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Pressemitteilung BoxID: 682674 (Gebietsweinwerbung Frankenwein-Frankenland GmbH)
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Es geht um die Zukunft

Stadt Iphofen erhält 225.000 Euro für Machbarkeitsstudie Bewässerung der Rebflächen am Schwanberg

(lifePR) (Würzburg, ) Das ist ein deutliches Signal aus München. Die Zukunft des Weinbaus am Schwanberg ist auch in der Landeshauptstadt ein großes Thema. Am Mittwoch hat das Bayerische Umweltministerium 225 000 Euro Fördergelder an die Stadt Iphofen übergeben. Das Geld ist für die Machbarkeitsstudie zur Bewässerung der Iphöfer Weinlagen gedacht.

Mit der Übergabe der ersten Förderung von 225.000 Euro an die Stadt Iphofen startet das Umweltministerium ein neues Förderprogramm. Ziel ist es, den Freistaat auf den Klimawandel vorzubereiten. Gefördert werden umweltverträgliche und nachhaltige Bewässerungskonzepte für die Landwirtschaft. Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf betonte am Mittwoch bei der Übergabe des Schecks: „Wasser ist unser Lebensmittel und Lebensgrundlage Nummer 1. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit wertvollen Ressourcen ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit.“ Der Klimawandel berge Risiken für Landwirtschaft, Gartenbau und Weinbau. Vor allem Franken erinnere sich noch gut an den Trockensommer 2015. „Wir brauchen neue Wege, um unsere Kulturpflanzen ausreichend bewässern zu können“, so die Ministerin bei der Scheckübergabe.

Die Stadt Iphofen und die Iphöfer Winzer beschäftigen sich schon seit 8 Jahren mit dem Thema, wie die Weinkulturlandschaft am Schwanberg auch in Zukunft bewahrt werden kann, erklärte Iphofens Bürgermeister Josef Mend am Mittwoch in München. Der Klimawandel sei deutlich zu spüren, betonte Weinbauvereinsvorsitzender Hansi Ruck. Er sagte: „Wir brauchen eine Bewässerung, um die gut 260 Hektar Rebfläche am Julius-Echter-Berg, Kronsberg und an der Kalb auch weiterhin bewirtschaften zu können.“ Ohne ein nachhaltiges Bewässerungssystem sei die Zukunft des Weinbaus in Iphofen bedroht.

Dass die Bewässerung der Iphöfer Weinberge kein leichtes Unterfangen ist, hat die Machbarkeitsstudie, die bereits Anfang des Jahres vorgestellt und von der Stadt Iphofen vorfinanziert wurde, gezeigt. Der Untergrund ist in großen Teilen der Iphöfer Landschaft geologisch ungeeignet, das Wasserdargebot gering und die Wasserqualität zu schlecht. Das haben Bohrungen in den letzten Jahren ergeben. Das Wasser im Untergrund sei zu salzhaltig. Damit habe man keine Chance für eine Bewässerung der Weinberge. Der neuste Lösungsansatz: Durch eine etwa sieben Kilometer lange Leitung könnte Wasser vom Main im Winter nach Iphofen gepumpt und in einem Speichersee zwischengelagert werden. Im heißen Sommer könne dann das Wasser über Tröpfenbewässerungsanlagen gezielt zu den Reben gebracht werden. Eine mögliche Umsetzung kostet nach ersten Berechnung 14 Millionen Euro.

Weinbauvereinsvorsitzender Hansi Ruck bewertet die aktuelle Föderzusage durch das Bayerische Umweltministerium als gutes Zeichen. „Jetzt können wir in die nächste Phase gehen und weitere Gespräche führen, damit der vorgesehene Weg auch umgesetzt werden kann“, so Ruck.