Volksinitiative "Artenvielfalt erhalten - Zukunft sichern": Politik ist gefragt

(lifePR) ( Berlin, )
Zu der heute von den Brandenburger Naturschutzverbänden vorgestellten Volksinitiative "Artenvielfalt erhalten – Zukunft sichern" erklärt Michael Wimmer, Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V.:  

„Wir unterstützen die Volksinitiative der Naturschutzverbände, weil sie konkrete, umsetzbare und durchdachte Forderungen an die Landesregierung stellt. Die Dramatik des Artenverlustes ist längst Konsens und bedarf keines Monitorings mehr, sondern erfordert ein rasches Umsteuern in der Agrarpolitik. Denn die in der Umsetzung betroffenen Landwirte bzw. Landnutzer brauchen eine klare Orientierung und eine lukrative Honorierung für gesellschaftlich erwünschte bzw. notwendige Leistungen und Aufwendungen."  

Zu der vom Forum Natur gestarteten Volksinitiative „Mehr als nur ein Summen – Insekten schützen, Kulturlandschaft bewahren!“ erklärt Wimmer: "Die Naturschutzverbände können diesen Versuch klar als Kompliment betrachten. In der Sache ist es aber eine Nebelkerze und nicht zielführend. Denn während die ursprüngliche Botschaft auf das Bekanntwerden der heute vorgestellten Volksinitiative war, dass die "Landnutzer" den Dialog suchen wollten, um nicht erneut in eine undankbare Verteidigungsrolle wie beim Volksbegehren gegen Massentierhaltung zu geraten, entwertet es das formulierte Gesprächsangebot, wenn aus dem vereinbarten Diskussionspapier eine "konkurrierende" Volksinitiative gemacht wird. Zum anderen enthält der Forderungskatalog wohlfeile Forderungen, die keinem wehtun und gegen die grundsätzlich auch nichts einzuwenden ist – die aber leider auch wirkungslos bleiben."  

Aus Sicht der FÖL ist bemerkenswert, dass in der Volksinitiative der Naturschutzverbände die Landnutzer als Partner für mehr Artenvielfalt gesehen werden und sich die Forderungen primär an die Politik richten. Grundsätzlich ist allen Akteuren im Ökolandbau sehr an einem ernsthaften Dialog gelegen, der alte Grabenkämpfe und Vorurteile überwindet. Viele der Herausforderungen in der Landnutzung sind so groß, dass sie nur gemeinsam gelöst werden können. Dass dieser Ansatz funktionieren kann, hat die mühsame, aber vergleichsweise erfolgreiche Arbeit am Tierschutzplan bewiesen.
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