Erfolgreiche Dreieinigkeit

Welterbe, Geo-Naturpark und Stadt Lorsch feierten am vergangenen Sonntag gemeinsam mit begeisterten Gästen aus aller Welt

(lifePR) ( Lorsch, )
Die weiteste Anreise hatte sicher Travis aus Australien: Er war im Rahmen seiner Tour durch besonders attraktive UNESCO-Geoparks rund um den Globus eigens zum Welterbe- und Geo-Naturparktag nach Lorsch gekommen. Mit ihm fanden mehr als 2000 Besucher ein reichhaltiges und international besetztes Programm vor, das von der Verwaltung des hiesigen Welterbes, der Stadt Lorsch und dem Geo-Naturpark gemeinsam auf die Beine gestellt worden war.

Bunt, unterhaltsam und informativ ging es zu unter den Torbögen der Königshalle. Dr. Hermann Schefers, Leiter des Welterbes Kloster Lorsch, führte kurzweilig durch das vielseitige Programm. Denn in diesem Jahr feierte man mit dem Welterbetag die zwanzigjährige Zugehörigkeit zur Familie der UNESCO-Welterbestätten.

Die kooperierenden Institutionen stellten sich mit ihren besonderen Angeboten vor, Musik- und Tanzgruppen aus den Nationen der Partnerklöster des Welterbes verzauberten die Zuschauer mit ihren farbenfrohen Darbietungen. Eine dreiteilige Podiumsdiskussion spannte einen Bogen von der Vergangenheit des Welterbes bis zu den Visionen für morgen. Eine spannend besetzte Podiumsdiskussion, moderiert von Nina Schmelzing (Bergsträßer Anzeiger), befasste sich unter anderem mit dem 11,5 Mio. schweren, sechsteiligen Investitionsprogramm von Bund, Land und Stadt, was die einstige Bedeutung des Kloster besser nachvollziehbar machen will.

Gemeinsam mit Dr. Hermann Schefers, Klaus Jäger (Bürgermeister a.D.), Christian Schönung (Bürgermeister), Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard (Staatssekretär a.D.), Karl Weber (Staatliche Schlösser und Gärten), Dieter Offenhäußer (Deutsche UNESCO-Kommision), Reinhard Diehl (Geo-Naturpark) und Huang Tao (Globaler Geopark Mt. Lushan) kam man zu einem ermutigenden Ergebnis: Die Aussichten sind äußerst vielversprechend, so war man sich einig. Sowohl, was den Ausbau des Welterbes betrifft, als bezüglich der weiteren fruchtbaren Zusammenarbeit aller Institutionen vor Ort. Diese wurde auch gleich in Form eines, gemeinsam mit dem Landrat des Kreises Bergstraße, Matthias Wilkes, gepflanzten Ginko-Baumes besiegelt.

Diese hatten sich eine ganze Reihe besonderer Angebote für große und kleine Besucher ausgedacht. So boten die Ranger des Geo-Naturparks gemeinsam mit dem Forstamt Lampertheim und dem Bergtierpark Erlenbach eine Waldforschungsstation. Hier konnten neben Bäumen jeglicher Art, Ameisen und weitere nützliche Kleintiere, sogar ein lebendiger Igel, bewundert werden. Tiefe Einblicke in die Erdgeschichte und Böden der Region faszinierten die Gäste ebenso, wie Infos zur internationalen Kooperation des Geo-Naturparks mit anderen. Was in diesem Jahr ganz besonders präsentiert war durch drei Gastwissenschaftler aus dem chinesischen Partner-Geopark Mt. Lushan. Sie informierten über ihre Region und erfüllten individuelle Kalligraphie-Wünsche.

Auch zahlreiche weitere Stände begeisterten mit ihrem vielseitigen Angebot, wie etwa die der Museumspädagogik, der UNESCO-Partnerschule Göttingen, der Biosphera aus Müstair (CH), der Tourismus Marketings Kreis Bergstraße, des Vereins Internationale Waldkunst, des Lorscher Heimat- und Kulturvereins, des Kuratoriums Weltkulturdenkmal Kloster Lorsch, des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und die Lorscher Stadtführer.

Und da der Mensch nicht nur vom Brot - sprich von Informationen - alleine lebt, vermittelte der diesjährige Welterbe- und Geo-Naturparktag diese Vielfalt der Kulturen durch Musik und Tanz - und traf ins Herz der zahlreichen Gäste. Die koreanische Gruppe Nabi vor der Sandsteinfassade der weit über 1200 Jahre alten Königshalle tanzen zu sehen, gehörte wohl zu den poetischsten und berührendsten Bildern des Tages. Die Koreanerinnen, die mit ihren ruhigen Bewegungen klösterliche und zugleich exotische Atmosphäre herbeizauberten, waren in Vertretung des buddhistischen Tempels Haein-sa eingeladen.

Ganz anders die armenische Anush-Tanzgruppe. Sie erinnerte an die erste der drei Partnerschaften des Klosters Lorsch mit dem armenischen Kloster Geghard. Temperamentvoll und trotz schweißtreibender Temperaturen voll sprühender Energie, symbolisierte die junge Truppe eine ansteckende Symbiose von Orient und Okzident. Diesem Reigen fügte das Sannino Reinhardt- Quintett "Tribute to Schnuckenack" noch eine besondere, spritzige Note hinzu.

Schließlich hatte man angesichts der Verbindung mit dem Kloster Müstair in der Schweiz als besonderen Höhepunkt sechzehn Alphorn spielende Musikerinnen und Musiker eingeladen. Die mächtigen Instrumente mit ihrem fremden und anrührenden Klang ließen eine von der Natur bestimmte Kultur spürbar werden, unter deren Eindruck die Menschen dort seit jeher leben. Als schließlich Alphorn und das Glockenspiel des Lorscher Rathausturmes gemeinsam eines der beliebtesten Kirchenlieder der Welt, "Amazing Grace", intonierten, stand die Welt - zumindest in Lorsch - einen kleinen Moment lang still.
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