand. Margret Datz (Grundschule Jungeroth, Buchholz) fordert eine frühzeitige Gewöhnung von Kindern an eine Informations- und Suchkultur, damit sie diese Kompetenz als Jugendliche und Erwachsene gezielt einsetzen können.

Die Erfassung und Messung der Informationskompetenz von Schülerinnen und Schülern steht im Mittelpunkt des Beitrags von Dr. Michael Balceris (Universität Paderborn). Aus bibliothekarischer Sicht berichtet Heike vom Orde (Internationales Zentralinstitut für das Jugendund Bildungsfernsehen, München) über Initiativen und Konzepte wissenschaftlicher und öffentlicher Bibliotheken zur Förderungen der Informationskompetenz.

Der neue Band der Schriftenreihe Medienkompetenz des Landes NRW schließt mit zwölf Thesen zur Informationskompetenz, die Dr. Harald Gapski und Thomas Tekster (beide Grimme-Institut) als Fazit des Bandes präsentieren.

Zu beziehen ist die aktuelle Ausgabe über den kopaed-Verlag.

Zusätzliche Hintergrundinformationen im Internet unter:
www.grimme-medienkompetenz.de und
www.grimme-institut.de/schriftenreihe.

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