EUNIC kann europäische Auswärtige Kulturpolitik mitgestalten

Hans-Georg Knopp zieht Resümee seiner Präsidentschaft

(lifePR) ( München, )
Der Generalsekretär des Goethe-Instituts Hans-Georg Knopp übergab nach einem Jahr die EUNIC-Präsidentschaft turnusgemäß an seinen dänischen Kollegen Finn Andersen. Die Vereinigung nationaler Kulturinstitute in der Europäischen Union EUNIC hat sich unter der Präsidentschaft von Knopp nicht nur institutionell und inhaltlich weiterentwickelt, sondern ist auch ein zentraler Ansprechpartner der Europäischen Kommission geworden.

"Wir sind auf dem Weg zu einer systematischen langfristigen Zusammenarbeit der europäischen Kulturinstitute einen entscheidenden Schritt weitergekommen", resümierte Hans-Georg Knopp seine einjährige Amtszeit als Präsident des 2007 gegründeten Zusammenschlusses der europäischen Kulturinstitute EUNIC. Eine positive Bilanz zog er auch hinsichtlich der Entwicklung des EUNIC-Netzwerkes. Insgesamt gebe es bereits 47 lokal arbeitende EUNIC-Vereinigungen, weitere Zusammenschlüsse von nationalen Kulturinstituten auf lokaler Ebene seien bereits in Planung. Hans-Georg Knopp hob hervor, dass nicht nur innerhalb Europas, sondern weltweit EUNIC-Zusammenschlüsse entstanden seien.

Deutlicher Ausdruck der Erfolgsgeschichte sei es, so Knopp, dass EUNIC immer stärker als Berater der Europäischen Kommission wahrgenommen werde. Dabei stehen nicht nur nationale kulturpolitische Fragen im Vordergrund, sondern die Perspektiven einer europä­ischen Auswärtigen Kulturpolitik. Knopp: "Die in EUNIC vernetzten Kulturinstitute können und wollen diese Politik mitgestalten. Wer sollte diese Aufgabe sonst über­nehmen? Wir sind nicht dafür, dass in Brüssel eine neue Bürokratie aufgebaut wird. Die nationalen Kulturinstitute existieren bereits. EUNIC ist durch die Erfahrungen seiner Mitgliedsinstitute, durch seine weltweiten Netzwerke bestens geeignet, europäische Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik zu gestalten."

Beispielhaft verwies der ehemalige EUNIC-Präsident in diesem Zusammenhang auf die Fortsetzung des Europäisch-Chinesischen Kulturdialogs. EUNIC könne Plattformen und Netzwerke schaffen und so den kulturellen Dialog zwischen europäischen und außereuropäischen Partnern erleichtern.

Für die Zukunft empfiehlt Hans-Georg Knopp die Kooperation der europäischen Kulturinstitute weiter zu vertiefen, und zwar von einer punktuellen hin zu einer langfristigen und strategischen Zusammenarbeit.

Der Generalsekretär des dänischen Kulturinstituts Finn Andersen übernahm Ende Juni die Nachfolge von Hans-Georg Knopp als Präsident von EUNIC.

EUNIC ist eine Partnerschaft nationaler Kulturinstitute aus derzeit 26 EU-Ländern. Das Netzwerk arbeitet auf zwei sich wechselseitig ergänzenden Ebenen: Die erste Ebene besteht aus den Generalsekretären oder Generaldirektoren der nationalen Einrichtungen. Die zweite Ebene umfasst Vereinigungen der nationalen Kulturinstitute mit ihren Niederlassungen in Städten in und außerhalb Europas, die an gemeinsamen Projekten arbeiten.

Derzeit gibt es 47 dieser so genannten EUNIC-Cluster. Zu den Zielen von EUNIC gehören die Schaffung dauerhafter Partnerschaften und Netzwerke unter den beteiligten Einrichtungen, die Förderung des gegenseitigen Verständnisses zwischen den Gesellschaften Europas, die Sicherung und Stärkung seiner kulturellen Vielfalt sowie der Ausbau des Dialogs und der Zusammenarbeit mit außereuropäischen Ländern.
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