Montag, 24. Juli 2017


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Deutscher Pflegerat: "Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff allein löst nicht alle Probleme"

Westerfellhaus: "Die Personalsituation muss parallel geregelt werden"

Berlin, (lifePR) - Noch im Sommer 2015 soll der Gesetzentwurf zum neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff kommen. "Wir begrüßen dieses klare Bekenntnis des Bundesgesundheitsministers", betont Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats, heute in Berlin: "Die schnelle und seit langem erwartete Umsetzung ist wichtig".

Der Präsident des Deutschen Pflegerats ist überzeugt: "Durch das mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff einhergehende erweiterte Pflegeverständnis wird die Pflegelandschaft nachhaltig verändert. Das bedeutet einen Motivationsschub für alle Pflegefachpersonen".

Zugleich dürfe man jedoch nicht die Erwartungen an den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff zu hoch setzen. "Durch die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsgriffs wird es nicht gleichzeitig und automatisch zu mehr Personal in der Pflege kommen", mahnt Westerfellhaus.

"Der Deutsche Pflegerat fordert daher gleichzeitig mit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs auch die Personalsituation in der Pflege auf das neue Pflegeverständnis anzupassen", führt Westerfellhaus weiter aus. "Ansonsten wird es zu Enttäuschungen kommen. Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff kann in der Praxis scheitern, wenn nicht das für seine Umsetzung benötigte Personal vorhanden ist."

Deutscher Pflegerat e.V. - DPR

Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 16 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.

Präsident des Deutschen Pflegerats ist Andreas Westerfellhaus, Vize-Präsident ist Franz Wagner, Vize-Präsidentin ist Andrea Lemke.

Mitgliedsverbände:

Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP); Vereinigung der Hygienefachkräfte der Bundesrepublik Deutschland e.V. (VHD) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).



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