Weine mit Terroirprägung

Was die Natur den Weinen mitgibt

(lifePR) ( Achern, )
"Terroir", das Wort kommt aus dem Französischen, meint die Summe aller natürlichen Einflüsse auf das Geschmacksbild eines Weines. Vom Terroir geprägte Weine sind eigenständige Produkte eines einzigartigen Ortes, weil jeder Weinberg, ja jeder Rebstock, in einer einmaligen, nicht reproduzierbaren Umgebung vorkommt. Sechs Faktoren sind es, die das Geschmacksbild maßgeblich beeinflussen: die Rebsorte, der Boden, die Topographie, die Geologie, das Klima und letztlich der Winzer, wobei die mittleren vier zu den Terroirs zählen.

Jedem ist verständlich, dass Lössböden oder sandiger Lehm andere Weine hervorbringen als Schieferverwitterungsböden. Die Beschaffenheit des Bodens, seine Tiefgründigkeit, seine Mineralität, die Lage des Weinbergs, seine Hangneigung, ob nach Süden, Osten oder Westen, der daraus resultierende Sonneneinstrahlungswinkel und die Witterungseinflüsse im Laufe des Jahres sind es, die einen Wein prägen, ihn einzigartig machen. Am Winzer und Kellermeister liegt es dann, mit viel Erfahrung, Wissen, Leidenschaft und Fingerspitzengefühl all das, was in der Traube ganzjährig gespeichert wurde, in reintöniger Form schmeckbar zu machen. Und dies ist es, was auch Weinproben spannend macht, die natürlichen Gegebenheiten zu schmecken, sich daran zu freuen und sie zu vergleichen.

Hier einige Beispiele aus Baden, die ihre Terroirs besonders zeigen: Mit hellen, mineralischen Akzenten, die von den Granitböden rühren, einer frischen Fruchtigkeit von Zitrone, Mirabelle,

Birne und zarten Nussaromen scheint die 2009 Oberkircher Klingelberger (Riesling) Spätlese

trocken von alten Reben (1), der Oberkircher Winzergenossenschaft, regelrecht auf der Zunge zu tanzen. Von ganz anderer Art, hochreif, edel und geschmeidig präsentiert sich der 2008 Grauburgunder aus der Kaiserstühler Lage Eichstetter Herrenbuck (2) vom Weingut Friedrich Kiefer, ein Wein von sehr tiefgründigen Lössböden, in denen die Reben tief wurzeln und dem Wein etwas Tiefgründiges mitgeben. Wieder ganz anders ein Wein von Lehm und Löss sowie Keuperverwitterungsböden aus dem südbadischen Markgräflerland, der 2008 Wolfenweiler Batzenberg Spätburgunder trocken (3) im großen Holzfass gereift von der Winzergenossenschaft Wolfenweiler: voller Kraft, Fülle und geschmeidig zugleich, der mit seiner Mineralik, Tönen von frischen Kirschen und Zartbitterschokolade animiert. Gleiches gilt für den 2009 Waldulmer Pfarrberg Spätburgunder Spätlese trocken "alte Reben" (4) der Winzergenossenschaft Waldulm. Die dortigen Granitböden und Osthänge, welche die erste Morgensonne tanken, führen zu einem Stelldichein von Brombeere, Schwarzkirsche, Holunder, untermalt von feinen Noten von Wacholder. Sehr individuell, ja schon auftrumpfend, probiert sich die 2008 Durbacher Bienengarten Spätburgunder Edition trocken, die das Weingut Andreas Männle (5) ebenfalls von Granitböden hervorbringt. Von Sanddorn, Rosmarin, Lakritze über Datteln und Schwarzkirsche bis hin zu Feuersteinnoten und weißem Pfeffer reicht die Geschmackspalette.

So lassen diese Weine Landschaften lebendig werden, ja sie kommunizieren mit uns. Der Weinfachmann Daniel Querre bezeichnete den Begriff Terroir einmal als "das Mysterium des unbekannten Etwas". Vielleicht ist es gerade schön, dass nicht alles Wissenschaft ist, sondern Natur und noch auf dem Fingerspitzengefühl, der feinen Nase und Zunge des Winzers beruht. Adressen unter www.best-of-baden.de.
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