Freitag, 26. Mai 2017


  • Pressemitteilung BoxID 63947

Tierbegräbnis im Wald verboten

(lifePR) (Berlin, ) Tierhalter hegen immer wieder den Wunsch nach einer würdigen Bestattung von Haustieren. So verständlich dabei der Wunsch ist, von einem über Jahre lieb gewonnenen Tier in Würde Abschied zu nehmen, darf darüber nicht vergessen werden, dass auch der Umgang mit toten Tieren die Einhaltung rechtlicher Bestimmungen erfordert. So dürfen Tierhalter einen verstorbenen Schützling nicht einfach im Wald bestatten. Das ist grundsätzlich verboten. Aber auch das Begraben im eigenen Garten ist längst nicht überall in Deutschland erlaubt, erläutert die Deutsche Anwaltauskunft.

"Eine Tierbestattung des Lieblings auf dem eigenen Grund sollte nicht in "Eigenregie" vorgenommen werden. Man sollte sich zuvor an die zuständigen Behörden wenden oder ein erfahrenes Tierbestattungsunternehmen beauftragen", so Rechtsanwalt Prof. Dr. Wolfgang Ewer, Vizepräsident des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Ansonsten riskiere man unter Umständen sogar ein Bußgeld. Die zuständige Behörde sei häufig das Veterinär- oder das Ordnungsamt. Sollte dort - beispielsweise am Wochenende - niemand erreichbar sein, biete es sich auch an, die Polizei zu kontaktieren.

Die Behörden legen dann nicht nur fest, ob überhaupt auf dem Grundstück bestattet werden darf, sondern auch den speziellen Begräbnisort. Der zuständige Mitarbeiter kennt auch Vorschriften zum Beispiel zur Tiefe des Grabes: In der Regel wird eine Tiefe von mindestens 50 Zentimetern vorgeschrieben. Dies vor dem Hintergrund, dass nach Rechtslage ein totes Tier - zumindest potenziell - ein (seuchen-) gefährlicher Gegenstand ist. "Außerdem ist davon auszugehen, dass eine Bestattung nur mit einem Mindestabstand zu öffentlichen Wegen und Plätzen sowie außerhalb von Wasserschutzgebieten erlaubt ist", so Ewer weiter. Es spielt auch eine Rolle, um welche Tierart es sich handelt.

Bei Auseinandersetzungen mit Behörden, beispielsweise bei Erlangung von Genehmigungen u. ä., ist es oft ratsam, sich anwaltlicher Hilfe zu versichern. Anwälte mit Kenntnissen im "Verwaltungsrecht" benennt die Deutsche Anwaltauskunft im Internet unter www.anwaltauskunft.de oder unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 0 18 05 / 18 18 05 (Festnetzpreis 14 ct/min).

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Wer schön sein willl, muss nicht immer leiden

, Verbraucher & Recht, ARAG SE

Sie wollte ihre Haare auf Wangen, Kinn und Oberlippe einfach nur loswerden. Daher griff eine Frau zu einer neuen Gesichtsenthaarungsc­reme. Vorschriftsmäßig...

Neugierigen Mitarbeitern droht Entlassung

, Verbraucher & Recht, ARAG SE

Arbeitnehmer, die mit sensiblen Daten arbeiten, sind zu besonderem Geheimnisschutz verpflichtet. Dies gilt nach Angaben von ARAG Experten auch...

Unfall durch Ausweichmanöver - wer haftet?

, Verbraucher & Recht, ARAG SE

Verkehrsteilnehmer, die als Helfer bei einem Unfall verletzt werden, stehen nach Angaben der ARAG Experten unter dem Schutz der gesetzlichen...

Disclaimer