Geo-Interessierte kamen aus nah und fern

Geopark-Führer boten zum "Tag des Geotops" fünf Führungen an

(lifePR) ( Donauwörth, )
Auch in diesem Jahr beteiligten sich die Geopark Ries Führer wieder am bundesweiten Tag des Geotops. Rund um diesen Termin wurden insgesamt fünf Führungen angeboten, die auf reges Interesse stießen, auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte. So musste wegen der ungünstigen Wetterprognose die Radwanderung mit Ernst Hopf auf dem Schäferweg kurzfristig abgesagt werden.

Geopark-Führerin Eva Wenninger führte eine Gruppe durch das Geotop Glaubenberg. Ein kurzer Regenschauer am Aussichtspunkt trübte nicht den phänomenalen Ausblick über den lichtdurchfluteten Rieskrater sowie den grandiosen Fernblick zu den Zeugenbergen Ipf und Hesselberg. Danach konnte bei schönstem Herbstwetter das Geotop mit seinem Schollenmosaik aus Malmkalk und Doggersandstein sowie den Flussablagerungen erkundet und die Landschaft genossen werden.

Weniger Glück mit dem Wetter hatten die Teilnehmer der Führung von Kathrin Schön, die aus nah und fern gekommen waren. Pünktlich zu Führungsbeginn zog Regen auf, der sich hartnäckig hielt. So musste auf die sonst ebenfalls grandiosen Ausblicke über das Ries verzichtet und die Schottergrube am Limberg mit Regenschirmen erkundet werden. Die Besucher waren jedoch nicht minder beeindruckt von den "exotischen" Gesteinen im Ries, die durch den Prozess der Stoßwellenmetamorphose entstanden sind. Anschließend ging es zum Wallersteiner Felsen, um die aus Travertin bestehenden Riesseekalke zu inspizieren.

Am Nachmittag dann erlebten mehr als 35 Besucher die Geotope am Kühstein in Mönchsdeggingen mit Geopark-Führer Kurt Kroepelin. Der Regen hatte pünktlich zur Führung ausgesetzt, die Wolken gaben den Blick auf den Rieskessel und den Riesrand frei. Die Sedimente des Riessees treten am Schafstadel als verfestigte sandig-kiesige Deltaschüttungen auf, die von einem südlichen Zufluss in den See herrühren. Der bereits verstorbene Mönchsdegginger Schuldirektor Julius Kavasch, einer der Wegbereiter der Riesgeologie, hatte in der Baugrube des Almarins fossilführende Lagunenablagerungen mit Spelzen eines Sumpfgrases gefunden. Nach einer Wanderung zum 2010 installierten Kunstwald und zum Panoramablick bildete der Besuch des Steinbruchs am Kühstein den krönenden Abschluss. Hier konnten nochmals die Kräfte des Riesimpakts anschaulich demonstriert und Fossilien des Weißjuras bestaunt werden.

Bei schönstem, sonnigen Herbstwetter lud Geopark-Führerin Carolin Schober-Mittring zur Führung rund um die erst im Mai dieses Jahres eröffneten Geotope am Maihinger Klosterberg ein. Wie ein Fenster in den Ries-Untergrund gewähren die dortigen ehemaligen Steinbrüche eindrucksvolle Einblicke in den tiefen Gesteinsuntergrund des Rieses - ein einzigartiger "natürlicher Tiefenaufschluss" zwischen Schwarzwald und Böhmischer Masse. Neben der Geologie gab es auch Informationen über Geschichtliches und Naturkundliches. Die Führerin nahm die Besucher mit in die Vergangenheit des Klosters Maihingen mit seiner wunderschönen Kirche und in die Zeit, als das Adelsgeschlecht der Oettinger-Wallersteiner große Hoffnungen hatte, dort auf reiche Erzvorkommen wie Gold und Silber zu stoßen. Durch das malerische Mauchtal führte der Weg zur ehemaligen Klostermühle, wo das "stille Örtchen" für gute Stimmung sorgte. Nachdem sich die Teilnehmer kaum mehr von einem typischen Algenriff des ehemaligen Kratersees trennen hatten können, ging es nach einem herrlichen Blick auf den nordöstlichen Kraterrand am Rentnerkreuz durch den herbstlichen Wald wieder zum Ausgangspunkt zurück.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.