Mietschulden bei GdW-Unternehmen seit 2003 von 757 Mio. Euro auf 496 Mio. Euro in 2010 gesunken

(lifePR) ( Berlin, )
Die 3.000 im GdW organisierten Wohnungsunternehmen verzeichnen weiterhin einen deutlichen Rückgang bei den Mietschulden. Im Jahr 2010 sind die Mietschulden bundesweit erneut um rund 2,0 Prozent von 506 Mio. Euro (2009) auf 496 Mio. Euro gesunken. Damit ist es den Unternehmen gelungen, die Mietschulden seit dem Jahr 2003 (757 Mio. Euro) um 261 Mio. Euro zu senken. Das ist ein Rückgang von etwa 34,5 Prozent."Diese positive Entwicklung, die auch nicht durch die Finanzkrise unterbrochen wurde, wurde auch durch eine weitere Professionalisierung des Vermietungs- und Mietschuldenmanagements sowie eigene Beratungs- und Betreuungsangebote an säumige Zahler von den Wohnungsunternehmen erreicht ", erklärte Axel Gedaschko, Präsident des GdW. Außerdem gebe es vielfältige Zusammenarbeit mit öffentlichen Schuldnerberatungs- und sozialen Einrichtungen. So arbeiteten die Unternehmen darauf hin, dass Mietrückstände gar nicht erst dauerhaft entstehen. Der aktuelle Wirtschaftsaufschwung lässt erhoffen, dass dieser positive Trend auch weiter anhalte, so Gedaschko.

Um Mietschulden vermeiden zu können, sei es aber ebenso wichtig, dass Vermieter bzw. Wohnungsunternehmen im vorvertraglichen Verhalten - also bei der Kontaktaufnahme und Informationsbeschaffung - die Mietbewerber erfolgreich daraufhin prüfen können, ob sie zahlungsfähig und zahlungswillig sind. Der GdW plädiert daher dafür, im Rahmen der Mietrechtsreform sicherzustellen, dass Vermieter weiterhin in dem bisher zulässigen Umfang Bonitätsauskünfte über Mietbewerber einholen dürfen. Dieser bisherige Umfang wird momentan durch den Beschluss des Düsseldorfer Kreises - der obersten Aufsichtsbehörde für den Datenschutz - vom 27. Oktober 2009 gefährdet. Nach diesem Beschluss, der koordinierende Funktion hat, sollen die Auskunftsmöglichkeiten ohne Rücksicht auf die Notwendigkeit in der Praxis eingeschränkt werden.

Bezogen auf die Gesamtmieteinahmen machen die Mietschulden bei den GdW-Unternehmen im Bundesdurchschnitt einen Anteil von 2,6 Prozent der bundesweiten Jahressollmiete aus. In den alten Ländern entsprechen die Mietschulden 1,9 Prozent der gesamten Nettokaltmieteinnahmen der Wohnungsunternehmen, in den neuen Ländern liegt die Quote mit 3,6 Prozent der Nettokaltmieteinnahmen etwas höher. Die westdeutschen GdW-Unternehmen führten demnach zum Jahresende 2010 rund 215 Mio. Euro Mietschulden in ihren Büchern, die ostdeutschen 281 Mio. Euro.

Diese Daten und Fakten gehen aus der aktuellen Jahresstatistik des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen hervor. Weitere Ergebnisse - u. a. zu Investitionen, Energieverbrauch, Miet- und Betriebskostenentwicklung und Branchenklima sowie aktuelle politische Forderungen - werden auf der diesjährigen Jahrespressekonferenz am Dienstag, den 21. Juni 2010 um 10:00 Uhr im Haus der Bundespressekonferenz am Schiffbauerdamm in Berlin präsentiert.
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