Dienstag, 17. Oktober 2017


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Schienen-Personennahverkehr in NRW : Gewerkschaften warnen DB vor Tarifbruch

Dumping bei DB Rheinland GmbH

Berlin, (lifePR) - TRANSNET und GDBA haben die DB Regio vor Tarifbruch gewarnt. Hintergrund sind aktuelle Pläne bei der DB Rheinland GmbH. Diese war gegründet worden, um eine Ausschreibung in Nordrhein-Westfalen zu gewinnen. Nunmehr sollen Tarifverträge unterwandert werden. Bisherige Beschäftigte sollen abgeschoben, neue zu Dumping-Konditionen eingestellt werden. Die Gewerkschaften prüfen eine Klage.

TRANSNET und GDBA haben die DB Regio AG vor Tarifbruch gewarnt. Hintergrund:Bei der Unternehmenstochter DB Rheinland GmbH in Nordrhein-Westfalen sollen im Konzern bestehende Tarifverträge keine Anwendung finden. Diese Tochter war gegründet worden, um die Ausschreibung für das Rhein-Sieg-Netz zu gewinnen. Das Unternehmen hatte auch den Zuschlag erhalten, aber nur mit geringen Personalkosten kalkuliert. "Statt gegen Lohn- und Sozialdumping vorzugehen, prescht die DB AG vor, das ist eine unglaubliche Provokation", kritisierten TRANSNET-Vorstand Reiner Bieck und GDBA-Vize Heinz Fuhrmann. Beide verwiesen darauf, dass die bisher rund 80 in diesem Bereich Beschäftigten nun ihren Arbeitsplatz verlieren sollten. "Welche Tätigkeiten sie künftig ausüben sollen, ist unklar", monierten Bieck und Fuhrmann. Die DB Rheinland GmbH wolle stattdessen künftig Kräfte der DB Bahnservice beschäftigten. "Diesen werden aber Arbeitsverträge mit deutlich geringeren Entgelten als im DB-Konzern vereinbart angeboten", warnten die Gewerkschafter. Danach sollen Lokführer und Zugbegleiter zum Start ein Entgelt von 2.000 Euro erhalten. Bei der DB liegt dies bei rund 2.200 Euro. Die Arbeitszeit soll auf 42 Stunden erhöht werden. Zulagen sollen nur in geringem Maße gezahlt werden. "Außerdem sind völlig undefinierbare Sonderzahlungen vorgesehen", kritisierten Bieck und Fuhrmann. Dazu gehöre eine Team-Gesundheitsprämie sowie eine Jahresprämie, die der einzelne Beschäftigte aber kaum beeinflussen könne. "Wir befürchten, dass mit diesem Vorgehen in NRW ein Exempel für ganz Deutschland statuiert werden soll", stellten der TRANSNET-Vorstand und sein GDBA-Kollege fest. Dagegen würden die Gewerkschaften vorgehen. "Wir prüfen jetzt eine Klage, denn was hier geschieht, ist Tarifbruch", machten Bieck und Fuhrmann deutlich.

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