Donnerstag, 21. September 2017


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Rechtliche Betreuung im Bundesrat

Freiburg, (lifePR) - Der Deutsche Caritasverband (DCV), der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und der SKM Bundesverband fordern den Bundesrat auf, in seiner morgigen Sitzung dem Gesetz zur Verbesserung der Vergütung für die Rechtliche Betreuung zuzustimmen. Nur so kann diese wichtige Arbeit dauerhaft gesichert werden.

Die Rechtliche Betreuung ermöglicht Menschen trotz Krankheit, Behinderung oder anderen Einschränkungen ein selbstbestimmtes Leben unter Achtung ihrer Grundrechte. Die beruflichen Mitarbeitenden der Betreuungsvereine führen selbst Rechtliche Betreuungen und engagieren sich für die Gewinnung, Begleitung und Fortbildung ehrenamtlicher Betreuer. Seit langem fordern die Vereine eine angemessene Vergütung, um ihre Arbeit auch zukünftig leisten zu können. Die Vergütungssätze wurden seit 2005 nicht mehr angepasst.

In seiner morgigen Sitzung berät der Bundesrat über ein im Bundestag beschlossenes Gesetz zur Erhöhung der Vergütung für Betreuungsvereine. Dieser Schritt würde den Vereinen zumindest eine Atempause verschaffen. Nachdem sich die Bundesländer bislang gegen eine Vergütungserhöhung ausgesprochen hatten, hat ein Bundesland nun Gesprächsbereitschaft signalisiert. So begrüßt die neue NRW-Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag die bundesgesetzliche Anhebung der Betreuervergütung um 15 Prozent und will sich in Abstimmung mit den anderen Ländern dafür einsetzen, dass die Vergütungserhebung den Betreuungsvereinen zugutekommt.

DCV, SkF und SKM fordern die Bundesländer dringend auf, der Anhebung der Vergütung zuzustimmen. Andernfalls bleibt die Existenz der Vereine weiterhin bedroht. Betreuungsvereine sichern die Beteiligung und das Engagement von Bürgern im Betreuungswesen. In ihnen entfaltet sich ehrenamtliches Engagement, Nachbarschaftshilfe und sozialraumorientierte Quartiersarbeit. Damit leisten die Vereine einen wichtigen Beitrag für ein demokratisches Gemeinwesen. Mit einer abnehmenden Zahl von Betreuungsvereinen geht das Risiko einher, dass das Betreuungswesen seine Verortung in der gesellschaftlichen Mitte verliert.

Innerhalb der verbandlichen Caritas mit ihren Fachverbänden SkF und SKM engagieren sich bundesweit 270 Betreuungsvereine mit ca. 1.000 beruflich Mitarbeitenden und 20.000 ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern.

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