Film- und Medienstiftung NRW 2019: Über 40 Millionen Euro für Filme, Serien, Games und digitale Projekte

(lifePR) ( Düsseldorf, )

39,14 Mio. Euro u.a. für 67 Kinofilme, 11 Serien- und TV-Projekte, 11 Games-Projekte
1,06 Mio. Euro für Aus- und Weiterbildung, 798.000 für Kinoförderung, 1,07 Mio. für Standortprojekte
Besucherstarke Publikumsfilme: „Der Junge muss an die frische Luft“, „Ich war noch niemals in New York“
Spannendes Arthouse: „Wintermärchen“, „easy love“, „7500“, „Exil“
Erfolgreiche Serien: „Babylon Berlin“ „Andere Eltern“ und „Die neue Zeit“
Über 130 Filme bei 80 Festivals: 90 Preise und Auszeichnungen, 22 Filme in der Lola-Auswahl
Rund ein Drittel der Produktionsförderungen an Regisseurinnen und Produzentinnen
2020: 28 Filme bei der Berlinale, 1 Mio. mehr für NRW-Kinos, MagentaTV und Sky neue Förderpartner


Kurz vor der 70. Berlinale kann sich die Film- und Medienstiftung NRW über eine rekordverdächtige Bilanz für 2019 freuen. Erstmals konnte sie rund 40,3 Mio. Euro in die Förderung von Filmen, Serien, TV-Filmen, Games, Festivals und Standortprojekten sowie Aus- und Weiterbildung investieren. Dabei gingen rund 25 Mio. Euro in die Produktionsförderung von 67 Kinofilmen, 5,7 Mio. Euro an 11 Serien und TV-Projekte, insgesamt rund 1,3 Mio. Euro in die Entwicklungsförderung, 1,8 Mio. Euro an Verleih und Vertrieb. Festivals und innovative Standortprojekte wurden mit 1,1 Mio. Euro unterstützt, hinzu kommen Standortpräsentationen im In- und Ausland und Weiterbildungsaktivitäten mit 1,06 Mio. Euro. Mit verdoppeltem Etat und einer neuen Leitlinie konnte die Entwicklung und Produktion von Games und digitalen Inhalten mit über 2,7 Mio. Euro für 31 Projekte gefördert werden.

„Mit rekordverdächtigen 40 Mio. Euro für die Förderung von Filmen, Serien und Games, Festivals und Standortprojekten konnte die Film- und Medienstiftung ein außerordentlich erfolgreiches Jahr 2019 abschließen. Mit Mittelerhöhungen für die kulturelle Filmförderung, für Serien und Games und zuletzt auch für die Kinoförderung hat das Land NRW 2019 starke Impulse gesetzt. Der Blick in den aktuellen Haushaltsentwurf zeigt, dass NRW auch 2020 Kurs halten und den höchsten Medienetat seit 2002 zur Verfügung stellen wird. Darüber hinaus freuen wir uns, dass MagentaTV und Sky neue Förderpartner der Film- und Medienstiftung werden. So können wir noch mehr spannende und innovative Projekte ermöglichen. Dabei ist uns Gendergerechtigkeit und Nachhaltigkeit ein wichtiges Anliegen,“ so Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW. „Wir danken allen Film- und Medienschaffenden für ihre engagierte Arbeit und unseren Gesellschaftern und Förderpartnern für ihre verlässliche Unterstützung. Aber jetzt freuen wir uns erst einmal auf die 70. Ausgabe der Berlinale, bei der insgesamt 28 in NRW geförderte und produzierte Filme präsentiert werden.“

Besucherstarke Publikumsfilme und spannendes Arthouse

An der Kinokasse war „Der Junge muss an die frische Luft“ von Caroline Link mit rund 3,8 Mio. Besuchern der erfolgreichste Film des Jahres. „Ich war noch niemals in New York“ von Philipp Stölzllockte mehr als 500.000 Besucher in die Kinos. Mit „Die Drei !!!“, „TKKG“ und „Mein Lotta-Leben – alles Bingo mit Flamingo“ gab es gute Erfolge im Family Entertainment. Für spannendes Arthouse aus NRW stehen Produktionen wie „Wintermärchen“ von Jan Bonny, „easy love“ von Tamer Jandali oder „7500“ von Patrick Vollrath.

Lolas, Löwen und ein Bär. Über 130 filmstiftungsgeförderte Filme bei 80 Festivals

Beim 69. Deutschen Filmpreis wurden drei filmstiftungsgeförderte Produktionen mit 13 Lolas ausgezeichnet. Mit 6 Lolas war „Gundermann“ von Andreas Dresen der Gewinner des Abends, 4 Lolas gingen an „Styx“ von Wolfgang Fischer und 3 Lolas an „Der Junge muss an die frische Luft“ von Caroline Link. In Venedig gingen zwei Löwen an die Koproduktionen „About Endlessness“ von Roy Andersson und „You will die at twenty“ von Amjad Abu Alala. Bei der letztjährigen Berlinale wurde KHM-Absolvent Johannes Krell gemeinsam mit Florian Fischer mit dem Goldenen Bären für den Kurzfilm „Umbra“ ausgezeichnet.

Spitzensumme für die Kinoförderung

Für Kinomodernisierung, Filmpräsentationen und Kinoprogrammprämien konnte die Filmstiftung im vergangenen Jahr rund 800.000 Euro zur Verfügung stellen. Beim Kinoprogrammpreis im November wurden 64 NRW-Kinos aus 39 Städten mit der deutschlandweiten Spitzensumme von 450.000 Euro ausgezeichnet.

5,7 Mio. Euro für High End-Serien und TV-Produktionen

2019 wurden 11 Serien und TV-Filme mit 5,7 Mio. Euro gefördert, „Brecht“ von Heinrich Breloer feierte Weltpremiere im Berlinale Special, die Bauhaus-Serie „Die neue Zeit“ von Lars Kraume bei CanneSeries, die Impro-Serie „Andere Eltern“ von Lutz Heineking Jr. startete auf TNT Comedy und die Satire „Der König von Köln“ von Richard Huber sorgte für großes Presse-Echo. Gedreht wurde die dritte Staffel von „Babylon Berlin“.

Über 2,7 Mio. Euro Förderung für einen starken Games-Standort

Mit der Verdopplung der Fördermittel auf 3 Mio. Euro und der neuen Leitlinie zur Förderung der Produktion von digitalen Spielen und interaktiven Inhalten wurden Meilensteine für einen erfolgreichen Games-Standort gesetzt. 2019 wurden insgesamt 31 Games- und VR-Projekte in Entwicklung und Produktion mit über 2,7 Mio. Euro gefördert. Veranstaltungen wie Clash of Realities, der Deutsche Entwicklerpreis und Womenize! brachten die Branche zusammen.

Gendergerechtigkeit

Seit 2015 erfasst die Filmstiftung die Förderung von Frauen und kann eine kontinuierliche Steigerung des Frauenanteils festhalten. In 2019 gingen je rund ein Drittel der Produktionsförderungen an Projekte von Regisseurinnen bzw. von Produzentinnen. Außerdem unterstützt die Filmstiftung das Mentoring-Programm „Into The Wild“ und das Internationale Frauenfilmfestival.

Diversity und Nachhaltigkeit

Weiterhin unterstützte die Filmstiftung auch die aktuellen Studien der MaLisa-Stiftung zu Genderdarstellungen und Audiovisueller Diversität in Film, Fernsehen und Neuen Medien, ebenso wie den kommenden Diversity-Gipfel in Köln. Anfang November lud dieFilm- und Medienstiftung NRW in Kooperation mit derifs internationale filmschule köln zu den Workshops „Green Production“ und „Green Storytelling“.

Ausblick 2020: Starke Filme und Serien, weitere Mittelerhöhungen und neue Förderpartnerschaften

Starker Start

22 filmstiftungsgeförderte Produktionen sind im Rennen für den Deutschen Filmpreis und 10 Produktionen für den Grimme-Preis nominiert. „Exil“ wurde nach Sundance eingeladen, „Lindenberg! Mach Dein Ding!“ hat die Besuchermarke von 500.000 überschritten, und die dritte Staffel von „Babylon Berlin“ ist auf Sky angelaufen. Im März folgt die 2. Staffel von „Andere Eltern“ auf TNT Comedy.

1 Mio. Euro mehr für NRW-Kinos

Die Film- und Medienstiftung NRW geht mit einer weiteren Mittelerhöhung ins Jahr 2020. Mit Bezug auf den starken Kinostandort NRW und das Zukunftsprogramm Kino des Bundes haben Landesregierung und Landtag zusätzlich 1 Mio. Euro für die Kinoförderung zur Verfügung gestellt.

Neue Förderpartner Magenta TV und Sky

Außerdem verstärken zwei neue Partner die Film- und Medienstiftung: MagentaTV der Deutschen Telekom GmbH und Sky Deutschland zahlen 2020 in den Fördertopf ein und wollen damit vorrangig die Produktion von High End-Serien in NRW unterstützen.

Berlinale 2020

Bei den 70. Internationalen Filmfestspielen Berlin sind insgesamt 28 filmstiftungsgeförderte Produktionen vertreten. Im Wettbewerb laufen „Undine“ von Christian Petzold und „Berlin Alexanderplatz“ von Burhan Qurbani. In der neuen Wettbewerbsreihe Encounters läuft „Orphea“ von Alexander Kluge und Khavn De La Cruz. „Kids Run“ von Barbara Ott eröffnet die Perspektive Deutsches Kino, hier wird außerdem „Im Feuer“ von Daphne Charizani gezeigt. Im Panorama laufen „Exil“ von Visar Morina, „One of These Days“ von Bastian Günther und „Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien“ von Bettina Böhler, in Forum „Oeconomia“ von Carmen Lossmann und in der Reihe Lola@Berlinale werden weitere 19 geförderte Produktionen gezeigt, die für den Deutschen Filmpreis ins Rennen gehen. Im nunmehr sechsten Jahr ist die Film- und Medienstiftung Hauptpartner des Berlinale Series Market. Dort werden die True Crime-Serie „Höllental“ von Marie Wilke und „Unsere wunderbaren Jahre“ von Elmar Fischer vorgestellt.
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