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Pressemitteilung BoxID: 347186 (GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.)
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Bezahlbaren Wohnraum für sozial Schwache sichern

Bedarfsberechnungen des Pestel-Instituts für Sozialwohnungen aber völlig überhöht

(lifePR) (Berlin, ) "Wir brauchen dringend mehr Sozialwohnungen in Deutschland. Allerdings schaden die derzeit vielerorts kommunizierten, völlig überhöhten Schätzungen des Pestel-Instituts in Hannover zum Bedarf an Sozialwohnungen dem eigentlichen Ziel, bezahlbaren Wohnraum für sozial Schwache zu sichern", erklärte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen zu dem von der Pestel-Studie auf bundesweit 4 Millionen bezifferten Bedarf an zusätzlichen Sozialwohnungen. "Die veröffentlichten Zahlen sind eindeutig zu hoch gegriffen und damit unrealistisch", so der GdW-Präsident.

Gerade bei den Themen Wohnungsneubau und soziale Wohnraumförderung müsse deutlich differenziert werden, so Gedaschko. Für den Wohnungsneubau seien riesige Investitionen notwendig, die unbedingt nachhaltig sein müssten. Als Entscheidungsgrundlage für eine Investitionsentscheidung führten die nun veröffentlichten Zahlen aber zu langfristiger Verunsicherung.

In der Pestel-Studie wurde die Anzahl der Haushalte, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II beziehen, schlicht und ergreifend mit dem Bedarf an zusätzlichen Sozialwohnungen gleichgesetzt. Nicht berücksichtigt wurde jedoch, dass die entsprechenden Haushalte bereits über eine Wohnung verfügen und im Rahmen des SGB II-Bezugs Hilfen zu den Kosten der Unterkunft erhalten.

Im Gegensatz dazu zeigt die Wohnungsmarktprognose des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) für die Jahre 2010-2025 auf seriöser Grundlage, dass im Geschosswohnungsbau insgesamt - sozialer Wohnungsbau und freifinanzierte Wohneinheiten zusammengenommen - bundesweit ein Wohnungsbedarf von rund 68.000 bis 93.000 Wohneinheiten pro Jahr besteht. In Hamburg beispielsweise liegt dieser Bedarf bei rund 3.200 bis 4.400, in NIedersachsen bei rund 1.800 bis 3.700 und in Schleswig-Holstein bei rund 600 bis 2.000 Wohneinheiten pro Jahr - und damit deutlich unter den Angaben der Pestel-Studie.

Der GdW appelliert an die Politik, den Wohnungsbau insbesondere in den Ballungsregionen zielgerichtet zu fördern, um eine Wohnungsknappheit und damit auch für viele Mieter untragbar hohe Preise zu verhindern. Die Bundesmittel für die Wohnraumförderung müssen dazu auch nach 2013 in mindestens gleicher Höhe von 518 Mio. Euro pro Jahr fortgesetzt werden. Zusätzlich müsse der Wohnungsneubau in Ballungsregionen durch das Bereitstellen von preiswerten Baugrundstücken in ausreichendem Umfang gefördert werden und es dürfe keine Verschärfung der Auflagen für den Neubau im Rahmen der geplanten Energieeinsparverordnung 2012 geben, so Gedaschko.