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„Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ 2022 verliehen: 18 Auszeichnungen an Lehrkräfte und Schulleitungen aus elf Bundesländern

(lifePR) (Berlin/Hanau, )
Insgesamt gingen 18 Auszeichnungen an Lehrkräfte und Teams sowie Schulleitungen aus elf Bundesländern: Baden-Württemberg (Rottweil), Bayern (Passau), Berlin (2x), Hessen (Geisenheim-Johannisberg, Hattersheim), Niedersachsen (Braunschweig), Nordrhein-Westfalen (Essen, Köln 2x, Mülheim an der Ruhr, Rheda-Wiedenbrück, Warstein), Saarland (Merzig), Sachsen (Leipzig), Sachsen-Anhalt (Wernigerode), Schleswig-Holstein (Norderstedt), Thüringen (Apolda)

Bewerbungen für die neue Runde des Wettbewerbs über www.lehrkraeftepreis.de

Die Preisträgerinnen und Preisträger des bundesweiten Wett­bewerbs „Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ 2022 stehen fest. Die hochkarätige Jury unter Leitung von Prof. Dr. David-S. Di Fuccia hat entschieden: Zehn Lehrkräfte, vier Teams und vier Schulleitungen aus insgesamt elf Bundesländern wurden in der Wettbewerbsrunde 2022 ausgezeichnet. Über 8.500 Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler haben sich am Wettbewerb beteiligt.

Die Träger des Wettbewerbs, die Heraeus Bildungsstiftung und der Deutsche Philologen­verband, wollen mit der Auszeichnung die Leistungen von Lehrkräften, Lehrkräfte-Teams sowie Schulleitungen würdigen und in den Vordergrund der öffentlichen Wahrnehmung rücken. Förderpartner der Wettbewerbsrunde 2022 sind der Cornelsen Verlag, die DZ BANK AG, die PwC-Stiftung, die ZEIT Verlagsgruppe und „ZEIT für die Schule“. Schirmherrin der Wettbewerbs­runde 2022 ist Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung: „Dieser Preis ist ein Appell, wie wichtig guter Unterricht ist, der niemanden zurücklässt. Vor allem macht er sichtbar: Lehrerinnen und Lehrer werden in diesem Land wertgeschätzt. Als Bundesbildungsministerin und Schirmherrin des Preises danke ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Zehn besonders engagierte Lehrkräfte von ihren Schülerinnen und Schülern nominiert

Für „Ausgezeichnete Lehrkräfte“, eine der drei Wettbewerbskategorien, wurden zehn besonders engagierte Lehrkräfte von den Schülerinnen und Schülern der Abschlussklassen 2022/2023 nominiert. Drei Auszeichnungen vergab die Jury nach Nordrhein-Westfalen (Dirk Erkelenz, Königin-Luise-Schule Köln; Georg Kussel, Einstein Gymnasium Rheda-Wiedenbrück; Dennis Münstermann, Bertha Krupp Realschule Essen), zwei nach Berlin (Tatjana Inkin, Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium; Sebastian Telschow, Werner-von-Siemens Gymnasium). Je eine Auszeichnung wurde nach Bayern (Marc-Andree Hennekes, Dreiflüsse-Realschule Passau), Hessen (Karl Voßkühler, Internatsschule Schloss Hansenberg Geisenheim-Johannisberg), ins Saarland (Raphael Büttner, Peter-Wust-Gymnasium Merzig), Sachsen (Andreas Böstler, Wilhelm-Ostwald-Schule Leipzig) und Thüringen (Maria-Magdalena Lessat, Pestalozzischule Apolda) vergeben.

Vier Auszeichnungen in der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“

In der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“, wählte die Jury vier Preisträgerinnen und Preis­träger aus. Die Schulleitungen wurden von ihren Kollegien vorgeschlagen.

Die Vorstandsvorsitzende der Heraeus Bildungsstiftung, Alexandra Heraeus: „Wir zeichnen diese vier Schulleiterinnen und Schulleiter stellvertretend für alle Schulleitungen aus, die ihre Schule mit Offenheit, Transparenz und Herz führen und zukunftsorientierten Unterricht fördern. Wir wollen zeigen: Es gibt sie, die hervorragenden Schulleitungen, die unsere Kinder bestmöglich auf ihr weiteres Leben vorbereiten.“

Der erste Preis ging an Dr. Rolf Wohlgemuth vom Erich-Gutenberg-Berufskolleg in Köln, Nordrhein-Westfalen. Das Kollegium nominierte den Schulleiter u.a. wegen seiner von Wert­schätzung, persönlicher Ansprache, Offenheit und Transparenz getragenen Schulkultur, einer horizontalen Organisationsstruktur mit Entscheidungskompetenzen, klaren Zielsetzungen, Fehlertoleranz und Kooperation. Auf dem Weg der digitalen Transformation hin zu einer Smart­School – zu einer Schule von morgen – sei seine uneingeschränkte Mitwirkung und Unterstüt­zung entscheidend gewesen.

Den zweiten Preis erhielt Andrea Kocks, Leiterin der Grundschule am Steigerweg in Mühlheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen. Das Kollegium nimmt sie als offen, herzlich, kompetent und klar, achtsam, professionell nahbar, aber bestimmt wahr. Sie leite mit Transparenz in ihrer Haltung und in ihren Entscheidungen die Schulgemeinde und lenke überzeugend – mal offensiv, mal eher im Hintergrund – die Arbeit im Kollegium. Die kontinuierliche Optimierung und Profes­sionalisierung des Unterrichts nach den neuesten Methoden und Konzepten sei ihr wichtig. Sie vernetzte die Schule u.a. mit der Politik, der Stadtverwaltung, Kindertagesstätten, dem Diako­nischem Werk und den Caritas-Sozialdiensten. 

Den dritten Preis vergab die Jury an das Schulleitungsteam Stefan Maier und Amir Jano vom Droste-Hülshoff-Gymnasium Rottweil, Baden-Württemberg. Das Kollegium schätzt an den beiden ihre Offenheit, Freundlichkeit, Verbindlichkeit und den Humor. Sie hätten stets ein offenes Ohr für Probleme und kompetente Ratschläge und Tipps für deren Lösung parat, egal wie hoch die Arbeitsbelastung gerade sei. Entscheidungen und Regelungen würden Schülern und Schülerinnen, Eltern und Lehrkräften klar kommuniziert. Sie seien selbst Profis beim Einsatz digitaler Tools im Unterricht und unterstützten Fort- und Weiterbildungen des Kollegiums, um die aktuellen technischen, digitalen und didaktisch-methodischen Möglichkeiten der neuen Medien gewinnbringend einzusetzen.

Den Sonderpreis „Kulturelle Bildung”, vergeben vonder PwC-Stiftung, erhielten Schulleiterin Andrea Probst und Hortleiterin Monika Heinemannvon der Freien Grundschule Wernigerode, Sachsen-Anhalt. Die Jury vergab den Sonderpreis für das Projekt „Mensch – Beethoven!“ mit Aufführungen vor insgesamt 1.500 Zuschauern und 50 beteiligten Kindern gemeinsam mit dem Philharmonischen Kammerorchester (PKOW) mit Schauspiel, Kostüm, Gesang, Musik und Tanz. Beteiligt waren die zweiten und vierten Klassen, die Musiklehrerin, viele Kollegen und Kolle­ginnen wie Erzieher und Erzieherinnen des Hortes unterstützt von einer Vielzahl von Helferinnen und Helfern.

Vier innovative Unterrichtskonzepte ausgezeichnet

In der Kategorie „Unterricht innovativ“ haben zahlreiche engagierte Lehrkräfte-Teams aus ganz Deutschland innovative und fächerübergreifende Unterrichtsprojekte für den Wettbewerb eingereicht.

Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes: „Die außergewöhnlich vielen Einreichungen in diesem Jahr haben gezeigt, wie viel an unseren Schulen passiert: Unsere Lehrkräfte arbeiten unermüdlich daran, Schule und Unterricht innovativ zu denken und dabei das Lernen für ihre Schülerinnen und Schüler so abwechslungsreich wie wirksam zu machen. Die vier Projekte, die wir heute auszeichnen, beweisen dieses außer­gewöhnliche Engagement und stehen stellvertretend für unzählige Lehrkräfte, die jeden Tag ihren Beruf zur Berufung werden lassen.“

Den ersten Preis vergab die Jury an Dr. Lars Menrath, Projektleiter,und sein Team Dr. Thomas Albrecht, Petra Aust, Ferdinand Döring, Karen Günther, Dr. Lisanne Kraeva, Stefan Lüttenberg, Björn Meier, Dr. Morten Wesche von der Gaußschule Gymnasium am Löwenwall Braunschweig in Niedersachsen für das Projekt „MINT-Projekt – Game Based Learning“. Für das Projekt entwickelten Kolleginnen und Kollegen aller MINT-Fächer sowie Schülerinnen und Schülern gemeinsam ein 3D-Computerlernspiel, um Schülerinnen und Schüler interaktiv zu unterrichten und sie für die MINT-Fächer zu begeistern.

Der zweite Preis ging an Anita Höhle von der Heinrich-Böll-Schule Hattersheim, Hessen, und Marina La Pietra vom Istituto Statale Istruzione Superiore „J.M. Keynes“, Gazzada Schianno (VA), Italien, für ihr Projekt „Vergesst die Opfer nicht!“. Mit ihrem Länder-übergreifenden Projekt wurde Schülerinnen und Schülern ermöglicht, im Geschichtsunterricht international zusammenzuarbeiten und gemeinsam eine europäische Sicht auf die Geschichte ab 1933 zu gewinnen und zwar nicht nur im Unterricht, sondern begleitend auch über eTwinning – eine Plattform der Europäischen Kommission, auf der Schulen bzw. Lehrkräfte mit ihren Schülerinnen und Schülern in einem gemeinsamen virtuellen Klassenzimmer zusammenarbeiten.

Mit dem dritten Preis wurde Paul Daniel Heiming von der Sekundarschule der Stadt Warstein, Nordrhein-Westfalen, für das Projekt „Robotik – Phänomen-basiertes Lernen aus Skandi­navien“ ausgezeichnet. Das Besondere daran ist die Aufsprengung der Fächergrenzen, was Zusammenhänge zwischen Themen und Fächern besser aufgezeigt und verständlich macht. Den Schülerinnen und Schülern wurde deutlich, dass sich das Oberthema Robotik über die Informatik auch in die Fächer Religion und Geschichte erstrecken kann, sobald ethische und technologie-kritische Fragen einbezogen werden. Über die Zusammenarbeit mit externen Partnern wurde Schülerinnen und Schülern klar, dass der Unterricht einen direkten Bezug zu ihrer Lebenswelt hat.

Den Sonderpreis „Umwelt und Nachhaltigkeit“, vergeben vom Cornelsen Verlag, ging an Kathrin Peters und Kollegium von der Gemeinschaftsschule Ossenmoorpark in Norderstedt, Schleswig-Holstein, für das „Tiny House“-Projekt. Dafür bauten 120 Schülerinnen und Schüler über mehrere Monate lang ein Tiny House auf dem Schulgelände. Sie übernahmen dabei alles – von der Planung, über die Durchführung, bis hin zum kreativen Entwurf und dem Projekt­management. Dabei konnten Schülerinnen und Schüler wählen, welches „Gewerk“ sie bearbeiten wollten und wie sie dieses in Teilprojekte untergliedern und sich im Team aufteilen. Das Haus ist inzwischen fertiggestellt und fahrbereit und wird nach der Fertigstellung durch eine Schüler-AG vermietet und genutzt.

Die Auswahl der Bewerbungen erfolgte in einem zweistufigen Verfahren. Nach einer intensiven Begutachtungsphase durch Expertinnen und Experten aus Schule und Bildung entschied über die Preisträgerinnen und Preisträger aller Kategorien der Wettbewerbsrunde 2022 eine promi­nent besetzte Jury unter der Leitung von Prof. Dr. David-S. Di Fuccia (Universität Kassel): Astrid-Sabine Busse, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin und Präsi­dentin der Kultusministerkonferenz 2023 (bis 26.04.2023); Prof. Dr. Kathrin Fussangel, Professorin für Empirische Schulforschung an der Bergischen Universität Wuppertal, Institut für Bildungsforschung (IfB); Winfried Gosmann, Schulamtsdezernent in Nordrhein-Westfalen a.D.; Peter Haase, Schulleiter in Bremen a.D., Lilly Härtig, Vorsitzende Landesschülerrat Sachsen; Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Sachbuchautor, Sprachwissenschaftler, Honorarprofessor an der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft; Prof. Dr. Dr. h.c. Eckard Klieme, Research Fellow in der Abteilung Lehr- und Lernqualität in Bildungseinrichtungen beim DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation Frankfurt/Main ; Lutz Roschker, Vorstand PwC-Stiftung; Sylvia Ruppel, Leiterin des Staatlichen Schulamts Hanau a.D.; Martin Spiewak, Mitglied der Redaktion Wissen der Wochenzeitung DIE ZEIT; Frank Thalhofer, Mitglied der Geschäftsführung Cornelsen Verlag. Darüber hinaus vertraten Dr. h.c. Beate Heraeus, Vorsitzende des Beirats der Heraeus Bildungsstiftung und ehemalige Vorstandsvorsitzende, sowie Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, die Träger des Wettbewerbs..

Hinweis für die Redaktionen: Ausführliche Informationen und druckfähige Fotos der Preis­trägerinnen und Preisträger stehen zum kostenfreien Download in der digitalen Pressemappe auf https://lehrkraeftepreis.de/preistraegerinnen/ zur Verfügung.

Der Wettbewerb

Der Wettbewerb geht auf eine gemeinsame Initiative des Deutschen Philologenverbands DPhV und der Vodafone Stiftung Deutschland aus dem Jahr 2008 zurück. Im Wettbewerb „Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ wurden die zwei Konzepte „Unterricht innovativ“, durch­geführt von 2003 bis 2008 vom Deutschen Philologenverband, dem Bundesverband der Deutschen Industrie und der Stiftung Industrieforschung, und „Pisagoras – Deutscher Lehrerpreis“ miteinander verknüpft. Initiatorin von „Pisagoras“ war Prof. Susanne Porsche. Der „Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ wird seit 2020 von der Heraeus Bildungs­stiftung und dem Deutschen Philologenverband (DPhV) gemeinsam getragen und durchgeführt.

Die Heraeus Bildungsstiftung

Die Heraeus Bildungsstiftung ist eine gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Hanau. Sie setzt sich seit über 55 Jahren für Bildungsthemen ein und konzentriert sich seit mehr als 20 Jahren auf Führungs- und Strategiefragen sowie Personal- und Organisations­entwicklung in Schulen. Die Stiftung vermittelt Schulleitungen und Lehrkräften Kompetenzen in Management-, Kommunikations- und Führungsfragen. Mit ihren bundesweiten Veranstaltungen unterstützte sie im Jahr 2022 ca. 9.000 Schulleiter und Schulleiterinnen sowie Lehrkräfte in ihrer Arbeit. Seit 2017 wird sie vom Hessischen Kultusministerium mit der Qualifizierung für Schul­leiter und Schulleiterinnen in Hessen (QSH) beauftragt, es folgten andere Bundesländer mit eigenen Programmen. Mehr Infos unter www.heraeus-bildungsstiftung.de.

Schirmherrin

Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung

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Deutscher Philologenverband

Der Deutsche Philologenverband ist die Dachorganisation der Philologenverbände der Bundes­länder. Die Mitglieder sind Lehrkräfte an Gymnasien und anderen Bildungseinrichtungen, die zum Abitur führen, sowie Lehrbeauftragte an den Hochschulen, vornehmlich in der Lehrer­bildung. Der Verband wurde 1903 in Halle gegründet und organisiert zurzeit 90.000 Einzel­mitglieder in 15 Landesverbänden. Er unterstützt die Zusammenarbeit mit Lehrer­verbänden im In- und Ausland und ist Mitglied im „dbb beamtenbund und tarifunion“ und im Deutschen Lehrerverband (DL). Verbandsziele sind die Mitarbeit an der Entwicklung des Bildungswesens auf der Grundlage einer sachgerechten Bildungspolitik, die Erhaltung des Gymnasiums als einheitliche Schulart und durchgängiger Bildungsgang in einem mehrgliedrigen Schulwesen in allen Bundesländern sowie die Förderung und Weiterentwicklung des Gymnasiums und anderer Bildungseinrichtungen, die zum Abitur führen. Dabei ist es eine zentrale Aufgabe, die große Bedeutung gymnasialer Bildung für die hohe Qualität des deutschen Schul- und Bildungswesens auch in der Öffentlichkeit deutlich zu machen. www.dphv.de

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