Donnerstag, 21. September 2017


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Erneut Rekordumsatz im Elektrogroßgerätemarkt erwartet

Nürnberg, (lifePR) - Für den globalen Elektrogroßgerätemarkt erwartet GfK für das Jahr 2017 einen Gesamtumsatz von 180 Milliarden Euro. Das sind gut fünf Prozent mehr als im vergangenen Jahr. In Europa sind es erneut eingebaute Haushaltsgeräte, die für Rekordverkäufe sorgen. Das sind Ergebnisse von GfK zum globalen Elektrogroßgerätemarkt anlässlich der IFA 2017 in Berlin.

Betrug das weltweite Umsatzplus im letzten Jahr nur 0,5 Prozent, zieht der Markt in diesem Jahr voraussichtlich deutlich an. Dabei sticht aktuell vor allem die Entwicklung in Russland hervor. Nachdem der Verkauf von Elektrogroßgeräten hier seit Ende 2014 um fast 40 Prozent zurückging, verzeichnete die Region im ersten Halbjahr 2017 ein kräftiges Absatzplus von rund acht Prozent. In dieser noch frühen Phase der Markterholung konzentriert sich der russische Konsument vor allem auf preisgünstige Angebote in den mittleren und niedrigen Preisklassen, während sich das Premiumsegment bisher noch relativ schwach entwickelt. Für das Gesamtjahr wird für Russland ein Umsatz von rund 4,1 Milliarden Euro erwartet, im Vergleich zu 3,5 Milliarden Euro im Vorjahr.

Positive Entwicklung in Europa

Dank niedriger Zinsen und einer guten Konjunkturlage greifen die Verbraucher in Westeuropa gern auch mal etwas tiefer in die Tasche, wenn es um den Kauf eines neuen Backofens, Kühlgerätes oder Geschirrspülers geht. Während der Gesamtumsatz in dieser Region im ersten Halbjahr stagnierte, wurde für Einbaugeräte ein Umsatzplus von rund drei Prozent gemessen. Insbesondere Premiumsegmente wie Backöfen mit Dampfgarfunktion (plus 5,4 Prozent), Kochfelder mit flexibler Induktion (plus 28,7 Prozent) oder integriertem Dunstabzug (plus 122 Prozent) sowie Einbauspüler (plus 3,7 Prozent) verkauften sich überdurchschnittlich gut. Auch für das zweite Halbjahr ist für die Region ein Umsatzanstieg um drei bis vier Prozent auf circa 16 Milliarden Euro zu erwarten.

In Osteuropa (ohne Russland) konnte sich die Branche ähnlich wie in Westeuropa im ersten Halbjahr 2017 über starke Umsatzzuwächse freuen. Länder wie Polen (plus 8,5 Prozent) und Ungarn (plus 10,5 Prozent) führten in der Region die Entwicklung an. Besonders positiv entwickelte sich in der gesamten Region der Absatz von Wäschetrocknern. Im ersten Halbjahr wurden 29 Prozent mehr Geräte verkauft als im Vorjahreszeitraum. Da derzeit noch weniger Haushalte in Osteuropa mit Wäschetrocknern ausgestattet sind als in Westeuropa, ist in diesem Segment in den nächsten Jahren weiter mit überdurchschnittlichem Wachstum zu rechnen.

Chinesische Verbraucher setzen auf Vernetzung und Onlinekäufe

Vernetzte Haushaltsgeräte erzielten in Europa ein kräftiges Umsatzplus von mehr als 100 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Damit wächst das mit diesen Geräten umgesetzte Marktvolumen in Europa dieses Jahr auf rund zwei Milliarden Euro. Trotz der starken Entwicklung steckt dieser Markt noch in den Kinderschuhen. Gemessen am derzeit erzielten Gesamtumsatz mit Elektrogroßgeräten macht der Bereich „Smart Appliances“ in Europa aktuell gerade mal vier Prozent aus. Asiatische Verbraucher sind in diesem Segment bereits kauffreudiger. Allein in China liegt das Umsatzvolumen mit vernetzten Haushaltsgeräten bei rund 4,5 Milliarden Euro und damit mehr als doppelt so hoch wie in Europa.

Dank steigender Einkommen und einer zunehmend konsumorientierten Mittelschicht nahm die Nachfrage nach Haushaltsgeräten in China im ersten Halbjahr dieses Jahres um knapp zehn Prozent (gemessen in lokaler Währung) zu. Wesentlicher Grund für diese positive Entwicklung war ein starker Anstieg der Onlineverkäufe. Während die Umsätze im stationären Handel wie schon im vergangenen Jahr leicht rückläufig waren, betrug das Umsatzplus bei Onlineverkäufen mehr als 60 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016. Damit wird in China bereits ein Drittel des Umsatzes mit Haushaltsgeräten online erzielt. Ein noch kleines, aber stark wachsendes Segment sind Einbaugeräte wie Herde oder Spüler, die dieses Jahr mit Wachstumsraten von 40 bis 60 Prozent glänzen dürften. Bislang in der Region eher unbekannt, könnten diese Produkte durchaus das zukünftige Wachstum des Marktes entscheidend mitgestalten.

Zur Methode

GfK erhebt im Rahmen des Handelspanels in mehr als 80 Ländern weltweit regelmäßig Daten zu Elektrogroßgeräten wie Waschmaschinen, Wäschetrocknern, Geschirrspülern, Kühlgeräten, Gefriergeräten, Herden und Backöfen, Kochmulden und -flächen, Dunstabzugshauben sowie Mikrowellengeräten. Wenn nicht ausdrücklich anders vermerkt, beziehen sich die im Artikel genannten Zahlen auf den Beobachtungszeitraum Januar bis Juni 2017. Wachstumsraten in Prozent beziehen sich auf den Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Mit Elektrogroßgeräten ist der Markt ohne Klimageräte gemeint.

GfK-Aktivitäten auf der IFA, 1. - 6. September 2017, Berlin:



Der GfK Info Point beim IFA Pressezentrum stellt alle Informationen zur Verfügung, die GfK während der IFA publiziert.


Im GfK-Büro auf der IFA (VIP Raum 2, Großer Stern) finden Sie unsere Experten für Gespräche vor Ort.

GfK Technical Innovation Conference „ Digital Transformation” am 31. August, 13-15 Uhr, IFA, Marshall Haus Messegelände Berlin. Die Agenda können Sie hier downloaden: http://www.gfk.com/de/insights/event/ifa-2017-digitale-transformation/  


Anlässlich der IFA 2017 veröffentlicht GfK Pressemeldungen in den Bereichen IT, TV, Smartphone & Wearables, Audio, Elektrokleingeräte und Elektrogroßgeräte. Alle Meldungen finden Sie hier: http://www.gfk.com/de/presse/press-releases/

GfK

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