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Pressemitteilung BoxID: 203787 (Deutsches Weininstitut GmbH)
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Eisweinernte 2010 ist klein aber fein

(lifePR) (Mainz, ) Geringe Mengen hochwertiger Eisweine krönen den Weinjahrgang 2010. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilt, nutzten einige Winzer die kühlen Nächte dieser Woche, um bei Temperaturen von minus sieben Grad und darunter, tief gefrorene Trauben für die begehrte, edelsüße Spezialität einzubringen.

Bereits in den frühen Morgenstunden des 30. Novembers konnte die Winzergenossenschaft Oberbergen am Kaiserstuhl 400 Liter Weißburgunder Eiswein mit 170 Grad Oechsle lesen. In der heutigen Nacht freuten sich auch Betriebe in anderen Anbaugebieten, wie etwa Franken, Rheingau, Rheinhessen, Mosel und Pfalz, über eine erfolgreiche Eisweinlese.

Einige Weingüter warten noch die kommenden Nächte ab, für die teilweise noch tiefere Temperaturen vorhergesagt sind. Für die Bereitung der edelsüßen Spezialität muss das Thermometer mindestens minus sieben Grad zeigen - je kälter desto besser, denn der Konzentrationsprozess in den Trauben steigt mit sinkender Temperatur. Von der Kelter tropft dann nur der zuckersüße Saft, der größte Teil des Traubenmosts bleibt gefroren als Eiskristall zurück. Entsprechend gering ist die Ausbeute. Nur etwa fünf bis zehn Prozent der ursprünglichen Erntemenge finden sich später als Eiswein in der Flasche wieder.

„Die diesjährigen Eisweinmengen werden ebenso wie der Gesamtertrag des Jahrgangs 2010 weit unter dem Durchschnitt liegen. Nur wenige Erzeuger sind in diesem Jahr auch noch das Risiko der Eisweinbereitung eingegangen. Umso erfreulicher ist es, dass dies mit einem frühen Frost belohnt wurde“, erläutert DWI-Geschäftsführerin Monika Reule.

Der Winzer geht mit dem Hängenlassen der Trauben für den Eiswein alljährlich das Risiko des Totalverlustes ein. Wird es nicht kalt genug, müssen die Trauben in der Regel verworfen werden. Lässt er sich darauf ein, müssen sie in Folie gepackt werden, um sie gegen Regen, Sturm und Vogel- oder Wildschweinfraß zu sichern. Der Hauptlesemonat für Eiswein ist in der Regel der Dezember. Aber auch ein Eiswein, der erst im Januar gelesen wird, zählt zu dem Jahrgang in dem er gewachsen ist.

Eiswein ist ein hervorragender Begleiter festlicher Anlässe. Zum Abschluss eines Menüs, verspricht er ein glanzvolles Finale besonders zu fruchtigen Desserts, Eis oder Sorbets. Als Solist eignet sich Eiswein auch sehr gut zum Aperitif. Die kostbare Rarität kann in der Regel Jahrzehnte lang gelagert werden.