Mittwoch, 22. Februar 2017


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Die Tücken der Angemessenheit und Pauschalierung von Wohnkosten

(lifePR) (Berlin, ) Die Wogen der Wohnkostendiskussion schlagen mal wieder hoch, derzeit ist die Wirkung von pauschalierten Ansätzen für Wohnkosten in der öffentlichen Diskussion. Kaum jemand macht sich jedoch die Mühe, zu hinterfragen, worauf es bei der schwierigen Frage der Angemessenheit wirklich ankommt.

Die diskutierte Einführung einer Wohnkostenpauschale würde die grundsätzlich zu lösende Problematik der Angemessenheit von Wohnkosten keineswegs beantworten. Angemessenheitsgrenzen von Wohnkosten müssen nach Urteil des Bundessozialgerichts nämlich regional gezogen werden. Denn Wohnungsmärkte sind regional ausdifferenzierte Märkte mit teilweise gegenläufigen Marktrends. Die entsprechenden kommunalen Verantwortlichen wissen, dass nur eine fundierte regionalisierte Marktbeobachtung den Zugang zu entsprechenden Angemessenheitskriterien ermöglicht. Da sich die Märkte in dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage kontinuierlich verändern, verändern sich auch die entsprechenden regionalen Angemessenheitskriterien.

Ein Blick auf die Deutschlandkarte mit den aktuellen Verhältnissen der regionalen Mietwohnungsmärkte im unteren Wohnungsmarktsegment (am Beispiel der 60 m²-Wohnungen) zeigt die gegenwärtigen Unterschiede. Wenn Pauschalen geschaffen würden, müssten diese nicht nur die bestehenden regionalen Unterschiede berücksichtigen, sondern darüber hinaus kontinuierlich an die lokalen Marktentwicklungen angepasst werden. Zentrale Einheitsvorgaben können diesen Anspruch aller Erfahrung nicht leisten, zumal die kommunale Praxis bereits erhebliche Mühen hat, vor Ort fundierte und rechtssichere lokale Angemessenheitskriterien zu entwickeln.

empirica ag

empirica hat erstmals in Deutschland einen grundsicherungsrelevanten Mietspiegel für alle Kreise und kreisfreien Städte erstellt. Er erfüllt die von den Gerichten geforderte Berücksichtigung der lokalen Wohnungsmarktsituation und stellt transparent dar, wie sich die Mietniveaus im unteren Wohnungsmarktsegment in den Regionen Deutschlands unterscheiden.

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