Montag, 20. Februar 2017


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Jetzt geht es los!

(lifePR) (Berlin-Schöneberg, ) 11 Schulen und Schulverbünde steigen mit ihren Schülerinnen und Schülern des 1. bzw. 7. Jahrganges in die Gemeinschaftsschule ein. Der Runde Tisch Gemeinschaftsschule Berlin begrüßt den Beginn der praktischen pädagogischen Arbeit zum neuen Schuljahr an diesen Schulen. Die Gemeinschaftsschule respektiert alle Kinder und Jugendlichen in ihrer Verschiedenheit, fördert sie in ihrer Gesamtentwicklung, fordert sie zu guten Leistungen heraus und schiebt niemand aufs Abstellgleis, weil sie oder er noch zu wenig kann. Wir begrüßen die Entscheidung der 11 Schulen, eine solche Schule aufzubauen: Nur sie genügt dem doppelten Anspruch an die Schule auf demokratische Gleichheit und hohe Qualifikation aller Kinder und Jugendlichen.

Im gesamten Bundesgebiet entwickelt sich immer stärker eine Bewegung für ein längeres gemeinsames Lernen. In diesem Rahmen werden die 11 Gemeinschaftsschulen für die grundlegende Umgestaltung des Schulsystems in Berlin wie auch in anderen Bundesländern einen wichtigen Beitrag leisten. Notwendig dafür ist, dass diese 11 Gemeinschaftsschulen konsequent ihre inklusive pädagogische Arbeit entwickeln können: trotz hohem Erwartungsdruck in Ruhe und unter angemessenen Arbeitsbedingungen.

Das Modell der Gemeinschaftsschule hat nur dann die Chance, Schritt für Schritt das gegliederte Schulsystem abzulösen, wenn die pädagogische Praxis dieser Schulen alle beteiligt und begeistert: Schüler, Eltern, Pädagogen. Die schulischen Erfahrungen im Umgang mit heterogenen Lerngruppen müssen aufgegriffen und weiterentwickelt werden.

Ein solcher schwieriger und langfristiger Prozess bedarf der aktiven Unterstützung in Politik und Verwaltung; der Runde Tisch Gemeinschaftsschule Berlin erwartet daher ein eindeutiges politisches Bekenntnis des Senats zur Perspektive einer Umgestaltung des Schulsystems als Ganzes entsprechend den Beschlüssen der Regierungsparteien. Eine solche politische Vorgabe verpflichtet auch die Schulverwaltung über die unmittelbar mit der Gemeinschaftsschule beauftragten Schulaufsichtsbeamten hinaus.

Der Runde Tisch Gemeinschaftsschule Berlin wird den "Einstieg in die Gemeinschaftsschule", wie sie in der Koalitionsvereinbarung zwischen SPD und Linkspartei für die Jahre 2006-2011 vereinbart wurde, weiterhin kritisch-konstruktiv begleiten und unterstützen. Zur Förderung der öffentlichen Diskussion über die Gemeinschaftsschulen als zukunftsweisendes Modell werden wir am 15. Oktober 2008 im Berliner Abgeordnetenhaus das "1. Forum Gemeinschaftsschule" durchführen. Prof. Dr. Rita Süssmuth und Prof. Dr. Matthias v. Saldern werden über die gesellschaftspolitische, wirtschaftliche und pädagogische Begründung der gemeinsamen Schule für alle sprechen.

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