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Pressemitteilung BoxID: 518449 (Finanzministerium des Landes Schleswig-Holstein)
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Neue Spielregeln: Wettlauf zwischen Ländern und Steuerbetrügern wird ausgeglichener

Neben Verschärfung strafbefreiende Selbstanzeige weiterer Schritt in Richtung Steuergerechtigkeit

(lifePR) (Kiel, ) 50 Staaten haben heute am Rande der Jahrestagung des Globalen Forums zu Transparenz und Informationsaustausch für Besteuerungszwecke (Global Forum on Transparency and Exchange of Information for Tax Purposes) in Berlin ein internationales Abkommen über einen automatischen Informationsaustausch in Steuersachen unterzeichnet. Weltweiter Steuerbetrug soll so ab 2017 wirksamer bekämpft werden.

Monika Heinold: "Bisher sind wir den Steuerbetrüger, die ihr Vermögen im Ausland angelegt haben, immer hinterher gelaufen. Bedingt durch das neue Regelwerk können wir jetzt auch Rennen gewinnen. Sowohl der einzelne Steuerbürger wie auch internationale Wirtschaftsbetriebe nutzen viel zu oft die Möglichkeit der Steuerflucht. Datenaustausch ist eine erste wichtige Grundlage um dieses zu verhindern. Was nun folgen muss ist die konsequente Umsetzung in europäisches und nationales Recht"

Nach dem Abkommen sind Banken und andere Finanzinstitute verpflichtet, den zuständigen Behörden jährlich Informationen über Zinsen, Dividenden und Guthaben auf Konten oder Erlöse aus dem Verkauf von Finanzvermögen eines in einem anderen Vertragsstaates lebenden Bürgers automatisch zu übermitteln. Diese Daten können im Ansässigkeitsstaat für Besteuerungszwecke genutzt werden. Das Bankgeheimnis wird damit praktisch endgültig abgeschafft.

Für die Finanzbehörden wird es deutlich einfacher, Finanzinformationen aus dem Ausland zu erhalten. Für Steuerbetrüger dagegen wird es noch schwieriger, Schwarzgeld ins Ausland zu schleusen und Erträge vor dem Fiskus zu verheimlichen.