Donnerstag, 21. September 2017


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Klimaschutzmaßnahmen für die Alpen müssen kommen!

Trotz Scheiterns der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen

München, (lifePR) - "Der Klimaschutz in den Alpen muss weitergehen, auch wenn die Klima-konferenz in Kopenhagen gescheitert ist", fordert Thomas Urban, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Alpenvereins (DAV). Sein Appell an Bundesumweltminister Röttgen: "Set-zen Sie sich für konkrete Maßnahmen zum Schutz der Alpen ein! Der Alpenraum ist vom Klimawandel besonders stark betroffen. Das Scheitern des Kopenhagener Gipfels darf sich nicht negativ auf den Klimaschutz in den Alpen auswirken." Angesichts der Sensibili-tät des einzigartigen alpinen Ökosystems seien die Folgen unabsehbar, so Urban. Sicher sei nur, dass ganz Mitteleuropa die Konsequenzen spüren werde.

Der Temperaturanstieg in Folge der Klimaerwärmung aufgrund der besonderen geogra-fischen Bedingungen ist im Alpenraum etwa doppelt so hoch wie im weltweiten Mittel. Eine fortschreitende Temperaturerhöhung würde zum Verschwinden vieler Pflanzenarten führen. Schon jetzt verändern schwindende Gletscher und vermehrte Extremwetterlagen den Wasserhaushalt von großen europäischen Flüssen wie Rhein, Rhone oder Po.

Konkretisierung des Alpenplanes notwendig In der Überzeugung, dass der Schutz der Alpen länderübergreifender Anstrengungen bedarf, setzten die Alpenanrainerstaaten 1995 die Alpenkonvention in Kraft. Zum Klima-wandel steht in diesem völkerrechtlich verbindlichen Vertrag bislang allerdings wenig. Zwar hat die Alpenkonferenz, das höchste Gremium im Rahmen der Alpenkonvention, Anfang 2009 einen "Aktionsplan zum Klimawandel in den Alpen" verabschiedet. Aber auch darin finden sich kaum konkrete Maßnahmen. Der Alpenverein appelliert daher an die Bundesregierung, auf eine Konkretisierung dieses Aktionsplanes hinzuwirken. Die Möglichkeiten dazu hat sie - nicht zuletzt durch den Bundesumweltminister, der Deutschland in der Alpenkonferenz vertritt.

"So empfindlich die Alpen sind," sagt Thomas Urban, "so große Potenziale für den Klima- und Naturschutz gibt es dort. Ob innovative Verkehrskonzepte, neue Gebäudestandards zur Energieeinsparung oder nachhaltige Tourismusstrategien - an vielen Stellen werden vorbildliche Projekte initiiert. Jetzt muss es darum gehen, diese Ansätze auf eine breite internationale Basis zu stellen und verbindliche Vorgaben zu machen!"

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