Sonntag, 22. Oktober 2017


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Freiwillige setzen 21.700 Pflanzen und pflegen Wege

Aktion Schutzwald: Deutscher Alpenverein zieht positive Bilanz

München, (lifePR) - Der Deutsche Alpenverein und seine Kooperationspartner, die Bayerische Staatsforsten sowie die Bayerische Forstverwaltung, ziehen nach Abschluss der Aktion Schutzwald eine positive Bilanz für 2008: An den insgesamt 16 Aktionswochen in alpinen Schutzwald-Revieren beteiligten sich 107 Frauen und Männer aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Helfer setzten rund 21.700 Pflanzen in steilen Hängen und pflegten neun Kilometer Zugangswege.

Die freiwilligen Helfer, die zwischen Berchtesgaden und dem Allgäu im Einsatz waren, pflanzten unter fachlicher Anleitung der Förster. Grundlage der Pflanzaktionen sind forstliche Fachplanungen, die für alle Flächen notwendige Maßnahmen zur Sicherung und Verbesserung des Schutzwaldes festlegen. Von menschlicher Hand wird nur auf solchen Flächen nach gepflanzt, wo beispielsweise witterungsbedingt von selbst keine Naturverjüngung stattfindet.

Die während der Aktion Schutzwald im Jahr 2008 eingesetzten rund 21.700 Ballenpflanzen waren auf sieben Laub- und Nadelbaumarten verteilt. Angestrebt wird eine durchmischte Baumartenverteilung, die auch dem veränderten Klima gewachsen ist. Die Buche als trockenheitsresistente Baumart spielt zum Beispiel auch im alpinen Schutzwald eine wichtige Rolle. Ebenso die Tanne: Die freiwilligen Helfer brachten an den frischen Trieben von noch kleinen Tannen spezielle Klammern an, die einen Verbiss durch Wild verhindern.

Zusätzlich setzten die Helfer Steige instand: Dabei handelte es sich um schmale Zugangswege, die die Arbeit in den einzelnen Flächen erst ermöglichen. In einigen Wochen wurden auch mehrjährige Bestände ausgedünnt, um den Aufwuchs der gewünschten Baumarten weiter zu fördern.

Ergänzend zu den Arbeiten führten die Ämter für Landwirtschaft und Forsten Weilheim und Rosenheim in vier Aktionswochen Fach-Exkursionen für die freiwilligen Helfer durch.

Eines der Hauptmotive der Teilnehmer: Sich aktiv für die Natur zu engagieren, der Natur etwas zurückzugeben. Dazu nahmen sie teils weite Anfahrtswege auf sich: Teilnehmer der Aktion Schutzwald reisten aus dem Ruhrgebiet, aus Hamburg oder aus Berlin in den bayerischen Alpenraum. Aber auch aus der unmittelbaren Umgebung der Einsatzflächen, beispielsweise Halblech oder Garmisch-Partenkirchen, kamen Teilnehmer.

Übernachtet haben die Gruppen in einfachen Diensthütten der Bayerischen Staatsforsten. Wenn dies nicht möglich war, kamen sie in DAV-Hütten, Gasthäusern oder Ferienwohnungen unter.

Der Deutsche Alpenverein organisiert die Aktion Schutzwald seit mehr als 20 Jahren. Betreut werden die vier- bis zwölfköpfigen Gruppen, die aus erwachsenen DAV-Mitgliedern und Nichtmitgliedern bestehen, von den kompetenten Mitarbeitern der alpinen Reviere des Unternehmens Bayerische Staatsforsten AöR sowie der Forstverwaltung. Die Aktion Schutzwald wird auch im Jahr 2009 fortgesetzt - Voraussetzung für die Teilnahme: Trittsicherheit und gute Bergstiefel. Das Programm erscheint im Februar 2009 und kann bereits jetzt vorbestellt werden.

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