Samstag, 18. November 2017


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Rencentre Berlin : Wismar

Ein Kunsttreffen in der Provinz

Wismar, (lifePR) - Die Galerie Kristine Hamann lädt am Freitag, den 17. November, ein zu der Vernissage Rencentre Berlin : Wismar. Einlass ist ab 20 Uhr, die Begrüßung durch Bürgermeister Thomas Beyer findet um 20:30 Uhr statt, ebenso die Einführung. Der Galerist Semjon H. N. Semjon aus Berlin bringt Kunstwerke von neun seiner Galeriekünstler/-innen mit und stellt sie den Werken von sechs ausgesuchten Künstler/-innen der Wismarer Galerie Kristine Hamann gegenüber. Beide Galeristen haben sich auf der internationalen Kunstmesse „Art Bodensee“ in Österreich kennengelernt. „Semjon Contemporary ist eine nicht mehr unbekannte Galerie aus Berlin, die ebenso wie die Galerie Kristine Hamann 2011 gegründet wurde.

„Der Galerist und Künstler Semjon H. N. Semjon ist ein Meister der Kompositionen. Er versteht es Kunstwerke so zu inszenieren, dass ein fast orchestrales Gesamtwerk entsteht, wo aber jedes einzelne Werk auch für sich steht. Ich schätze seine Arbeit und habe ihn eingeladen diese Ausstellung in meiner Galerie zu kuratieren“, so die Wismarer Galeristin. „Es ist eine schöne Begegnung zwischen dem weltweit angesagtesten Kunststandort Berlin und einer aufstrebenden mittelgroßen Stadt wie Wismar. Ich arbeite hier seit 2011 als Galeristin und seit 2013 agiere ich international. Die Galerie gewinnt deutschlandweit immer mehr an Bekanntheit, ebenso im Ausland. Das ist auch eins der Ziele meiner Arbeit. Gleichzeitig aber habe ich ein Auge auf meine Stadt und möchte, dass sich hier ebenfalls Gegenwartskunst etablieren kann und die Kernarbeit von Galerien immer mehr an Bedeutung gewinnt“, beschreibt Kristine Hamann ihr Anliegen. „In der Provinz ist man mit der Arbeit von Galerien nicht wirklich vertraut. Was wir Galeristen da eigentlich im Hintergrund machen, ist für viele ein Rätsel. Mit dieser gemeinsamen Ausstellung möchte ich zeigen, wie man Galeriearbeit vereinen kann. Es ist wichtig, Standorte wie Wismar zu bespielen – was ich seit Jahren tue –, aber gleichzeitig gezielten Austausch zu schaffen, also von außen großartige Kollegen mit großartigen Künstlern einzuladen, die gute und ernsthafte Arbeit betreiben. Auch eine namhafte Berliner Galerie kann von solch einem Austausch profitieren, denn ein gesundes, tragfähiges Netzwerk ist gut für alle: für die Galeristen, die Künstler, aber besonders gut tut der Stadt Wismar metropolitisches Flair und das steht und fällt auch mit guten Ausstellungen oder anderen kulturellen Dingen.“ Die Wismarer Galeristen ist überzeugt: „Sehgewohnheiten müssen erst mal geschult werden. Dazu muss man bereit sein. Irgendwann versteht man auch, was hinter der Arbeit einer Galerie eigentlich steckt. Wir wünschen uns für diese Ausstellung Neugierige und aufgeschlossene Menschen.“

Die Kunstwerke werden in einer Salonhängung inszeniert, um Gemeinsamkeiten, Divergenzen, formale und inhaltliche Disparitäten oder Affinitäten herauszuarbeiten. Der Schwerpunkt liegt bei der Abstraktion, doch auch Figürliches, scheinbar Naturalistisches kommt nicht zu kurz. Die abstrakten Schüttbilder von Susanne Knaack werden aufgrund unserer inneren Bilder als Landschaftsmalereien erkennbar. Stefan Thiel, ein Meister des Papierschnittes, lässt die Äste und das Laub in einer Wasserspiegelung zittern. Henrik U. Müller thematisiert in seinen goldgründigen Blumenstillleben den zeitlich messbaren Verfall von Blumenblüten, poetisch und sinnlich. Takayuki Daikoku stellt uns ein abstrahiertes Exzerpt von pflanzlichen Gebilden vor, das uns an Fruchtkörper und Formen der Natur erinnert und zugleich gebündelte Kraft mit stoischer Ruhe vereint. Kirk Sora mit seinen dominant abstrakten und organischen, fotografischen Farbwolken findet sein Counterpart in Dittmar Krüger, der mit seinen Wandboxen einen dazu kontrastierenden, minimal konstruktiven Farbraumkörper kreiert. Die abstrakten Malereien von Sebastian Menzke, die den Bildraum in verschiedenen Ebenen staffeln, ist im Dialog mit Colin Ardley, der seine dekonstruktiven 'Explosionen' von ineinander gesteckten farbigen Karton-, Holz- und Metallflächen in einen chaotischen und doch geerdeten Arche-Körper überführt. Die konstruktiven, minimalistisch wirkenden Wandkörper von Jakob Roepke führen dieses Staffel- und Raumprinzip noch kompakter durch und bilden eine Brücke zu den schwarzen Faltzeichnungen von Takayuki Daikoku, der in dem Erscheinungsbild der abstrakten und strukturierten Fläche ein Pendent in den schwarz-nebulösen Zeichnungen und Kopierwerken der von Kristine Hamann neu entdeckten französischen Künstlerin Sophie Blet findet, die extra für diese Ausstellung aus Nizza anreist. Die auf den ersten Blick skizzenhaften bildhauerischen Raumkompositionen von Christian Henkel spielen mit dem Thema von Konstruktion, Prozesshaftem und der Materialassemblage, die das Alltägliche unserer Umwelt transformiert und in eine bildhauerische und malerische Setzung verdichtet. Darauf antworten die ebenfalls in den Galerieraum positionierten schwarzen Schlauchobjekte von Renate Hampke, die gleich einer Zeichnung in den Raum zu begreifen sind. Die dreidimensional wirkenden Stickwerke von Ute Essig verbinden die Kunst- mit der Sprachwelt. Ihre gestickten Metaphern wie ALL YOU NEED IS LESS oder AROSEISAROSEISAROSE führen die in der Ausstellung zu sehenden Kunstwerke zusammen als das, was sie sind: Kunstwerke, die sich auf die Welt beziehen und in sich das Erbe des bereits Geschaffenen tragen: Rencentre: Die Begegnung dürfte spannend werden und für einen ästhetischen Genuss sorgen. Bestimmt ist auch das eine oder andere Weihnachtsgeschenk dabei.

Mehr Informationen findet man in der Onlinepräsentation der
Galerie Kristine Hamann: www.kristine-hamann.de.
Die Ausstellung läuft bis zum 12. Dezember 2017.
Kernöffnungszeiten: Dienstag - Freitag 13 Uhr - 18 Uhr, Samstag 11 Uhr - 16 Uhr und für alle Interessierte gerne nach Vereinbarung unter: 0176 34 96 83 36

 

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