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Pressemitteilung BoxID: 418701 (Deutscher Verband Tiernahrung e.V.)
  • Deutscher Verband Tiernahrung e.V.
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Sicheres Futter für erfolgreiche Veredlung in Deutschland

Eigenverantwortlichkeit und Verlässlichkeit von gesamter Kette unabdingbar

(lifePR) (Nürnberg, ) Rechtliche Verpflichtungen, erfolgreiche Krisenbewältigung und Anforderungen der Landwirtschaft an die Futterbranche bildeten die Themen der Vortragstagung der Regionalgruppe Süd des Deutschen Verbandes Tiernahrung e. V. (DVT) am 13.06.2013 in Nürnberg. Dazu kamen als externe Referenten Gerhard Stadler, Präsident des Bezirksverbandes Niederbayern, sowie die Sachgebietsleiterin Futtermittelkontrolle der Regierung von Oberbayern, Frau Dr. Claudia Thielen.

Stadler forderte im Rahmen seines Vortrags unbedingte Verlässlichkeit von der Futtermittelwirtschaft ein. Er warb unter anderem für gemeinsame Anstrengungen bei der Bewältigung der großen Probleme, denen die Veredlungswirtschaft in Deutschland gegenübersteht. Ein wesentlicher Baustein sei eine erheblich höhere Akzeptanz moderner landwirtschaftlicher Produktion, die auf Verbraucherseite nur durch ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge erreichbar sei. Dazu gehöre auch, dass die Überbetonung einer "heilen Welt" in der Agrarproduktion beendet werde. Hier sei eindeutig die gesamte Kette bis zum Lebensmitteleinzelhandel gefordert.

Karl Schneider, Vorsitzender der DVT-Regionalgruppe Süd, sprach insbesondere die aktuellen Schwierigkeiten bei Kundenanforderungen an. Eine Gefahr für die Branche bestünde immer dann, wenn Unternehmer ohne kritische Prüfung jeder gestellten Kundenanforderung nachgäben - dies schaffe Probleme für die gesamte Branche. Beispiele hierfür sind Forderungen nach Gentechnikfreiheit mit völlig überzogenen Anforderungen, die geforderte Verwendung von "ausschließlich" einheimischen Futtermitteln und anderen Programmen. Umsicht und Sorgfalt bei den Zusagen einerseits und bei der Einhaltung gemachter Zusagen andererseits seien wichtige Voraussetzungen, um die Glaubwürdigkeit der Branche zu erhalten bzw. zurückzugewinnen.

Frau Dr. Thielen gab den Futtermittelunternehmern wichtige Hinweise für eine verbesserte Einhaltung der rechtlichen Verpflichtungen, insbesondere im Bereich der Handhabung der HACCP-Konzepte. Schwerpunkte sollten ihrer Meinung nach die kritische Betrachtung von Rohwaren und erhöhte Eigenkontrollen der Rohstoffqualitäten bilden. Speziell in diesem Punkt entwickelte sich eine kontroverse Diskussion, die mit der gemeinsamen Sichtweise endete, dass nach wie vor jeder abgebende Betrieb (Inverkehrbringer) für die eigene Ware verantwortlich ist, dass aber dennoch eine gesteigerte Überprüfung der bezogenen Futtermittel und eine verstärkte Lieferantenüberprüfung und -beurteilung von besonderer Wichtigkeit ist. Dies auch in den jeweiligen betrieblichen Aufzeichnungen zu dokumentieren sei essenziell.

Im internen Teil der Versammlung standen die turnusmäßigen Wahlen zum Vorstand der Regionalgruppe an. Der Vorsitzende Karl Schneider verabschiedete zunächst Friedemann Klemm mit großem Dank und Anerkennung aus dem Vorstand. Er stand für eine Wiederwahl aus Altersgründen nicht mehr zur Verfügung. In den Vorstand wurden gewählt: Karl Schneider, Fa. Karl Schneider, Hergatz (Vorsitzender), Carolin Braun, DEWA-Kraftfutter, Emskirchen (stellv. Vorsitzende), Friedhelm Donde, Weissachmühle M. Köberle, Oberstaufen, Harry Grötenherdt, Südthüringer Getreide und Mischfutter, Themar, Dr. Kurt Matthes, Deutsche Tiernahrung Cremer, Mannheim, Patrick Sonderen, BIOMIN Deutschland, Aalen. Als Nachfolger für Herrn Klemm wurde Kai Engelhardt, REIKA, Reinsdorf, vorgeschlagen und gewählt.

Deutscher Verband Tiernahrung e.V.

Der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) vertritt als unabhängiger Wirtschafts-verband die Interessen der Unternehmen, die Futtermittel, Vormischungen und Zusatzstoffe für Nutz- und Heimtiere herstellen, lagern und damit handeln. Die Regionalgruppe Süd beschäftigt sich mit regionalspezifischen Belangen in den südlichen und südöstlichen Bundesländern. In der Regionalgruppe sind alle Mitgliedsfirmen des DVT zusammengeschlossen, die ihren Firmensitz oder Zweigwerke in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und/oder Thüringen haben.