Einstellungspolitik der Senatsbildungsverwaltung verschärft die Spaltung der Berliner "Lehrerschaft"

(lifePR) ( Berlin-Schöneberg, )
Auch die aktuelle Einstellungsrunde zeigt, dass das Land Berlin darauf angewiesen ist Lehrkräfte aus anderen Bundesländern für eine Einstellung zu gewinnen. Insbesondere in Mangelfächern entstehen Engpässe.

Schon im April 2012 haben deshalb Berliner Lehramtsabsolventinnen und -absolventen mit Mangelfächern ein Angebot für eine unbefristete Beschäftigung im Berliner Schuldienst erhalten. Die Anzahl der Rückmeldungen reichten jedoch nicht aus, um den vorhandenen Bedarf in diesen Fächern abzudecken. Das ist ein Grund dafür, dass die Senatsbildungsverwaltung im Rahmen des Lehrkräftetauschverfahrens mehr Lehrer/innen aus den anderen Bundesländern aufgenommen hat als es Wechsler/innen in die anderen Bundesländer gibt. Die dringend benötigten und zu uns versetzten Lehrkräfte sollen jetzt auch eine Ausgleichszulage bekommen. Damit werden sie besoldungsmäßig entsprechend ihrem Herkunftsbundesland behandelt. D.h. eine verbeamtete Lehrerin aus Hamburg erhält weiterhin eine Besoldung gemäß Hamburger Besoldungsgesetz, ein Lehrer aus Bayern wird nach dem Bayrischen Besoldungsgesetz behandelt, sofern diese Besoldung höher als die Berliner Besoldung ist. Bislang wurde diese Ausgleichszulage nur Lehrkräften gewährt, die im Rahmen von Einstellungen oder Beförderungen ausgewählt wurden.

Der Vorsitzende der GEW BERLIN Hartmut Schurig : "Die Entscheidung der Senatsbildungsverwaltung, den Personenkreis für die Gewährung der Ausgleichzulage zu erweitern, führt zu einer weiteren Spaltung der Berliner Lehrerschaft. Auch wenn die Anzahl der Einbezogenen noch unter 100 liegt, entsteht damit in Berlin ein Entlohnungssystem, das sich durch immer mehr Sonderfälle auszeichnet. Während das Land Berlin bei den Berliner Absolventinnen und Absolventen die Pensionslasten einsparen möchte und sie deshalb im Angestelltenverhältnis beschäftigt, werden Lehrkräfte aus anderen Bundesländern noch mit zusätzlichen Vergünstigungen aus anderen Bundesländern ins Beamtenverhältnis übernommen. Das erzeugt unnötig weitere Ungerechtigkeiten. Wir erwarten vom Berliner Senat ein zukunftsorientiertes Konzept, das nicht von kurzfristiger Flickschusterei geprägt ist, sondern die Lehrerbedarfssituation und Beschäftigungssituation für alle Lehrkräfte in den Blick nimmt."
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