Barbara Rittner kritisiert im Eurosport-Podcast French Open: "Total egoistisch und bodenlos"

"Extra Time - Der Eurosport-Podcast" mit dem täglichen Sport-Update in der Corona-Krise der Eurosport Redaktion, zu sehen als Vodcast auf Eurosport.de, sowie als Podcast auf die Ohren auf allen gängigen Plattformen

(lifePR) ( München, )
In der aktuellen Folge des neuen Eurosport-Podcasts "Extra Time" hat Barbara Rittner, Head of Women’s Tennis beim DTB, gemeinsam mit den Redakteuren Tobias Hlusiak und Alice Jo Tietje sowie Eurosport-Kommentator Markus Theil im täglichen Sports-Update zur Corona-Krise über die Folgen der Epidemie für den Tennissport diskutiert.

 Barbara Rittner im Eurosport-Podcast über ….

 ... die Verlegung der French Open:

„Ich persönlich glaube nicht, dass das Turnier zum nun angedachten Zeitpunkt stattfindet. Das wäre auch ein falsches Signal, denn ein solcher Alleingang darf nicht belohnt werden. Man hat offenbar einfach den spätmöglichsten Zeitpunkt gesucht, und das Turnier dort angesetzt. Das war total egoistisch und bodenlos. Ich verurteile das aufs Schärfste. Damit haben sich die Verantwortlichen keinen Gefallen getan.“

 ... die möglichen Folgen der Verlegung für die Spieler:

„Der neue Termin der French Open ist nicht gut durchdacht. Aus körperlicher Sicht ist es für die Spielerinnen und Spieler fast unmöglich, zunächst auf Hartplatz die US Open zu spielen und dann innerhalb einer Woche nach Europa zu fliegen und auf Sand zu trainieren. Das ist eine riesige Umstellung für den Körper. Die Ballwechsel werden länger, das Spiel wird viel intensiver, man läuft die Bälle nicht mehr aus, sondern rutscht in die Schläge hinein. Die Besten spielen sieben Matches in 14 Tagen und das gleiche sollen sie dann eine Woche später, samt Jetlag und Reisestress wieder tun? Das ist für mich absolut undenkbar. Abgesehen davon, kann es im Oktober in Paris unter Umständen schon Bodenfrost geben. Das ist alles nicht zu Ende gedacht und im Endeffekt auf dem Rücken der Sportler ausgetragen.“

 ... finanzielle Schwierigkeiten für Spieler durch die Corona-Epidemie:

„Es heißt ja immer, die Tennisspieler seien sicher. Aber wenn du auf Platz 400, 500 oder 600 stehst – und die Weltrangliste geht ja bis jenseits der 1000 – dann musst du schauen, dass wöchentlich was reinkommt. Das ist natürlich jetzt nicht der Fall. Diesen Spielern geht es dann so, wie sehr vielen Menschen in unserer Gesellschaft. Da geht es um die eigene Existenz und man kann nicht mehr ruhig schlafen.“

 ... die Chancen, die die aktuelle Krise bietet:

„Ich glaube, die aktuelle Lage bietet eine Chance für die etwas zerrissene Tennis-Tour. Es gibt die WTA für die Damen, die ATP für die Herren und die ITF, die sich um die Jugend und die vier Grand Slams kümmert. Diese drei Verbände könnten gerade in Sachen Kommunikation näher zusammenrücken und sich im Interesse der Spielerinnen und Spieler besser abstimmen. Irgendwann werden wir – hoffentlich in diesem Jahr noch – weiterspielen können. Dann wird es darum gehen, einen sinnvollen Plan für den Rest des Jahres zu erstellen.“

 ...die Auswirkungen der Krise auf das neue Rasenturnier in Berlin (bett1 Open):

„In Berlin haben wir unglaubliches Glück, weil wir einen Titelsponsor gefunden haben, der komplett hinter uns steht. Das Turnier ist ein Projekt, das langfristig geplant ist. Unser Sponsor sagt: ‚Sollte das Turnier in diesem Jahr ausfallen, dann sind wir traurig, freuen uns aber auf 2021.‘ Deswegen sind wir noch relativ entspannt. Andere, kleinere Turniere werden aber sicherlich kaputtgehen. Ein Ausfall kostet viel Geld. Das werden nicht alle überleben.“

"Extra Time – Der Eurosport-Podcast"  mit dem täglichen Sport-Update zur Corona-Krise

Besondere Zeiten erfordern flexible Maßnahmen: Eurosport baut sein Digitalangebot aus und hat den neuen Podcast „Extra Time“ inklusive dem täglichen Sport-Update "Viral" zur Corona-Krise gelauncht, das sowohl als Video- als auch als Audioangebot verfügbar ist. Federführend in der Umsetzung sind die Eurosport-Redakteure Alice Jo Tietje, Tobias Hlusiak und David Marcour. In dem neuen Format, das Teil der Eurosport Podcast-Reihe „Extra Time“ ist, erörtert das Redaktionsteam jeden Tag gemeinsam mit wechselnden Experten und Gästen die Top-News aus der Welt des Sports, ordnet das aktuelle Geschehen in Zeiten der Corona-Krise journalistisch ein und geht den aktuellen Fragen nach: Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf den Sport? Wie halten sich die Stars fit? Wie gehen die Vereine und Teams mit der Situation um?

"Extra Time" ist alsVodcast auf Eurosport.de zu sehen sowie als Podcast auf allen gängigen Podcatcher zu hören, z.B. via Spotify oder bei Apple-Podcast. Die Fans können direkt in Kontakt mit der Eurosport-Redaktion treten, bei Twitter mit dem Hashtag #EurosportPodcast oder in den Kommentaren auf der Eurosport Instagram-Seite.

Die Zitate stehen bei Quellennennung „Eurosport-Podcast Extra Time“ redaktionell frei zur Verfügung.  
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.