Freitag, 22. September 2017


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Durch Beratung und Soforthilfen durchschnittlich 130 Euro weniger Stromkosten pro Jahr

erhaltensänderungen führen zu 25 Prozent niedrigerem Stromverbrauch

Freiburg, (lifePR) - Mit Hilfe des vom Caritasverband und dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen (eaD) koordinierten Projektes Stromspar-Check PLUS haben bundesweit über 170.000 Haushalte mit geringem Einkommen rund 130 Euro Stromkosten pro Jahr eingespart. Das sind sogar 25 Prozent mehr als ursprünglich prognostiziert, wie Messungen ein Jahr nach der Erstberatung jetzt ergeben haben. Der Grund: die Mieter haben durch ein Umdenken ihr Nutzerverhalten auch langfristig geändert. Die Daten wurden heute im Rahmen des Fachkongresses "Energieeffizienz und Klimaschutz - eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe" veröffentlicht. An der Veranstaltung nahm auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks teil, deren Ministerium den Stromspar-Check seit 2009 fördert.

Die Stichproben ergaben, dass die Haushalte mehr sparen, als allein durch den Einsatz der kostenlos ausgegebenen Soforthilfen (u.a. energiesparende Beleuchtung, schaltbare Steckerleisten, Kühlschrankthermometer) errechnet wurde. Damit zeigte sich, dass die intensive Beratung vor Ort zu einem veränderten Nutzerverhalten geführt hat. Nahmen die Haushalte zusätzlich die Möglichkeit in Anspruch, sich den Austausch eines über zehn Jahre alten Kühlgerätes gegen ein hocheffizientes Neugerät mit 150 Euro bezuschussen zu lassen, sank die Stromrechnung um weitere 100 Euro.

eaD-Vorstandsvorsitzender Michael Geißler sagte: "Der Stromspar-Check PLUS zeigt, dass man durch gezielte Beratung vor Ort spürbare Verhaltensänderungen bewirken kann. Und er leistet einen Beitrag zum Klimaschutz durch Reduzierung von Energieverbrauch und CO2-Emissionen." Prof. Dr. Georg Cremer, Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes ergänzte: "Gerade mit Blick auf hohe Strompreise ist der Stromspar-Check PLUS eine wichtige Entlastung für Haushalte mit geringem Einkommen, die präventiv gegen Energiearmut wirkt."

Der Stromspar-Check wird seit 2009 bundesweit an derzeit 170 Standorten umgesetzt. Dabei besuchen ausgebildete Stromsparhelfer - selbst ehemalige Langzeitarbeitslose - Haushalte und geben nützliche Informationen zum Verbrauchsverhalten. Zusätzlich erhält jeder Haushalt Soforthilfen wie Energiesparlampen oder schaltbare Steckerleisten. Den Stromspar-Check PLUS können Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld kostenlos in Anspruch nehmen.

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