Hanau mahnt uns alle, klar gegen Hass, Hetze und Rassismus einzustehen

Initiative #MeineStimmeGegenHass zum Jahrestag des rassistischen Anschlags von Hanau

(lifePR) ( Berlin, )
Anlässlich des Jahrestages des rassistischen Anschlags im hessischen Hanau, bei dem am 19. Februar 2020 neun Menschen und die Mutter des Täters ermordet wurden, ruft die Initiative #MeineStimmeGegenHass der Deutschlandstiftung Integration erneut dazu auf, die eigene Stimme zu erheben und sich klar gegen Hass, Hetze und Rassismus zu stellen.  

Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz: 

„Die Frauen und Männer, die vor einem Jahr durch den rassistischen Anschlag aus dem Leben gerissen wurden, waren Hanauer, sie waren ein Teil von Deutschland, ein Teil von uns. Die rassistischen Morde von Hanau verpflichten uns alle, mehr zu tun. Deshalb ist es richtig, dass die Bundesregierung den Kampf gegen Rassismus mit konkreten Maßnahmen von der Prävention über die Strafverfolgung bis hin zur Hilfe und Beratung für Betroffene entschlossen vorantreibt. Und deshalb ist jede und jeder einzelne gefragt, klare Haltung zu zeigen und die Stimme gegen Hass und Gewalt zu erheben.“

Der Vorsitzende des Stiftungsrates der Deutschlandstiftung Integration, Bundespräsident a.D. Christian Wulff, betont:

„Der Täter von Hanau hatte eine zutiefst rassistische Gesinnung und hat seinen Hass mit tödlicher Gewalt ausgeübt. Er konnte zuvor seine Botschaften und seine Radikalisierung im Internet ausleben. Wir müssen in der reellen wie in der digitalen Welt gegen diesen Hass entschlossen vorgehen. Den Nährboden solcher Ideologien müssen wir alle zusammen trockenlegen.“

Auch BpB-Vizepräsidentin Cemile Giousouf weist auf die Bedeutung der Initiative hin:

„Das Attentat von Hanau hat uns als Gesellschaft und als Land tief getroffen. Hass war das grausame Motiv dieser Tat. Das Gedenken an die Opfer von rechtsextremistischer und rassistischer Gewalt muss Teil der politischen Bildung bleiben und in den Schulen aktiv bearbeitet werden. Denn nur so können wir Bürgerinnen und Bürger im Kampf gegen den Extremismus stärken. Das sind wir den Opferfamilien schuldig.“

Die Integrationsbeauftragte fördert gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung die Initiative #MeineStimmeGegenHass der Deutschlandstiftung Integration. Die Initiativeruft dazu auf, die Todesopfer rechter und rassistischer Angriffe in Deutschland nicht zu vergessen und die Stimme gegen Hass, Rassismus und Rechtsextremismus zu erheben. Mit bundesweiten Plakaten und Anzeigen, einem Fernseh-Spot, der Webseite www.meinestimmegegenhass.de und Social Media-Aktionen wird unter #MeineStimmeGegenHass die Botschaft der Initiative verbreitet sowie zum Mitmachen aufgerufen. 

Die Bundesregierung hat den Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gerückt. Nach dem Mord an Walter Lübcke und den Terroranschlägen in Halle und Hanau wurde im März 2020 ein Kabinettausschuss eingerichtet, der im November 2020 einen Katalog mit 89 Maßnahmen beschlossen hat, hinterlegt mit über 1 Milliarde Euro bis 2024. 

Rassismus und Rechtsextremismus sind die größte Bedrohung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland. Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft, ihres Aussehens oder Engagements für ein weltoffenes Deutschland zur Zielscheibe von Rassismus und Rechtsextremismus werden, benötigen den Rückhalt des Staates, genauso wie jeder und jedes Einzelnen von uns. Notwendig ist neben staatlichen Maßnahmen deshalb auch ein breites und sichtbares gesellschaftliches Bündnis gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus. Deshalb hat die Deutschlandstiftung Integration die Initiative #MeineStimmeGegenHass ins Leben gerufen. 

Über 50 prominente Unterstützerinnen und Unterstützer geben der Initiative ihre Stimme und stellen sich klar gegen Hass und Hetze. Mit dabei sind neben mehreren Bundesministerinnen und -ministern u.a. die Schauspielerin Iris Berben, der Präsident des DFB Fritz Keller, der Sänger Max Raabe, der Fußball-Nationalspieler Robin Gosens und der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. Josef Schuster. 
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