Gewaltschutz statt Blumen am Valentinstag

(lifePR) ( Berlin, )
Der 14. Februar wird auch der "Tag der Liebe" genannt, mit Milliardenumsätzen im Einzelhandel. Für viele Frauen ist aber auch der 14. Februar ein Tag der Gewalt. Durchschnittlich wird jeden Tag eine Frau von ihrem (Ex-)Partner lebensbedrohlich attackiert; jede Woche sterben dabei drei Frauen. Jede vierte Frau in Deutschland hat mindestens einmal in ihrem Leben körperliche und/oder sexuelle Übergriffe durch einen Beziehungspartner erlebt. Gewalt gegen Frauen ist ein globales Problem. Weltweit erleiden, laut Schätzungen der Vereinten Nationen, eine Milliarde Mädchen und Frauen in ihrem Leben Gewalt.

Seit 2013 mobilisiert die Kampagne "One Billion Rising" deshalb am 14. Februarin bis zu 190 Ländern zu Protestaktionen, die Solidarität mit von Gewaltbetroffenen Frauen ausdrücken sollen. Auch in mehr als 130 deutschen Städtenfordern heute Frauen ein Ende von Gewalt gegen Frauen. In Berlin findet von16-18 Uhr am Brandenburger Tor eine große Tanzdemo statt. 

Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) fordert die vollständige Umsetzung desÜbereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegenFrauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention) in Deutschland. Trotz derbereits existierenden Regelungen und Maßnahmen gegen geschlechtsspezifischeGewalt (Sexualstrafrechtsreform, Gewaltschutzgesetz) besteht in Deutschland nocherheblicher Handlungsbedarf, auf den der djb regelmäßig in Stellungnahmen,Themenpapieren und Fachvorträgen hinweist. "Gewaltschutz ist eine staatlichePflichtaufgabe, denn die Freiheit von Gewalt ist die Voraussetzung für dieAusübung aller Menschen- und Bürger*innenrechte", so Prof. Dr. Maria Wersig,Präsidentin des djb. "Trotz etlicher erfreulicher Ansätze müssen Bund undLänder weiterhin entschlossen handeln, um die Vorgaben der Istanbul-Konventionzeitnah umzusetzen!" Ausführliche Stellungnahmen zur Umsetzung der Istanbul-Konvention: https://www.djb.de/themen/thema/ik/ 
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