Freitag, 22. Juni 2018


  • Pressemitteilung BoxID 684470

"Jetzt geht es um die gemeinsame Umsetzung"

DIBt-Praxisforum zur Baurechtsnovelle

Berlin, (lifePR) - Am 6. November 2017 lud das Deutsche Institut für Bautechnik zum DIBt-Praxisforum "Novellierung des Bauordnungsrechts". "Was bleibt? Was ändert sich? Was ist neu?" – diese Fragen beleuchteten die DIBt-Referenten vor rund 130 Teilnehmern aus der Bauindustrie.

Um die rechtlichen und verwaltungstechnischen Aspekte ging es am Vormittag. Die DIBt-Experten vermittelten dabei einen Gesamtüberblick über das Themenfeld. Vom Konzept und den Inhalten der Musterbauordnung und der Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB), über die Änderungen bei Prüfung, Überwachung und Zertifizierung bis hin zu den Initiativen der Bauaufsicht zur Schließung der Lücken in harmonisierten Normen spannte sich der Bogen.

Der Nachmittag stand im Zeichen praktischer Betrachtungen: Wann brauche ich welchen technischen Nachweis und wozu? In den Vorträgen der DIBt-Referenten wurde das konkret und nachvollziehbar dargestellt. Entsprechend positiv war die Resonanz der Teilnehmer: "Sehr informativ und sehr gut", lautete ihr Urteil.

Ebenfalls vielgelobt: der Tagungsband zur Veranstaltung, der nun auch online auf der Website des DIBt verfügbar ist.

"Rechtliche Grundlagen und technische Umsetzung"

"Im letzten Jahr haben wir noch darüber diskutiert, was kommen könnte. Heute wollen wir Ihnen vorstellen, was ist und wie es ist. Dabei werden wir sowohl die rechtlichen Grundlagen als auch die konkrete technische Umsetzung beleuchten." Mit diesen Worten führte DIBt‑Präsident Dipl.‑Ing. Gerhard Breitschaft in die Informationsveran­staltung ein. Es gehe nun darum, die neuen Regelungen gemeinsam umzusetzen. In diesem Sinne lud er das zahlreich erschienene Fachpublikum ein, Fragen zu stellen und im Gespräch zu bleiben – auch nach der Veranstaltung.

Über das Konzept der neuen Musterbauordnung informierte DIBt-Jurist Dr. Justus Achelis. In diesem Kontext riss er auch die Problematik des Lückenschlusses bei mangelhaften harmonisierten Normen an. Diese wurde später vertieft. Anschließend informierte er über den Umsetzungsstand. Bis Ende 2018 wollen alle Bundesländer vollständig auf das neue System umstellen (siehe Abb. 1).

Deutsches Institut für Bautechnik

Das DIBt hat seine Bescheidpraxis bereits zum 15. Juli 2017 geändert. Das Institut unterscheidet nun zwischen reinen allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen (nur Produktregelungen), reinen Bauartgenehmigungen (nur Anwendungsregelungen) und - im nicht harmonisierten Bereich - Kombinationsbescheiden aus allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen (abZ) und allgemeinen Bauartgenehmigungen (aBG). Die Kompatibilität mit den alten Bauordnungen wird über die Allgemeinen Bestimmungen der Bescheide sichergestellt.

Ebenfalls seit dem 15. Juli 2017 können freiwillige Gutachten beim DIBt in Auftrag gegeben werden.

Die Regelungen der MVV TB dürfen auch bereits angewandt werden. Die Ländervertreter haben zugesagt, diese in der Übergangszeit als technisch gleichwertige Lösung anzuerkennen. Da die MVV TB technisch aktueller ist, kann das für Hersteller von Interesse sein.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Der Garten macht Massivhaus zum Traumhaus

, Bauen & Wohnen, Town & Country Haus Lizenzgeber GmbH

Der Bau eines Massivhauses ist erst mit der Außenanlage so richtig abgeschlossen. Bauherren sollten mit der Gartenplanung nicht bis nach dem...

Elektrische Heizung per App steuern

, Bauen & Wohnen, Schlüter-Systems KG

Mit dem neuen Temperaturregler Schlüter-DITRA-HEAT-E-R-WIFI lassen sich Boden- und Wandflächen komfortabel zeitgesteuert beheizen. Die Bedienung...

Vorsicht, Falle: Dachdecker-Innung warnt vor unseriösen Angeboten an der Haustüre

, Bauen & Wohnen, Bayerisches Dachdeckerhandwerk Landesinnungsverband

Offenbar haben rumänische (angebliche) Dachdecker die Oberpfalz als lohnendes Arbeitsgebiet für sich entdeckt. In übelster Drückerkolonnen-Manier...

Disclaimer